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Pflichtversicherung AKO für selbständige

14.01.2018 18:05 |
Preis: 25,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ralf Hauser, LL.M.


Ich bin 24 Jahre alter syrischer Flüchtling.
Ich lebe mit meiner Mutter und meinen weiteren Geschwistern in einer Bedarfsgemeinschaft. Wir beziehen Sozialhilfe.
Ich habe habe einen Job auf Basis 700 Euro Brutto gehabt bei einer Pizzaria. Das Jobcenter hat deswegen immer die Zuwendungen um die Höhe meiner Einkünfte gekürzt.
Im November 2016 meldet ich mich selbständig und habe ein Pizzageschäft eröffnet.
Das Jobcenter hat sich gleich für meine neue Tätigkeit interessiert, damit meine neuen Einkünfte bei der Festlegung der Zuwendungshöhe berücksichtigt werden.
Da ich die ganze vergangene Zeit bei der AOK versichert war (über die eigene Anstellung/ über die Familienversicherung) habe mich um die Krankenversicherung nicht gekümmert.

Ich habe zugleich diese Selbständigkeit Ende Februar 2017 aufgegeben.
Ich ließ mich bei einer Pizzeria wieder anstellen (700 Euro Basis).

Jetzt meldet sich die AOK bei mir und Will für die 3 Monate der Selbständigkeit eine honorante Summe.
Ich habe in der Selbständigkeit nur Verlust gehabt.
Habe dies (Einnahme-Überschussrechnung des Steuerbertaters) der AOK mitgeteilt. Weiterhin die Kontoauszüge offengelegt. Guthaben gleich Null.
Die AOK rechnet aber neu und sagt 1547,94€ einschließlich Säumniszuschläge müssen es sein.

Muss ich zahlen (habe keine Mitteln, Konto gleich Null).?
Gelte ich nicht als Sozialhilfeempfänger, der lediglich den Versuch gewagt hat, selbständig zu werden.
Ich viel doch in die Sozialhilfe zurück.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Bei freiwillig Versicherten, die selbstständig sind, werden die Krankenkassenbeiträge anhand Ihres Einkommens bemessen. Auch bei geringem oder gar keinem Einkommen wird bei der Berechnung der Krankenkassenbeiträge ein Mindesteinkommen i.H. v. 2.283,50 Euro zugrunde gelegt. Dies bedeutet, dass Sie mindestens 319,62 Euro monatlich an Krankenkassenbeiträgen zahlen müssen. Selbstständige, die einen Gründungszuschuss von der Bundesagentur für Arbeit erhalten, profitieren von einer reduzierten Beitragsbemessungsgrundlage von 1522,50 Euro. Auf Antrag können Selbstständige ohne Gründungszuschuss unter Umständen die Beitragsbemessungsgrundlage auf 1522,50 Euro senken. In diesem Fall würden die monatlichen Beiträge sich auf 213,50 Euro ermäßigen.
Der von Ihnen genannte, von der Krankenkasse geforderte Betrag erscheint mir daher etwas hoch. Aber Krankenversicherungsbeiträge sind auf jeden Fall von Ihnen zu zahlen.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Hauser, LL.M. (Versicherungsrecht)
Rechtsanwalt


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