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PolFZeugnis

24.02.2005 18:08 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


Guten Tag.

Bin am 1. November wegen §223 (einf.Körperverletzung) zu 6 Monaten Haft, ausgesetzt auf 2 Jahre Bewährung verurteilt worden.

Zwecks Löschung aus dem Polizeilichen Führungszeugnis bekomme ich immerwährend unterschiedliche Antworten. Mal wird gesagt nach 3 Jahren erfolgt die Löschung (wäre ja klasse), mal nach 5.

Was ist denn nun richtig? Und an welchem Datum wird es genau gelöscht?

Vielen Dank für Ihre Antwort

Sehr geeehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die Eintragung von Vorstrafen in das Führungszeugnis richtet sich nach § 33 BZRG. Danach werden nach einer bestimmten Frist Verurteilungen nicht mehr aufgenommen. Die Länge der Frist ergibt sich sodann aus § 34 BZRG, den Sie unter

http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/bzrg/__34.html

finden können.

Danach wird in Ihrem Fall eine Nichtaufnahme nach 3 Jahren möglich sein, da die Voraussetzungen des § 34 Abs. 1 Nr. 1 b BZRG vorliegen dürften.

Allerdings wird die Dauer der Freiheitsstrafe dieser Frist nach § 34 Abs. 2 BZRG hinzugerechnet. Nach Ablauf der Frist können Sie ein neues Führungszeugnis beantragen, daß keinen Eintrag über Ihre Verurteilung mehr enthält.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 24.02.2005 | 18:29

Vielen Dank. Heisst also (vom 1.November 04 angerechnet) in 3 1/2 Jahren ist es gelöscht (Frist+Freiheitsstrafe).
Das ich als Auflage eine Gewalttherapie machen muss, ist hoffentlich egal.

Ähmmm... Muss ich die löschung beantragen?

Vielen lieben dank nochmals

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.02.2005 | 21:41

Nein, Sie brauchen keine Löschung beantragen, sondern können nach Ablauf der Frist ein neues, aktuelles Führungszeugnis beantragen, in das diese Vorstrafe dann nicht mehr aufgenommen werden wird.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

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