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Pflichtteilergänzungsanspruch möglich, falls ja wie hoch?

| 04.11.2015 16:23 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Park, LL.B.


Meine Mutter ist am 22.Oktober 2015 verstorben. Wahrscheinlich bin ich als einziger Sohn Alleinerbe, das Testament liegt noch beim Amtsgericht. Das Erbe beläuft sich nach Abzug der noch zu erwartenden Unkosten auf ca. 100.000 Euro. Nun hatte meine Mutter am 3.April 2009 an einen entfernten Verwandten 450.000 Euro aus ihrem Vermögen verschenkt.

Frage: Kann ich als pflichtteilberechtigter Alleinerbe einen Anspruch auf teilweise Rückzahlung dieser Schenkung (10-Jahres Regel, Abschmelzung) geltend machen und wie hoch wäre dieser (3/10 oder 4/10?).
Wie hoch wäre dann am Schluss mein Gesamterbe, wenn ich

a.) wie vermutet Alleinerbe bin oder
b.) eventuell der besagte Verwandte als Erbe eingesetzt wurde.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen nach erster summarischer Prüfung der Rechtslage wie folgt beantworten:

Laut Ihres Vortrages sind Sie Alleinerbe Ihrer Mutter geworden. Aus § 1922 BGB treten Sie somit die Gesamtrechtsnachfolge Ihrer Mutter an, stehe also für alle Verbindlichkeiten ein, haben aber auch ein Recht auf das gesamte Vermögen.

Ihre Mutter hat am 03.04.2009 ca. 450.000,00 EUR verschenkt. Hierzu war sie berechtigt, da Sie zu Lebzeiten über Ihr Vermögen verfügen darf, wie es ihr beliebt. Eine Schenkung wäre zum Beispiel aus § 516 BGB möglich.

Darüber hinaus sollten Sie beachten, dass Sie nicht Pflichtteilsberechtigter i.S.d. § 2302 Abs. 1 BGB sind, da Sie nicht durch Testament von der Erbfolge ausgeschlossen wurden, sondern vortragen Alleinerbe zu sein. Aber aus § 2326 BGB folgt, dass auch Alleinerben einen Anspruch aus § 2325 BGB geltend machen können.

Das Erbe wäre somit mit 280.000,00 EUR anzusetzen. Die Mutter ist im siebten Jahr der Schenkung verstorben (6 Jahre und 6 Monate). Somit wäre die Schenkung noch mir 4/10 anzurechnen. Bezüglich der 180.000,00 EUR haben Sie Herausgabeanspruch gegen den Beschenkten.

Ist auch der andere Erbe geworden, so ist aus § 2326 BGB die Schenkung i.H.v. 180.000,00 EUR anzurechnen und schmälert das Erbe des anderen. Dieser würde aus einer Erbmasse von 100.000,00 EUR nichts mehr erhalten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 04.11.2015 | 17:47

Sehr geehrter Herr Park, vielen Dank für Ihre für mich günstige, kompetente Antwort. Noch eine kurze Nachfrage:
Bedarf es zur Durchsetzung meines Anspruches an den Beschenkten anwaltlichen Beistandes, oder genügt eine einfache Zahlungsaufforderung durch mich?

Nochmals vielen Dank und freundliche Grüße.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.11.2015 | 17:49

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich auch Ihre Nachfrage.

Dies kommt ganz darauf an. Grundsätzlich wird es am Anfang reichen, selbst den Dritten anzusprechen. Dies wäre auch kostengünstiger. Wird dieser aber nicht auf Ihr Verlangen reagieren, werden Sie einen Anwalt benötigen.

Hierzu stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Alex Park


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Bewertung des Fragestellers 04.11.2015 | 17:48

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"Erbrecht ist sehr schwierig, umso dankbarer bin ich für die präzise und schnelle Beantwortung durch Herrn RA Park."
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 04.11.2015 5/5,0
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