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Pflichtteilsanspruch Verjährungsfrist?


| 02.05.2006 00:12 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Guten Tag,

mein Grossvater hat in den siebzigern, nach dem Tod meiner leiblichen Grossmuttre neu geheiratet. Mein Vater, einziger Sohn des genannten GV, ist vor ihm gestorben. Mein Grossvater ist 1990 gestorben. Er und meine Stiefgrossmutter haben sich gegenseitig als Alleinerben eingestzt. Das Testament liegt mir in Kopie vor. Mir wurden nach dem Tod meines Grossvaters ca. 10.000 DM überlassen. Den genauen Ablauf muss ich noch rekonstruieren.
Zwischenzeitlich hat sich herausgestellt, dass die Wohnung in der mein Grossvater mit seiner 2. Frau lebte, eine Eigentumswohnung ist. Der Wert der Wohnung war 1990 mindestens ca. 100.000 DM.

Meine Stiefgrossmutter ist Ende letzten Jahres verstorben. Laut Testament soll ich 4.500 Euro bekommen.

Das Vermögen inklusive Wert der Eigentumswohnung schätze ich auf 200.000 Euro.

Meine Frage:

Besteht nach dem Tod meiner Stiefgrossmutter überhaupt ein Pflichtteilanspruch oder greift die Verjährungsfrist von 3 Jahren für die Geltendmachung eines Pflichtteils (Grossvater +1990)auch bei Täuschung über das tatsächliche damalige Vermögen ?





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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),


Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass Ihre Pflichtteilsansprüche bereits verjährt sind.

1.
Aufgrund des Todes Ihrer Stiefgroßmutter steht Ihnen kein gesetzliches Erbrecht und somit auch kein Pflichtteilsrecht zu, so dass es insoweit bei der (offenbar testamentarisch verfügten) Erbschaft in Höhe von € 4.5000 verbleibt.

2.
Was Ihre Pflichtteilsansprüche nach dem Erbfall Ihres Großvaters betrifft, so hätten Sie Einwendungen bezüglich der Höhe des tatsächlichen Nachlasses schon nach dem Erbfall im Jahre 1990 innerhalb von drei Jahren geltend machen müssen.

Leider stellt die Verjährungsvorschrift des § 2332 BGB nicht auf die Kenntnis von der Höhe des Nachlasses ab, sondern auf die Kenntnis „von dem Eintritte des Erbfalls und von der ihn beeinträchtigenden Verfügung“, hier also spätestens der Zeitpunkt, in dem Sie von dem Sie benachteiligenden gemeinschaftlichen Testament Ihres Großvaters und Ihrer Stiefgroßmutter erfahren haben.

Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass nach Ihren Angaben eine Täuschung über das damalige Vermögen vorgelegen hat.

Nach ständiger Rechtsprechung ist keine Kenntnis vom Bestand des Nachlasses erforderlich, um die Verjährungsfrist des § 2332 BGB in Gang zu setzen – eine sich insoweit aus der Unkenntnis ergebende Beeinträchtigung des Pflichtteilsrechts ist unerheblich (BGH FamRZ 1977, 128; RGZ 104, 197).


Ich bedaure, Ihnen keine für Sie günstigere Rechtauskunft erteilen zu können. Wenigstens haben Sie nunmehr Klarheit in dieser Angelegenheit.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen ebenso zur Verfügung wie für eine etwa erforderliche und erwünschte Interessenvertretung.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt
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