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Polizeiliche Vorladung wegen Verstoß gegen das BtmG


24.01.2005 12:56 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Hallo.
Ein Bekannter (früherer Arbeitskollege) wurde kurz vor Weihnachten mit einer größeren Menge Cannabis erwischt (man hört zw. 1,5 und 2,5 Kg) und befindet sich nun in Untersuchungshaft.

Ich bekam nun eine Vorladung (ohne Rechtsbelehrung) von der Kripo zur Vernehmung als Beschuldigter wegen Verstoß gegen das BtmG.
Fakt ist das ich bei dem Bekannten regelmäßig geringe Mengen (ausschließlich zum Eigenkonsum) erworben habe. Bestellung erfolgte auch per SMS („bringst mit mal nen zwanni, dreißger o. Fuffi mit“). Von dem Ausmaß der von ihm gehändelten Mengen wusste jedoch nichts.... Ich war eher schockiert und hätte den Kontakt auch sofort abgebrochen.
Da ich jedoch erst einige Zeit später von der Verhaftung erfuhr habe ich noch vermehrt versucht ihn auf seinem Handy sowie per E-Mail und SMS zu erreichen, da er sich eigentlich bei mir melden wollte da er sich mein Snowboard leihen wollte. Ich nehme an das die Polizei zu dem Zeitpunkt schon im Besitz seines Handys war.

Ich habe keine Ahnung in wie weit mich der Bekannte bei seinen Aussagen belastet hat und wie viel oder was die Polizei weiß.
Ich bin vor ca 20 Jahren schon mal wegen Btm in Erscheinung getreten (Bewährungsstrafe).

Nun ist meine Frage in wie weit ich mit einer Hausdurchsuchung oder gar Verhaftung (U-Haft) rechnen muss, da ich gehört habe dass auch ein anderer Bekannter von Ihm (welchen ich nicht kenne, der jedoch auch verkauft haben muss) verhaftet wurde.

Meines Erachtens nach hätte die Polizei mich jedoch schon verhaftet oder wenigstens eine Hausdurchsuchung gemacht, wenn ein so schweres Vergehen zu Grunde gelegt wird oder von Flucht- oder Verdunklungsgefahr ausgegangen würde und mir nicht nur eine Vorladung geschickt.

Können Sie diese Vermutung bestätigen?

Ich habe natürlich sämtlichen Konsum usw. sofort nach bekannt werden seiner Verhaftung eingestellt.

Da ich seit dem 1.12.2004 leider arbeitslos bin habe ich im Moment nicht die finanziellen Mittel mir einen Anwalt zu leisten und die Zeitspanne zur Vernehmung ist zu kurz um noch rechtzeitig einen Beratungsschein zu erhalten.

Mit freundlichen Grüßen


P.S. betreue teilweise allein erziehend meine 10 jährige Tochter (3 Tage jede Woche).
Habe also zudem feste Soziale Bindung….(würde niemals fliehen).

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Sehr geehrter Ratsuchender,

die Beratungshilfe wird Ihnen im Starfverfahren nichts nützen, da dort nur das Beratungsgespräch, nicht jedoch die komplette Verteidigung abgegolten wird. Sie sollten sich also vorab schon einmal darauf einstellen, einen Rechtsanwalt bezahlen zu müssen (ggfs. auch in monatlichen Raten, das müssen Sie mit dem Kollegen abklären).

Denn einen solchen einzuschalten, rate ich Ihnen dringend. Da Ihr "Bekannter" offenbar recht tätig geworden ist, müssen Sie damit rechnen, das Sanktionen wie Hausdurchsuchung / Haft zumindest im Raume stehen. Die Haft wird aber aller Voraussicht nicht in Betrahct kommen, angesichts Ihrer Sachverhaltsdarstellung.

Wie genau Sie nun belastet werden, kann nur der Einblick in die Ermittlungsakte zeigen, die aber ALLEIN ein Rechtsanwalt erhält.

Auch nach Akteneinsicht sollte dann das weitere Vorgehen geklärt werden.

Sie können aber keineswegs hoffen, dass Ihnen die befürchteten Sanktionen erspart beliben, weil Sie "nur" eine Vorladung bekommen haben. Es steht der Staatsanwaltschaft jederzeit frei, daneben beim Strafreichter die Hausdurchsuchung / Haft zu beantragen.

Sie sehen also, dass hier ein Rechtsanwalt wirklich Not tut.



Mit freundlichen Grüßen

rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 24.01.2005 | 13:15

Kommt eine U-Haft denn evtl wirklich bei ausschlieslichem Eigenkonsum (keien weitergabe) in betracht bzw ist eine solche maßnahme verhältnismäßig? wäre eine Katastrophe in Bezug auf meine Tochter.

Dies ist meine größte Sorge.

Nachfrage vom Fragesteller 24.01.2005 | 13:16

Kommt eine U-Haft denn evtl wirklich bei ausschlieslichem Eigenkonsum (keien weitergabe) in betracht bzw ist eine solche maßnahme verhältnismäßig? wäre eine Katastrophe in Bezug auf meine Tochter.

Dies ist meine größte Sorge.

Nachfrage vom Fragesteller 24.01.2005 | 13:16

Kommt eine U-Haft denn evtl wirklich bei ausschlieslichem Eigenkonsum (keien weitergabe) in betracht bzw ist eine solche maßnahme verhältnismäßig? wäre eine Katastrophe in Bezug auf meine Tochter.

Dies ist meine größte Sorge.

Nachfrage vom Fragesteller 24.01.2005 | 13:16

Kommt eine U-Haft denn evtl wirklich bei ausschlieslichem Eigenkonsum (keien weitergabe) in betracht bzw ist eine solche maßnahme verhältnismäßig? wäre eine Katastrophe in Bezug auf meine Tochter.

Dies ist meine größte Sorge.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.01.2005 | 13:25

Die H-Haft würde so nicht in Betracht kommen. Nur, woher soll die Ermitungsbehörde wissen, ob Sie Dealer oder Konsument sind. Nach dem sms-Nachrichten könnte doch zunächst die Vermutung bestehen, dass Sie mehr als ein Konsument sind.

Sicherlich wird bei der Frage der Verhängung der U-Haft auch die Verhältnismäßigkeit geprüft und Sie können davon ausgehen, dass dann diese Maßnahme nicht verhängt wird.

Sie können aber nicht davon ausgehen, dass solche Maßnahmen auf jeden Fall unterbleiben, weil Sie "nur" eine Vorladung bekommne haben.

Falls Sie einen Kollegen nicht beauftargen wollen (können) sollten Sie dann mit der Polizei in Verbindung treten und UMFASSEND reinen Tisch machen.

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