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Pflichtteilsanspruch des Enkel


24.11.2012 01:42 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ivo Glemser



Die verwitwete Frau A ist Eigentümerin einer Immobilie (Nachlasswert insgesamt 200.000 Euro), hat einen Sohn B und eine Tochter C. Die Tochter C wurde von A in einem handschriftlichen Testament enterbt. C verstarb vor kurzem und hinterläßt nur einen 25jährigen Sohn D.
Frau A hat jetzt ihr handschriftliches Testament erweitert, ihren Enkel D ebenfalls enterbt und den eigenen Sohn B zum Alleinerben ernannt.

Wenn Frau A nun verstirbt, erbt der Enkel den Pflichteil seiner verstorbenen Mutter in Höhe von 25% des Nachlasswertes, auch wenn diese enterbt wurde?
Oder hat der enterbte Enkel einen eigenen Pflichtteilsanspruch in der Höhe der Hälfte des Pflichtteils der verstorbenen Mutter, also 12,5% des Nachlasswertes?

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung gern nachfolgend beantworte.

Ist ein Abkömmling des Erblassers durch Verfügung von Todes wegen von der Erbfolge ausgeschlossen, so kann er von dem Erben den Pflichtteil verlangen, § 2303 I 1 BGB.

D ist Abkömmling von A und durch das Testament im Erbfall von der (gesetzlichen) Erbfolge ausgeschlossen. Denn ohne das Testament würde D im Erbfall Erbe von A werden.

Insofern ist D im Erbfall pflichtteilsberechtigt.

Der Pflichtteil besteht in der Hälfte des gesetzlichen Erbteils, § 2303 I 2 BGB.

Der gesetzliche Erbteil wäre ohne das Testament nach Ihren Schilderungen 1/2 (wenn B und C die einzigen Abkömmlinge von A sind, und D der einzige Abkömmling von C).

Der Pflichtteil besteht demzufolge in der Hälfte von 1/2, also in 1/4.

Konkret und zusammengefasst zu Ihren Fragen deshalb nochmals:

Wenn D der einzige Abkömmling von C ist, dann steht ihm der Pflichtteil in gleicher Höhe zu, wie er seiner Mutter zugestanden hätte. Nach Ihren Schilderungen ist dies 1/4.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen.

Bitte beachten Sie, dass meine Antwort nur eine erste Einschätzung darstellt. Dies kann eine persönliche Beratung regelmäßig nicht ersetzen.

Mit freundlichen Grüßen

- Ivo Glemser -
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 08.04.2013 | 09:26

Verstehe ich das richtig? Behält D trotzdem den Pflichtanspruch am Erbe von A, auch wenn D als einziger Abkömmling von C das überschuldete Erbe von C ausgeschlagen hatte?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.04.2013 | 10:46

Sehr geehrter Ratsuchender,

jeder Erbvorgang ist für sich zu betrachten. Der Erbvorgang C -> D hat nichts mit dem Erbvorgang A -> D zu tun.

Insofern hat D einen Pflichtteilsanspruch, auch wenn er früher das Erbe von C ausgeschlagen haben sollte.

Mit freundlichen Grüßen

Ivo Glemser
Rechtsanwalt

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