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Pflichtverletzung einer selbst ernannten Nachlassverwalterin

05.11.2018 19:27 |
Preis: 52,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Eine in sich uneinige Erbengemeinschaft besteht aus vier Parteien. Die Haupterbin mit 50% lebt im Ausland, eine Viertel-Erbin ist sehr alt und der Angelegenheit nicht mehr gewachsen. Von den verbleibenden zwei Achtelerben („C" und „D") hat eine - „C" unbeauftragt - die Abwicklung des Erbes übernommen. Sie lebt in der Nähe und ist Anwältin. Bei der Erbmasse handelt es ich um ein altes Haus und etwas Bargeld. Der Erbschein ist vor mehreren Monaten ausgestellt worden.

„C" hat die Immobilie im Internet angeboten und kürzlich den Miterben von Interessenten berichtet, die dann aber wieder abgesprungen seien. „D" hat diese Interessenten ermittelt und erfahren, dass „C" den Verkauf von einer zusätzlichen Zahlung (25.000 Euro) „unter der Hand" abhängig gemacht hat. Daraufhin sind die Interessenten von ihrer Absicht zurück getreten.

Der für „C" tätige Makler ist übrigens deren Ehemann (keine gleichen Nachnamen), was den Interessenten nicht bekannt war.

Weiterhin hat die „Nachlassverwalterin" den Miterben eine Liste mit ihren bisherigen Auslagen vorgelegt, worunter auch 1.400 Euro für eine Entrümpelungsfirma für das Haus aufgeführt waren. Es handelte sich dabei aber nur um ein Angebot, und so ergab eine Nachfrage bei dieser Firma, dass ein Auftrag nicht zustande gekommen war!

Bei verschiedenen Telefonaten hat „D" weiterhin erfahren, dass zum Einen die Möbel in diesem Haus alt und hochwertig waren und zum Anderen, dass der Ehemann von „C" mehrfach Möbel aus dem Haus geschafft hat, nach seinen Aussagen einem Zeugen gegenüber für seinen Privatgebrauch. Die restlichen Möbel standen, laut Zeugen, für den städtischen Sperrmüll auf der Straße.

Es ist mit Sicherheit davon auszugehen, dass „C" keinen Argumenten zugänglich ist und nur auf Druck reagiert. Die oben genannte Viertelerbin hat ihrerseits einen Anwalt mit der Wahrnehmung ihrer Interessen beauftragt, aber leider ist er den Machenschaften von „C" nicht gewachsen.

Es ist noch nicht ganz klar, was „C" beabsichtigt, wenn sie den Hausverkauf verschleppt.

Wie ist es einzuschätzen, wenn „C" den Miterben eine Abrechnung vorlegt, bei der die genannten 1.400 Euro als ihre Ausgabe verbucht sind, was de facto falsch ist, während sie die angeblich „entsorgten" Möbel aus dem Haus selbst verwendet und/oder verkauft? Es ist auch bekannt geworden, dass sie zwei Bilder verkauft, das aber nicht mit aufgelistet hat.

Ist diese Vorgehensweise strafrechtlich relevant, oder muss das zivilrechtlich abgearbeitet werden?
05.11.2018 | 19:59

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Strafrechtlich relevanten sind die Versuche das Haus unter der Hand zu einem höheren Preis zu verkaufen, die an der Erbengemeinschaft vorbei geschafften Möbel sowie der Versuch eine Entrüplung abzurechnen die es nicht gab. Sie sollten sich bei der Fertigung der Anzeigen anwaltlich unterstützen lassen.

Zivilrechtlich (und damit für Sie) interessant ist die Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft. Ein Erbe darf nicht die Verwaltung an sich reißen. Maßnahmen der ordentlichen Verwaltung oder zur Abwehr von Gefahren dürfen allerdings vorgenommen werden.
Die Möbel für sich selbst zu verwenden widerspricht dem Sinn einer Erbengemeinschaft. Sie sollten eine vollständige Nachlassaufstellung verlangen. Werden hier die Bilder und die Möbel unterschlagen sollten Sie gerichtlich die Auseinandersetzung anstreben und im Verfahren die Unredlichkeit Ihres Miterben zur Sprache bringen. Sie sollten dann allerdings auch entsprechende Beweise erbringen können.

Jedes Verfahren außerhalb des Auseinandersetzungsverfahren ist problematisch da hierfür Mehrheiten innerhalb der Erbengemeinschaft benötigt werden. Wenn die 50% Erbin nicht mitspielt werden Sie die jeweils erforderlichen Mehrheiten nicht zusammen bekommen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten rechtlichen Überblick verschaffen. Sollten Rückfragen bestehen, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


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