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Polizeiliche Vorladung Gefährliche Körperverletzung

10.07.2016 08:58 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Gregor Steenberg, LL.M.


Zusammenfassung: Vor einer Aussage bei der Polizei ist dringend ein Anwalt zu konsultieren, um im Vorfeld eine Akteneinsicht zu erlangen.

Gestern erhielt ich eine Vorladung als Beschuldigter einer gefährlichen Körperverletzung.

Der Hintergrund dazu:

Vor ein paar Wochen wollte ich mit meiner Freundin meine Familie besuchen fahren
Wir sind mit dem Auto langsam aus der Einfahrt rausgerollt und müssen dabei ein Gehweg queren. Von rechts kam ein Rollstuhlfahrer, der aber vor der Einfahrt anhielt um seine Jacke zu zumachen. Ich hab ca 5 s. gewartet und wollte dann losfahren. In dem Moment ist der Mann schnell vor das Auto gefahren und hat mich wüst beschimpft und gedroht mir "auf die Fresse zu hauen" und "gleich eine Beule ins Auto zu fahren". Es kam zu keinem Zeitpunkt zu einer Kollision oder Berührung. Ich bin dann ausgestiegen und habe mich zwischen Rollstuhlfahrer und Auto gestellt, damit er das Auto nicht beschädigen kann. Er fuhr darauf hin mehrmals mit dem Elektrorollatuhl auf mich zu und auch gegen mich und versuchte mich zu schlagen. Dabei hat er sich seinen frisch verbundenen Fuß an meinem Schienbein gestoßen. Darauf hin habe ich den Rollstuhl hinten am Griff festgehalten. Meine Freundin hat dann auf den Fahrersitz gewechselt und ist 20 Meter weiter gefahren. Ich bin hinterher gegangen und eingestiegen.

Die Polizei wurde an dem Tag nicht gerufen, ich vermute er hat sich das Kennzeichen gemerkt.

Sollte ich vor der Vorladung zu Polizei ein Anwalt nehmen oder lässt sich das so klären?

Liegt meinerseits ein Fehlverhalten vor?

Guten Tag,

gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Sie sollten auf keinen Fall zur Polizei gehen. Teilen Sie der Polizei mit, dass Sie sich zunächst auf Ihr Aussageverweigerungsrecht berufen und Sie sich einen Anwalt nehmen werden.

Dies wäre dann auch mein empfohlener zweiter Schritt. Gehen Sie zu einem Anwalt. Er wird zunächst die Akte zur Einsicht anfordern. Ab dem Zeitpunkt wissen Sie, was genau gegen Sie vorgetragen wird. Zuvor fischen Sie im Trüben und wissen nicht, was der Rollstuhlfahrer behauptet hat.

Ihre Sicht der Dinge würde eine gefährliche Körperverletzung nicht begründen, doch gilt es zu Erfahren, was in der Akte behauptet wurde. Vorteilhaft ist, dass Sie eine Zeugin benennen können.

Ich hoffe, dass ich Ihre Frage beantwortet habe.

Beste Grüße und einen angenehmen Sonntag

Jan Gregor Steenberg, LL.M.
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Medizinrecht
Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz

Nachfrage vom Fragesteller 10.07.2016 | 09:36

Guten Morgen,

auf den Anwaltskosten bleibe ich, sollte das Verfahren eingestellt werden aber sitzen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.07.2016 | 11:02

Das ist leider so. Akteneinsicht kann leider nur von einem Anwalt beantragt werden. Die Gebühren richten sich nach dem RVG und sind Rahmengebühren. In Ihrem Fall würde zunächst eine Grundgebühr und eine Verfahrensgebühr anfallen. Sie können die Gebühren im Internet bei sog. Prozesskostenrechnern gut überschauen. Wenn wir für Sie tätig werden sollen, so würden wir die Gebühren, welche Sie hier bezahlt haben, auf die gesetzlichen Gebühren anrechnen. Sie können aber auch zu einem Anwalt bei daheim gehen. Sie sollten darauf achten, dass dieser ebenfalls die Mittelgebühren ansetzt. Die Gebühren eines Anwalts bekommen Sie von der Staatskasse, wenn Sie frei gesprochen werden. Sollte es sich herausstellen, dass der Rollstuhlfahrer Sie falsch verdächtigt hat, so könnte man auch versuchen, die Gebühren von ihm als Schadensersatz zu verlangen. Dies löst aber im Vorfeld neue Anwaltsgebühren aus, da es sich um einen neuen zivilrechtlichen Fall handelt.

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