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Pflichtteilausgleich vor Ableben


04.02.2007 09:55 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Vater hat mir, als unehelichem Kind angeboten, einen notariellen Vertrag zu schließen in dem festgelegt wird, dass er mir 20.000 € ausbezahlt und ich damit auf alle weiteren Erbansprüche verzichte.

Mein Vater ist vermögend, besitzt GmbH Anteile von 60%, hat Immobilien (auch im europäischen Ausland) etc. Wie hoch sein tatsächliches Vermögen ist, kann ich nicht einschätzen, da wir nur sproraisch Kontakt haben. Außer mir sind als Erben noch seine (von ihm getrennt lebende) Ehefrau und 2 ältere eheliche Kinder da.

Ich könnte das Geld (wegen meines Studium) z.Zt. besonders gut gebrauchen, habe aber den Eindruck, dass er genau deshalb diesen Zeitpunkt gewählt hat.

Sein Angebot trug er mir mit dem deutlichen Hinweis vor, dass er die GmbH in einiger Zeit veräußern werde und dass ich bei Ablehnung damit rechnen müsse, dass er sein Vermögen durch Schenkungen und durch den Unterhalt an seine Frau bzw. für den eigenen Bedarf (für geschätzte 20 Jahre) mindern könne.

Da ich sein tatsächliches Vermögen nicht kenne, es aber von allen für deutlich(!) höher angenommen wird, weiß ich nicht, wie ich mich verhalten soll.

Welche Möglichkeiten habe ich und welchen Rat würden Sie mir geben? Bitte gehen Sie bei Ihrer Beantwortung davon aus, dass mein Vater keinerlei Scheu/Skrupel zeigen wird, wenn ich seinem Wunsch, den Vertrag zu schließen, nicht nachkommen werde.

Danke!

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Wenn Sie die € 20000,- annehmen und dadurch auf weitere Erbansprüche verzichten, haben Sie unmittelbar diese Summe sicher.

Entscheiden Sie sich dafür, das Angebot Ihres Vaters nicht anzunehmen und auf Ihrem Erbteil zu beharren, hat dies möglicherweise zur Folge, dass Sie weniger erhalten und dies auch erst nach dem Erbfall, also dem Tod Ihres Vaters, also in unabsehbarer Zeit. Dieser ist nicht daran gehindert, sein Vermögen nach seinen Vorstellungen aufzubrauchen; Erben und Pflichtteilsberechtigte sind insoweit nicht schutzwürdig. Es kann also sein, dass das Vermögen beim Erbfall restlos aufgebraucht ist, ebenso möglich ist aber auch ein Existieren erheblicher Werte.

Wenn Ihr Vater ein Testament aufsetzt und Sie dann enterbt, steht Ihnen der Pflichtteil und im Hinblick auf Schenkungen der Pflichtteilergänzungsanspruch aus § 2325 BGB zu, dies aber auch nur, wenn seit der Schenkung nicht mehr als 10 Jahre vergangen sind.

Auch § 2287 BGB sieht bei Erbverträgen eine Regelung bezüglich beeinträchtigender Schenkungen vor (mit 3jähriger Verjährung). Diese Vorschrift findet bisweilen analoge Anwendung auf andere Erben.

Letztendlich liegt die Entscheidung, welchen Weg Sie beschreiten bei Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt
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