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Pfusch bei Renovierung: Wand beschädigt, Handwerker verweigert Inaugenscheinnahme

18.01.2016 17:41 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Wir haben ein Unternehmen damit beauftragt, im Badezimmer unseres Reihenhauses, BJ 1970er Jahre, die Warmwasserzulaufinstallation zu erneuern und neue Rohre zu verlegen. Als Kosten für die Arbeiten wurden vorab mündlich 4.000 Euro vereinbart. Eine schriftliche Auftragserteilung oder einen Kostenvoranschlag gab es nicht.

Beim Versuch, Aushöhlungen für die Unterputzverlegung von Rohren zu schaffen, wurde ein Stromkabel durchtrennt und an zwei Stellen Ziegelsteine deutlich sichtbar verschoben, so dass Auswölbungen an der Wand (außen) entstanden.

Wir haben den Inhaber des Dienstleistungsbetriebs telefonisch gebeten, die Schäden in Augenschein zu nehmen, was dieser ablehnte.

Die Schäden wurden im Fortgang der Renovierung von uns repariert.

Nach einiger Zeit erhielten wir eine Rechnung, die die ursprünglich mündlich vereinbarte Summe um etwa 20 Prozent übertraf, wobei etwa 20 Prozent wiederum als Rabatt abgezogen wurde.

Wir widersprachen der Rechnung mit dem Hinweis, dass wir gewillt sind, auf dem Verhandlungsweg eine Einigung herbeizuführen und haben 1.000 Euro als Zeichen guten Willens überwiesen. Die Einigung scheiterte, da der Handwerker überzeugt ist, die Schäden nicht zu verantworten, seine Mitarbeiter hätten alles richtig gemacht und man habe ich an "fachgerechte" Ausführungsmethoden gehalten. Im Rahmen der weiteren (außergerichtlichen) Auseinandersetzung mit der Gegenseite haben wir weitere 1.000 Euro angeboten.

Der Handwerker beharrt auf seiner Forderung und versucht, die Summe einzuklagen. Das Gericht hat zu einen Gütetermin geladen.

Das Gericht fordert im Ladungsschreiben auf, uns neu einzulassen sowie den Schaden nachzuweisen und empfiehlt, falls dies nicht möglich sein sollte, unter Hinweise auf möglicherweise hohe Kosten durch das Verfahren und Gutachten etc., die Forderung der Gegenseite zu akzeptieren.

Was kann ich tun?

18.01.2016 | 18:19

Antwort

von


(303)
Hopfengartenweg 6
90451 Nürnberg
Tel: 091138433062
Web: http://www.frischhut-recht.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ihren Angaben entnehme ich, dass bereits ein Verfahren anhängig ist. Auch gehe ich davon aus, dass Sie nicht rechtsschutzversichert sind.

Grundsätzlich kann ich, ohne die Einzelheiten der Klage zu kennen, nur allgemeine Ausführungen auf Grundlage der mit zur Verfügung stehenden Informationen machen. Vorab empfehle ich Ihnen jedoch bereits an dieser Stelle unbedingt anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Das klagende Unternehmen ist zunächst im Hinblick auf den geltend gemachten Werklohnanspruch darlegungs- und beweispflichtig. Hier wird es daher auf die jeweiligen Einlassungen der klagenden Firma in der Klageschrift ankommen. Grundsätzlich sollten Sie das Zustandekommen eines (solchen) Vertrages bestreiten und Ihrerseits versuchen die von Ihnen erwähnte mündliche Pauschalpreisvereinbarung zu beweisen. Bedenken Sie, dass auch mündliche Vereinbarungen rechtswirksam sind. Möglicherweise war eine weitere Person zugegen als die Preisübereinkunft getroffen wurde? Falls ja, könnten Sie diese als Zeugenbeweis anbieten.

Was die von Ihnen erwähnten Schäden angeht, die durch die Mitarbeiter verursacht wurden, so wird es, wie es das Gericht bereits in seiner Verfügung erwähnt hat, auch hier entscheidend auf die Beweislage ankommen. Grundsätzlich stünden Ihnen Schadensersatzansprüche zu, die Sie der Klageforderung mittels Aufrechnung entgegenhalten könnten. Zunächst wäre in diesem Zusammenhang zu klären, ob Sie, bevor die Reparaturen von Ihnen veranlasst wurden, die Schäden dokumentiert haben. Etwaiges Fotomaterial käme z.B. als Beweis in Betracht. Aber auch hier könnten Sie grundsätzlich auch Zeugen benennen, die bestätigen können, dass entsprechende Schäden hinterlassen wurden. Letztlich kommen auch die Mitarbeiter der beauftragten Firma in Betracht, welche die Reparaturen durchgeführt haben.

Nach alledem kann ich meinen eingangs gemachten Rat nur noch einmal wiederholen. In einem Verfahren sollten Sie sich anwaltlich vertreten lassen. Eine Kollegin oder ein Kollege Ihres Vertrauens wird zunächst die Erfolgsaussichten der Klageabwehr einschätzen um dann die für Sie sinnvollste und sicherste Vorgehensweise mit Ihnen zu besprechen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall meine anwaltliche Unterstützung wünschen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit gern zur Verfügung, da meine Kanzlei auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Mikio Frischhut

ANTWORT VON

(303)

Hopfengartenweg 6
90451 Nürnberg
Tel: 091138433062
Web: http://www.frischhut-recht.de
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