Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.170
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Pflichtteilanspruch, Abzug durch frühere Zuwendungen?


| 31.01.2005 14:03 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
vor kurzem ist meine Mutter verstorben. Sie hinterlässt mich als leibliche Tochter und zwei Enkel, die anstelle meiner bereits verstorbenen Schwester treten.
Die Erbfolge ist mir soweit klar.
Nur hat meine Mutter ihr Haus und Grundstück vor einem Jahr ohne mein wissen an die beiden Enkel überschrieben!
Jetzt wollte ich meinen Pflichtteilsanspruch nach §2325 geltend machen. Mir stünden 25% vom Verkehrswert des Hauses zu! Die Gegenseite behauptet nun, daß ich von meiner Mutter finanzielle Zuwendungen erhalten habe, die ich auf Papier unterschrieben( quittiert) habe.
Das ist soweit richtig! Jedoch liegen die Zuwendungen, die als Muttergut ausgelegt werden schon über 15 Jahre zurück!
Meine Frage: Kann man mir die Finanziellen Zuwendungen (nicht Notariell beglaubigt)die weit über 10 Jahre zurück liegen von meinem Pflichtteil abziehen? Wenn nein, auf welchen § kann ich mich berufen?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Rechtssuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Es gelten die Grundsätze des § 2315 BGB. Danach hat sich der Pflichtteilsberechtigte dasjenige auf den Pflichtteil anrechnen zu lassen, was ihm vom Erblasser durch Rechtsgeschäft unter Lebenden mit der Bestimmung zugewendet worden ist, dass es auf den Pflichtteil angerechnet werden soll. Das heißt, es findet grundsätzlich nur eine Anrechnung statt, wenn dem Pflichtteilsberechtigten vor oder bei Erhalt der Zuwendung bewusst war, dass sich dadurch sein Pflichtteilsanspruch verringert.

Nach § 2325 Abs. 3 Satz 1 BGB bleiben im Rahmen des Pflichtteilsergänzungsanspruchs darüber hinaus Schenkungen dann unberücksichtigt, wenn zur Zeit des Erbfalls mehr als zehn Jahre seit der Schenkung verstrichen sind.

Ich hoffe, Ihnen damit zunächst weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver R. Klein
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 18.02.2005 | 07:47

Sehr geehrter Herr R. Klein,
meine Nachfrage kommt erst spät, aber mein Anwalt ließ auf sich warten.
Ich bin aufgrund ihrer Ausführungen zu einem Anwalt in der Nähe gegangen. Nach dem Besuch bin ich nun mehr verwirrt als aufgeklärt.
Er meinte, die vor über 10 Jahren Zuwendungen können mir vom Pflichtteil abgezogen werden.
Begründung: Ein Betrag von 12.ooo DM wurde mit dem Zusatz Muttergut unterschrieben.(Text: Am ... DM 12000 DM als Muttergut erhalten. gezeichnet Unterschrift.
Ein 2. Betrag wurde nur von mir unterschrieben (quittiert Betrag erhalten ohne Zusatz Muttergut)
Nachfrage: komme ich um eine Anrechnung herum oder kann man mir die quittierten Beträge tatsächlich abziehen?
Möchte den Bogen gemessen an meinem "Einsatz" nicht überspannen, würde mich aber über eine kurze Antwort freuen.
Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.02.2005 | 18:24

Aus der ursprünglichen Frage ergab sich leider nicht, dass der erhaltene Geldbetrag als Muttergut quitiert wurde, sondern nur, dass er von der Gegenseite als Muttergut ausgelegt wird.

Insoweit hat der Kollege leider recht. Bei erhaltenem Muttergut gilt die 10-Jahres Frist nicht. Bezüglich der anderen Beträge kann eine abschließende Prüfung von hier aus nicht vorgenommen werden. Hier muss ich mich auf die Aussage des Kollegen verlassen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver R. Klein
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank, somit ist jeglicher Nebel verzogen! Ich werde nun mit guter Gewissheit klagen können."
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60118 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank für diese konkrete, ausführliche Antwort. So soll es sein, Sie haben wir definitiv weiter geholfen. Gerne wieder. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle und relevante Beantwortung, vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ich bin sehr zufrieden. Das Problem hat mich schon seit laengerem belastet und in meinen Handlungsmoeglichkeiten eingeschraenkt. Der Anwalt konnte mir mit seiner rechtlichen Einschaetzung des Sachverhalts aufzeigen, wie ich dieses ... ...
FRAGESTELLER