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Pflichtteilsanspruch


23.11.2005 23:19 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Der Mann verstarb 1998 ohne dass ein Testament hinterlassen wurde.
Das Vermögen wurde als Erbengemeinschaft aufgeteilt zur Hälfte an
seine Frau und die andere Hälfte zu je einem Viertel an die Kinder.
Bei den Sparbüchern und den Depoteinlagen sind beide, Mann und Frau als Kontoinhaber eingeschrieben.
Gemäß Erbschein vom Notar sind die Witwe zu 1/2 und die beiden Söhne zu je 1/4 eingetragen.
Nun hat die Witwe einem Sohn, Ihren Anteil überschrieben, da er sich die letzten Jahre intensiv um sie gekümmert hat und dies auch weiterhin vorführen wird.
Nun zur eigentlichen Fragestellung:
Wenn beide Eltern als Kontoinhaber in den jeweiligen Sparbüchern und Anlagefonds eingetragen waren und die Mutter einem Sohn ihren kompletten Vermögensanteil per Notar überschrieben hat, ist da nicht der Pflichtteil für den anderen Bruder nur noch 1/8 statt 1/4?
Der Grund dafür ist, dass der enterbte Sohn, seinen Pflichtteil ausbezahlt haben möchte.
Ich war bisher der Meinung:
Beide Eltern waren je zur Hälfte am Vermögen beteiligt.
Stirbt einer, erhält der andere vom Verstorbenen die Hälfte der Hälfte.( 1/4 )
Somit hat die Witwe dann statt ihrer Hälfte, auch die Hälfte ihres verstorbenen Mannes erhalten. Somit hat sie 3/4 am Vermögensbesitz.
Das Viertel was aus der Hälfte des Verstorbenen übrig blieb, müsste dann auf die jeweiligen Söhne zu 1/4 ( 1/8 ) aufgeteilt werden.
Somit müsste der Sohn der den Pflichtteil erhält, nicht ein Viertel des kpl. Vermögens erhalten, sondern nur 1/8 daraus.
Stimmt das so?
23.11.2005 | 23:52

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage, die ich sogleich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben summarisch beantworten möchte.

Der Pflichtteil des „enterbten“ Sohnes am „künftigen“ Nachlass der Mutter ist, wenn ich da Ihre eigentliche Frage richtig deute, tatsächlich geschrumpft. Allerdings besteht dann, was ich im Rahmen des gebotenen Einsatzes wahrlich nicht vertiefen kann ein Pflichtteilsergänzungsanspruch nach § 2325 BGB.

Dort heißt es:

BGB § 2325 Pflichtteilsergänzungsanspruch bei Schenkungen
(1) Hat der Erblasser einem Dritten eine Schenkung gemacht, so kann der
Pflichtteilsberechtigte als Ergänzung des Pflichtteils den Betrag verlangen, um den
sich der Pflichtteil erhöht, wenn der verschenkte Gegenstand dem Nachlass
hinzugerechnet wird.
(2) Eine verbrauchbare Sache kommt mit dem Wert in Ansatz, den sie zur Zeit der
Schenkung hatte. Ein anderer Gegenstand kommt mit dem Wert in Ansatz, den er zur Zeit
des Erbfalls hat; hatte er zur Zeit der Schenkung einen geringeren Wert, so wird nur
dieser in Ansatz gebracht.
(3) Die Schenkung bleibt unberücksichtigt, wenn zur Zeit des Erbfalls zehn Jahre seit
der Leistung des verschenkten Gegenstands verstrichen sind; ist die Schenkung an den
Ehegatten des Erblassers erfolgt, so beginnt die Frist nicht vor der Auflösung der
Ehe.

Wenn Sie hingegen nur den Nachlass des Vaters meinen, wurde gerade (s. Erschein) niemand enterbt. Von daher müsste dann die Quote von ½ zu ¼ zu ¼ eingehalten werden. Daran ändert die Schenkung überhaupt nichts und könnte ggf. sogar zurückgefordert werden. Richtig ist aber, dass vom Anteil des Beschenkten dieser Erwerb bei der Auseinandersetzung abgezogen werden muss.


Ich hoffe, Ihnen mit meiner Prüfung der Rechtslage eine hilfreiche, erste Orientierung gegeben zu haben. Sollten noch Verständnisprobleme bestehen, nutzen Sie doch gerne die kostenlose Nachfragemöglichkeit. Gerne stehe ich auch für die weitere Vertretung zur Verfügung. Kontaktieren Sie mich dazu einfach über den untenstehenden link!

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-


Burgwedel, den 23.11.05
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Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

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