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Pkw Privatverkauf - nachträglich festgestellter Mangel an Klimaanlage

11.07.2011 12:43 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


Hallo,

ich habe mein Auto privat verkauft. Im Vorfeld habe ich festgestellt, dass die Klimaanlage nicht mehr funktioniert. Daraufhin habe ich das Auto in eine Vertragswerkstatt geschafft. Diese hat mir schriftlich mitgeteilt, dass ein Sensor defekt ist. Die Materialkosten dafür belaufen sich auf 48 €. Im persönlichen Gespräch wies ich den Käufer darauf hin und habe ihm angeboten, dass ich den Schaden vor dem Verkauf behebe. Dies wurde jedoch abgelehnt, da der Käufer das Auto sofort mitnehmen wollte. Nun teilte mir der Käufer telefonisch mit, dass der Klimakompressor kaputt ist und verlangt von mir, mich an den Kosten zu beteiligen. Im Kaufvertrag wurden keine Mängel niedergeschrieben. Der Vertrag beinhaltet den Ausschluss der Sachmängelhaftung. Muss ich mich an den Kosten beteiligen oder gar vollständig tragen, obwohl ich nichts von dem Schaden wusste? Wie soll ich mich nun verhalten?

Weiterhin habe ich dem Käufer mündlich mitgeteilt, dass das Auto einen Parkrempler hatte und daraufhin die Stoßstange hinten komplett lackiert wurde. Nun behauptet er, dass Fahrzeug sei ein Unfallwagen. Ist dies der Fall? Wenn ja, ist dann der Kaufvertrag unwirksam, weil das Kfz als unfallfrei verkauft wurde?

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworten darf.

Es wird zunächst auf den genauen Vertragstext ankommen.

Wenn im Vertrag zugesichert wird, dass das Fahrzeug mängel- und unfallfrei ist, können Sie sich auf den Gewährleistungsausschluss nicht berufen: Sie haften dann für die zugesicherten Eigenschaften.

Anders sieht es aus, wenn Sie den Käufer vor Vertragsschluss auf die Mängel hingewiesen haben - allerdings liegt die Beweislast dafür bei Ihnen und der schriftliche Vertrag steht zunächst einmal dagegen.

Enthält der Vertrag also die angekreute Formulierung: "Mängelfrei", kann der Käufer verlangen, dass Sie sich an den Kosten für die Reparatur beteiligen - er könnte sogar Nachbesserung von Ihnen verlangen.

Wenn die Stoßstange nicht ausgetauscht, sondern nur neu lackiert wurde, und nicht deformiert war, ist das Fahrzeug kein Unfallwagen und musste auch nicht als solches deklariert werden.

Der Kaufvertrag wäre aber auch dann nicht unwirksam. Der Käufer könnte allenfalls eine Kaufpreisminderung verlangen oder vom Vertrag zurücktreten. Dieses Recht sehe ich im vorliegenden Fall aber nicht.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben und stehe Ihnen für eine weitergehende Beratung und Vertretung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.
Die durch die Beantwortung Ihrer Frage hier entstandenen Beratungskosten werden dann selbstverständlich angerechnet.


Bitte kontaktieren Sie mich dazu über die unten genannte Rufnummer bzw. E-Mail-Adresse.


Mit freundlichen Grüßen

Andreas Schwartmann
Rechtsanwalt

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