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Pflichtteilsergänzung bei Erbausschlagung


| 09.12.2008 20:26 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Meine Mutter L ist verstorben. Sie hinterläßt 3 Kinder, bezeichnet mit J, K und H. K hat eine Tochter D. Ein Testament ist nicht vorhanden.

J und K und deren Abkömmlinge haben vor dem Nachlassgericht ihr Erbe ausgeschlagen, so dass H durch Annahme der Erbschaft zur Alleinerbin wurde.

Enkelin D, also ein Abkömmling von K, der Verstorbenen hat in den letzten 10 Jahren von der Verstorbenen nachweislich eine Schenkung von 10.000 € erhalten. Zum Todeszeitpunkt war noch ein Restguthaben von 1.000 € vorhanden.

Wie hoch wäre der Pflichtteilsergänzungsanspruch der Alleinerbin H gegen ihre Nichte D, sofern es überhaupt einen Pflichteilsergänzungsanspruch gibt?
Eingrenzung vom Fragesteller
09.12.2008 | 20:37
Eingrenzung vom Fragesteller
09.12.2008 | 20:41

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Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben hier zusammenfassend im Rahmen einer Erstberatung unter Beachtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten.

Ihre letzte Einschränkung betrifft Fragen des Erbrecht - genauer des Pflichtteilsrechts, das in §§ 2303 ff BGB geregelt ist. Das Pflichtteilsrecht soll seinem Sinne nach einem bestimmten Personenkreis (den Pflichtteilsberechtigten) einen Mindestanteil am Erbe zusichern.

Der Pflichtteilsanspruch richtet sich grundsätzlich gegen den Erben.

Die Alleinerbin H ist Erbin geworden, und hat deshalb keinen Anspruch auf den Pflichtteil (§ 2303 BGB). Da D nicht Miterbin geworden ist, greift auch § 2305 BGB, der sogenannte Zusatzpflichtteil nicht.

Wie Sie richtig erkennen kommt aber die Regelung der §§ 2325, 2329 BGB als Anspruchsgrundlage von H gegen D in Frage.

In Ihrem Fall wäre der Nachlass erhöht um das Geschenk 11.000,- EUR. Der gesetzliche Erbteil der H wäre 1/3 also ca. 3.666, 66 EUR. Der Pflichteil hiervon wäre (1/2 des gesetzlichen Erbteils). 1.833,33 EUR.

Da H schon 1000,- EUR geerbt hat, könnten von D überschlägig etwa 833,33 EUR verlangt werden. Insgesamt hätte H dann wertmässig den Pflichtteil nach L erhalten.


Bitte beachten Sie, dass diese Beratung nicht eine umfassende Prüfung an Hand aller Unterlagen und gegebenfalls weiter Ermittlungen zum Sachverhalt ersetzen kann. Gerne weise ich darauf hin, dass Sie im die Möglichkeit haben eine kostenlose Nachfrage zu stellen.


Mit freundlichen Grüßen


Peter Lautenschläger
Rechtsanwalt und Diplom Jurist

Nachfrage vom Fragesteller 10.12.2008 | 08:05

Zunächst vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Bei den Zahlen handelt es sich zur einfachen Betrachtung um Beispielszahlen .

Und wie hoch wäre der Pflichtteilsergänzungsanspruch, wenn nicht D, sondern J, also ein Kind der Verstorbenen L und Geschwister von H, die 10.000 € in den vergangenen 10 Jahren vor ihrem Tod geschenkt bekommen hätte?

Danke.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.12.2008 | 09:19

Sehr geehrte/r Fragensteller/in,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die allerdings einen anderen Fall betrifft.

Da der Pflichtteil der H sich der Höhe nach nicht ändert, wäre auf den ersten Blick hier lediglich der Anspruchsgegner ein anderer (statt D wäre J zu beanspruchen).


Mit freundlichen Grüssen aus Weinheim


P. Lautenschläger
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 11.12.2008 | 07:05


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"Ich habe eine Nachfrage gestellt, die kostenlos abgeboten wurde; allerdings steht die Antwort noch aus."
FRAGESTELLER 11.12.2008 5/5.0
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