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Plötlich nicht mehr Vater


04.06.2006 12:44 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Wenn ich für ein Kind die Vaterschaft anerkannt habe, mir nun aber nicht mehr sicher bin (Mutter hatte wohl auch anderen Liebhaber) -
1.) Kann ich die Mutter zu einem DNA-Test zwingen?
2.) Wer muß diesen Anordnen damit er rechtsgültig ist?

Mal angenommen es stellt sich heraus ich bin nicht der Vater habe aber 10 J gelöhnt;
die Mutter wußte, dass das Kind vom anderen Mann ist.

3.) Kann ich mir den zu Unrecht gezahlten Unterhalt von
a.) der Mutter
b.) dem anderen Mann zurückholen ?

Wie sieht es aus, wenn die Mutter selbst von dem DNA-Ergebnis überrascht ist?

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Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und kann Ihnen diesbezüglich folgendes mitteilen:

Grundsätzlich können Sie die Vaterschaft binnen zwei Jahren anfechten, ab dem Zeitpunkt, ab dem Ihnen die Umstände bekannt geworden sind, die gegen die Vaterschaft sprechen.
In diesem Fall steht Ihnen die Möglichkeit offen, die Vaterschaft bzw. die Nichtvaterschaft gerichtlich feststellen zu lassen. Dies wird grundsätzlich über einen DNA-Test bewirkt.

Falls Sie 10 Jahre lang ohne Rechtsgrund Unterhalt gezahlt haben, können Sie dieses Geld zurückfordern. Ob von der Mutter oder von dem dann festgestellten Vater, kommt auf die Umstände des Einzelfalles an. Grundsätzlich gilt jedoch, dass der Unterhalt zurückgezahlt werden.

Ich hoffe, dass ich Ihnen im Rahmen der Erstberatung auf Grund Ihrer Angaben eine erste rechtliche Orientierung geben konnte. Bitte beachte Sie, dass auf Grund von Umständen, die der Bearbeiterin nicht bekannt sind, eine andere rechtliche Beurteilung in Betracht kommt.

Das Unterhaltsrecht stellt eine sehr komplexe Materie dar, so dass es diesbezüglich auf die Einzelheiten entscheidend ankommt.
Wenn Sie den begründeten Verdacht haben, dass Sie nicht der Vater sind, ist Ihnen zu empfehlen, eine Feststellung der Vaterschaft vor Gericht vorzunehmen. Sie werden jedoch diesbezüglich anwaltliche Hilfe benötigen. Hierfür stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Ich wünsche Ihnen für Ihre Zukunft alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Christine Gerlach
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 04.06.2006 | 14:52

Sehr geehrte Frau Ra,
vielen Dank für Ihre ausführungen.
es liegt kein konkreter Einzelfall vor, sondern mich interssiert aufgrund vieler Gespräche einfach mal die Materie

Da Ihre Ausführungen sehr allgemein sind hier konkrete Nachfragen, es wäre nett wenn Sie die Punkte einzeln Beantworten könnten:
1.) WER muss den DNA-Test anordenen/durchführen damit er rechtsgültig ist? Ich glaube nicht das ich so einfach mal mit der Mutter und dem Kind zu irgendeinen Institut gehen kann oder doch?

2.)Wenn der "echte" Kindesvater selbst nichts von seinem Kind wußte kann dann trotzdem von Ihm Unterhalt zurückgefrodert werden?

2a.) Was ist wenn die Mutter bewußt den Kindesvater verschwiegen hat, könnte dann trotzdem von diesem unwissenden Mann unterhalt zurückgefordert werden?

3.) Oder kurz: Unter welcher Voraussetzung wäre einer Rückforderung eher unwahrscheinlich?

4.) Inwiefern könnte eine Mutter für Jahre Unterhalt nachfordern, wenn Sie von niemanden Unterhalt bekommen hat, weil Sie nicht wußte von wem Ihr Kind war (oder es wissen wollte) ?

Wie gesagt die Anfrage ist hyphothetisch - aber die Materie interessant.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.06.2006 | 11:04

Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grund der Höhe des Einsatzes ist es nicht möglich, weit in die Tiefe zu gehen. Daher werden die Ausführungen allgemein gehalten.

Grundsätzlich könnten Sie, wenn Einverständnis der Mutter besteht, einen DNA-Test selber durchführen lassen. Wenn die Vaterschaft streitig ist, muss das Gericht die Frage klären lassen.

Unterhaltsrückforderungen gegenüber dem biologischen Vater sind möglich, auch wenn er nichts von der Vaterschaft wußte. Eine Rückforderung ist grundsätzlich immer statthaft, es wird wohl kaum einen Mann geben, der nach Feststellung, dass er nicht der leibliche Vater ist, keine Rückforderungsansprüche geltend macht. Unter Umständen kommt es bei der Ermittlung des Vaters, der Zeit, seit der die Unterhaltszahlungen geleistet werden ( Verwirkung) und auf Grund anderer Umstände zu Schwierigkeiten. Dies führt hier jedoch zu weit.

Außerdem kommt es im Familienrecht stark auf die Gegebenheiten des Einzelfalles an. DA es sich hier jedoch um eine hypothetische Anfrage handelt, ist eine genaue Einschätzung nicht möglich.




Mit freundlichen Grüßen

Christine Gerlach
Rechtsanwältin

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