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Plagiat Verkauf Vorwurf

| 21.07.2018 15:02 |
Preis: 40,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ralf Hauser, LL.M.


eBay verkauf Trompete
21.02.2017
Plagiat-Verkauf Vorwurf

Sehr geehrter Herr Anwalt,

ich habe vor eineinhalb Jahren (21.02.2017) als Rentner und Laie eine
Geschenkte Trompete „Neuwertig aber gebraucht „
bei eBay verkauft. Ich habe bei meinem Angebot nicht behauptet,
das es sich bei der
Trompete um Original Marken-Ware handelt.

Ich habe die Trompete so gut es ging als Laie beschrieben und mit ca.12 Fotos
dokumentiert, so wie es eBay
empfiehlt.
Auf dem Instrument war eingraviert: "Prelude by Bach" (ein sogenanntes Student Modell) sowie
eine Seriennummer eingraviert.
Zusätzlich befand sich eine Garantie Karte (auf Englisch)
dabei, und ein Transport Behälter.

Da ich kein Fachmann bin, habe ich mich bei dem Angebots-Preis für die Auktion an dem diverser Mitanbieter orientiert.

Nun, nach eineinhalb Jahren,
wirft mir der Käufer über einen
Anwalt Betrug und den Verkauf eines „Plagiat „ vor.

Ich soll den damaligen Kaufpreis von vor eineinhalb Jahren (EUR 510,-) zurückzahlen, sowie die Anwaltskosten von EUR 147,56 dazu.

Da ich bei dem damaligen Verkauf der Trompete den Käufer , (der selber Amateur-Musiker, Trompeter und in einem Amateur-Orchester spielt )weder
bewusst, vorsätzlich oder gar arglistig mit dem Instrument getäuscht habe, weiß ich nicht, wie ich mich nun nach eineinhalb Jahren verhalten soll.

Mit freundlichen Grüßen
R.K.




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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie haben sich nicht des Betruges strafbar gemacht. Ein Betrug läge nur dann vor, wenn Sie vorsätzlich ein Plagiat als Originalware verkauft hätten. Aufgrund dessen, dass Sie kein „Kenner" sind und zumindest der äußere Anschein für Originalware spricht, haben Sie sich weder wegen Betruges noch sonst strafbar gemacht.

Von der strafrechtlichen Seite ist die zivilrechtliche zu unterscheiden. Wenn es für den Käufer z.B. aufgrund des sehr günstigen Preises erkennbar war, dass es eventuell kein Original ist, dann hat er keinen Schadensersatzanspruch gegen Sie. Wenn Sie allerdings die Verkaufsanzeige so gestaltet haben, dass der Käufer von Originalware ausgehen durfte, hätte dieser einen Schadensersatzanspruch gegen Sie und die Forderung könnte begründet sein.

Wenn Sie allerdings nur die Trompete beschrieben haben und in der Anzeige offensichtlich ist, dass Sie keine Ahnung von der Ware haben und der Käufer sich selber ein Bild von der Trompete z.B. durch genaue Bilder machen konnte, besteht kein Anspruch.

Wenn Sie die Gewährleistung nicht ausgeschlossen haben, kann auch nach 1,5 Jahren noch ein Schadensersatzanspruch bestehen. Der Käufer ist allerdings beweispflichtig dafür, dass es sich um ein Plagiat handelt. Sie sollten daher nur die Forderung begleichen, wenn Ihre Anzeige den Eindruck eines Originals erweckt hat und Ihnen vom Käufer ein Beweis vorliegt, aus dem sich ergibt, dass es sich um ein Plagiat handelt.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Hauser, LL.M.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 23.07.2018 | 08:21

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FRAGESTELLER 23.07.2018 5/5,0
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