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Position im Angebot vergessen, Arbeiten ausgeführt und vergessenen Posten berechnet


| 04.04.2007 13:29 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
um die Kosten abschätzen zu können,haben wir uns im Oktober 2006 ein Angebot für die Umgestaltung unseres Vorgartens erstellen lassen.
Das Angebot umfasste sowohl Pauschalpreise( z. B. Zaun entfernen) als auch Posten, die geschätzt waren und nach Aufmaß bzw. Mengen abgerechnet werden sollten. Außerdem eine ungefähre Summe als Anhaltswert für die Bepflanzung.
Einen Posten, nämlich einen neuen Zaun haben, wir aus dem Angebot herausgenommen, weil uns sonst der Vorgarten insgesamt zu teuer gekommen wäre.

Die Arbeiten wurden nun ausgeführt Mengenangaben und Maße stimmten auch ungefähr überein mit dem Angebot. Bei den Kosten für Pflanzen lagen wir sogar etwas günstiger als geschätzt.

Am 31. März 2007, 5 Tage nach Abschluss der Arbeiten erschien der Betriebsinhaber und teilte uns mit, dass im Angebot Kosten vergessen worden seien. Ein über 30 m langes Aluband sei einzementiert worden. Kosten dafür ca. 1000 €. Wir äußerten uns zunächst nicht dazu und warteten die Rechnung ab, die nun gestern eintraf und insgesamt 2 Positionen auswies, die NICHT angeboten waren:
1. Abtragen von Erde 2 cbm 257,00
2. Alu-Band als Trennung von Kies und Vegetationsfläche 32,5 lfm
926,25.

Insgesamt sind dies mit MwSt 1.308,07 € um die sich die Arbeiten verteuert haben.

Wir wurden weder vor Arbeitsbeginn noch während der Arbeiten auf den Fehler im Angebot und die Mehrkosten hingewiesen.

Unsere Frage nun: Müssen wir die Mehrkosten tragen für einen offensichtlichen Fehler im Angebot?
Hätten wir gewusst, dass sich das Angebot derart verteuert, hätten wir es nicht angenommen.
Wie sollen wir weiter vorgehen?

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Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Zunächst möchte ich vorausschicken, dass eine Antwort ohne genaue Kenntnis des Angebotstextes und des konkret erteilten Auftrages nur summarisch, als dem Grunde nach erfolgen kann. Wenn Sie eine detailierte Prüfung oder weitere Vertretung wünschen, stehe ich Ihnen selbstverständlich ebenfals gerne zur Verfügung. Sie können in diesem Falle gerne telefonisch mit mir in Verbindung treten.

Zunächst einmal ist Ihre Ausgangsposition insofern gut, als dass der Unternehmer etwas von Ihnen will, nämlich Ihr Geld. Sofern sie einen Teil zurück behalten, müsste er zunächst Sie auf Zahlung verklagen. Sollte sich dann allerdings herausstellen, dass er einen Anspruch gegen Sie bzgl. der Mehrkosten hat, so müssten Sie dann zusätzlich auch noch die Gerichts- und ggf. Anwaltskosten bezahlen.

Ob ein Anspruch des Unternehmers besteht, ist in solchen Fällen nicht leicht zu sagen.

Beziehen sich diese vermeintlichen Mehrleistungen oder Mehraufwendungen auf Leistungen für die ein Festpreis vereinbart war, d.h. stehen sie mit diesen in unmittelbaren Zusammenhang, so das ohne die Mehrleistungen eine ohnehin vereinbarte Festpreisleistung nicht ordentlich und fachgerecht erbracht werden konnte, so ist davon auszugehen, dass die Mehrleistungen mit dem bereits vereinbarten Festpreis abgegolten ist.

Stehen die Mehrleistungen in unmittelbaren Zusammenhang mit Leistungen, welche individuell und nach Maß abgerechnet werden sollten, so spricht i.d.R. einiges dafür, dass Sie diese zusätzlich bezahlen müssen.

Handelt es sich vollständig um zusätzliche Leistungen, d.h. die Mehrleistungen waren für den bereits erteilten Auftrag eigentlich gar nicht notwendig, so müssen Sie dafür nichts bezahlen, wenn Sie durch die Leistungen keinen unmittelbaren geldwerten Nutzen/Vorteil haben, da in diesem Fall kein Auftrag, bzw. Vertrag besteht und Sie nur im Rahmen einer sog. ungerechtfertigten Bereicherung oder im Wege des Verwendungsersatzes etwas leisten müssten.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen zu dieser komplexen Materie eine erste rechtliche Orientierung geben und verbleibe,

mit freundlichen Grüßen

Oliver Keller
Rechtsanwalt
Ergänzung vom Anwalt 05.04.2007 | 15:13

Nach einer Definition für "Festpreis" wurde auch nicht gefragt !
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