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Pflichtteilberechtigt

| 23.02.2016 10:55 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lars Winkler


Zusammenfassung: Ein pflichtteilsberechtigter Erbe kann gemäß § 2306 BGB das Erbe ausschlagen und seinen Pflichtteil verlangen, sofern er mit einem Vermächtnis beschwert ist.

Folgender Fall:

A und B sind Erben (es geht um ein Haus). Im Testament steht folgendes drin: A hat ein Erwerbsrecht für das Haus und muss B erst in 15 Jahren auszahlen und zwar 75% des Wertes vom Haus (wird von einem Gutachter ermittelt). Dazu muss A mit B einen sog. Vermächtnisvertrag machen.

Meine Frage: Kann B nun das Erbe ausschlagen und seinen Pflichtteil fordern oder erlicht sein Anspruch mit der Ausschlagung?

Das Erbe ist ja mit einem Vermächtnis beschwert worden oder gilt die Beschwerung in diesem Fall nur für A ?

Mit freundlichen Grüßen

M.K
Eingrenzung vom Fragesteller
23.02.2016 | 11:00

Sehr geehrter Fragesteller,

Lassen Sie mich Ihre Frage wie folgt beantworten:

Der B ist als Erbe mit dem Vermächtnis zugunsten des A (nämlich die Verpflichtung zur Übereignung des Hauses) beschwert. Er kann deshalb, sofern er Pflichtteilsberechtigter ist, gemäß § 2306 BGB in der gesetzlichen Frist das Erbe ausschlagen und seinen Pflichtteil verlangen.

Der A ist übrigens auch beschwert, und zwar nur durch die Zahlungspflicht an die Erbengemeinschaft bzw. an den B.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 25.02.2016 | 08:50

Hallo,

danke für die Antwort. Diese hat mir sehr geholfen. Eine kurze Nachfrage habe ich aber noch. Wenn B sein Erbe nun ausschlägt und sein Pflichtteil fordert. Wie muss er das tun und welche Fristen muss er beachten?

Sollte er für die Forderung des Pflichtteils am besten einen Anwalt das Schreiben aufsetzen lassen ? Habe öfters gelesen ein einfaches Einschreiben an A würde genügen. Aber ich habe auch von Fällen gelesen das dann A z.B. einfach behauptet in dem Schreiben stand was ganz anderes drin.

Mit freundlichen Grüßen

M K

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.02.2016 | 12:41

Sehr geehrter Fragesteller,


Lassen Sie mich Ihre Nachfrage wie folgt beantworten:

Die Ausschlagungsfrist beträgt sechs Wochen ab Kenntnis vom Tod des Erblassers und von der eigenen Erbanstellung. Die Ausschlagung muss durch Erklärung gegenüber dem Nachlassgericht vorgenommen werden. Sie müssen also in jedem Fall innerhalb dieser sechs Wochen zum Nachlassgericht.

Der Pflichtteilsanspruch verjährt in drei Jahren beginnend mit dem Ablauf des Jahres des Todes des Erblassers. Innerhalb der Verjährungsfrist muss er beim Erben geltend gemacht werden. Zusätzlich kann auch gemäß § 2314 BGB ein Nachlassverzeichnis mit Bewertung der Nachlassgegenstände (hier also zum Beispiel des Hauses) verlangt werden.

Eine Vertretung durch einen Rechtsanwalt, auch schon im ersten Forderungsschreiben, empfiehlt sich immer dann wenn man Ärger mit dem Erben vermuten kann. Mit der einmaligen Forderung ist es auch in vielen Fällen nicht getan, da können weitere Probleme kommen. Für eine Vertretung in der Sache stehe ich gerne zur Verfügung, die räumliche Entfernung spielt dabei keine Rolle.


Mit freundlichen Grüßen,

Lars Winkler
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 25.02.2016 | 08:46

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