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Pfuscherei von Textilreinigung


03.12.2004 17:36 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe ca. vor einem halben Jahr einen weißen Damenanzug (Jacket + Hose ) gekauft. Kosten ca. 100 Euro.

Diesen Anzug hatte ich derweilen nur einmal auf einer Feierlichkeit getragen , danach hing der Anzug im Schrank!

Da ich nächste Woche auf eine Veranstaltung muß, habe ich den Anzug am 1.12. in einen Fachbetrieb für Textilreinigung gegeben und sollte ihn heute, am 3.12. abholen!

Da stellte sich zu meinem Ärgerniss heraus, das die Anzugjacke zwei große schwarze Schmierspuren aufeinmal aufwies. Diese Schmierspuren sind bei der Abgabe nicht da gewesen.

Der Geschäftsführer unterstellt mir nun dass ich den entstandenen Schaden selbst verursacht hätte.
Er hat mich nun auf Montag den 6.12. vertröstet, mit dem Hinweis das er nicht wüsste, ob die Flecken ( Schmierspuren) zu beseitigen seien.

Gemäß dem Fall, das die Schmierspuren immer noch vorhanden sind, was kann ich dagegen tun das mir der Schaden ersetzt wird ?
Der Geschäftsführer seinerseits sicher nicht bereit sein wird den Schaden irgendwie zu regulieren, da er heute bereits schon sehr aufbrausend und nicht entgegenkommend gewesen ist!

Vielen Dank bereits im Vorraus

Mfg

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Sehr geehrte Ratsuchende,

wenn die Verschmutzung sich nicht vollständig entfernen lassen sollte, haben Sie wegen der Beschädigung Ihres Eigentums einen Schadensersatzanspruch gegen die Reinigung.

Wenn - wie Sie befürchten - der Inhaber sich quer stellt, wird Ihnen wohl keine andere Möglichkeit bleiben, als einen Anwalt zu beauftragen, Ihre Ansprüche geltend zu machen. Häufig wirkt bereits ein anwaltliches Aufforderungsschreiben.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 03.12.2004 | 17:59

Muss ich dann der Firma beweisen das der Schmutzfleck vorher nicht da gewesen ist? Dann steht ja Aussage gegen Aussage!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.12.2004 | 18:16

Wenn die Textilreinigung ausschließen will, wegen vorher bereits vorhandener Schäden bzw. nicht zu entfernender Flecken in Anspruch genommen zu werden, dann muss sie bei der Annahme der Textilien diese überprüfen und den Kunden auf solche Schäden hinweisen.
Unterlässt sie dies, so wird sie nachweisen müssen, daß sie die Verschmutzung/Beschädigung nicht verursacht hat. Das kann sich aber auch wieder umdrehen, wenn die Allgemeinen Geschäftsbedingungen dem Kunden die Obliegenheit auferlegen, den tadellosen Zustand der Textilien bei Einlieferung nachzuweisen.

Natürlich kann es hier also zu einem Streit über die Verursachung kommen, dessen Ausgang man im Vorhinein nie gänzlich vorhersehen kann - insbesondere in einer Fernberatung ohne nähere Kenntnis oder Begutachtung der Textilie.

Nach dem Motto "Recht haben und Recht bekommen sind zwei paar Schuhe" müssen Sie letztendlich also abwägen, ob sie das Risiko eingehen wollen. Nehmen Sie zunächst nur eine anwaltliche Beratung in Anspruch und entscheiden dann, ob sie die Sache weiterverfolgen wollen, hält sich das finanzielle Risiko bei diesem Gegenstandwert in einem niedrigen Bereich.

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