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Plichterbteil


16.04.2007 12:19 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Streitwert: 1 Haus mit Grundstück, Wert ca. 200 000 €

Inhaber: Vater vor ca. 8 Jahren verstorben

1 Leiblicher Sohn, mein Partner
2 in die Ehe gebrachte Söhne der Mutter

Testament des Vaters, damals von einem Anwalt verfasst, sollte Hib- und Stichfest sein, damit sein Leiblicher Sohn das Haus bekommt.

Mein Partner, ist als Vollerbe nach Ableben seiner Mutter, die als Zwischenerbin eingesetzt ist, benannt.
Seinen Stiefbrüdern soll er je 20 000 DM auszahlen.

Die Mutter ist am 13.03.2007 verstorben.
Die beiden Stiefbrüder kündigten eine Klage auf Pflichtanteil der Mutter auf Grundlage des neuen Gesetzes an.

Gibt es einen Pflichtanteil, weil die Mutter nur Zwischenerbin war und mein Partner schon vor 8 Jahren als Vollerbe eingesetzt worde? Falls doch, wie hoch ist dieser?

16.04.2007 | 13:45

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

1. Sollte der Vater Ihres Lebensgefährten im Testamten Ihre Mutter als Vorerben und ihn als Nacherben eingesetzt haben, erbt er nach dem Ableben der Mutter den Nachlass.
2. Die Stiefkinder haben nur dann einen Anspruch auf einen Pflichtteil aus dem Nachlass des Vaters, wenn der Vater sie adoptiert hat. Hat er das nicht getan, bleiben die Kinder bei der Erbschaft nach dem Vater unbeachtet.
3. Jedoch haben die Kinder Anspruch auf einen Pflichtteil der Mutter. Und hier ist nun fraglich, ob tatsächlich Vor- und Nacherbschaft wie in Ziff. 1. beschrieben hinsichtlich des Erbes vereinbart worden ist, oder ob die Mutter Vollerbin geworden ist und der Sohn des Vaters Schlusserbe. Im letzteren Fall ist das Erbe nach dem Tod des Vaters voll auf die Mutter übergegangen. Gibt es nun kein bindendes gemeinschaftliches Testament, kann die Mutter die Erbfolge ändern und dann können auch die Söhne der Mutter am Haus partizipieren.

Die Ausführungen sind für Laien sicher verwirrend. Ohne Einsicht in das Testament kann ich Ihnen keine genauere Auskunft geben. Es hängt alles von der Formulierung im Testament ab. Grundsätzlich gilt: die Stiefkinder haben nur Anspruch auf einen Pflichtteil nach dem Vater, wenn sie adoptiert wurden. Ist das nicht der Fall, können sie nur dann einen Pflichtteil haben, wenn die Mutter Vollerbin geworden ist und nicht durch eine Bindung im Testament daran gehindert ist, eine eigene Regelung zu treffen oder im Testament nicht eindeutig Ihr Lebensgefährte als Schlußerbe definiert ist.


Gerne prüfe ich das Testament für Sie und kann Ihnen dann eine verbindlichere Aussage geben. Allerdings fallen hierfür weitere Kosten an.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

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Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:
Meine Auskunft umfasst die wesentlichen Gesichtspunkte, die in Fällen der geschilderten Art im Allgemeinen zu beachten sind.
Insbesondere bezieht sich meine Auskunft nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Auch einige Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht geklärt werden. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


ANTWORT VON

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