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Pflichtteil/Anspruch aus Lebensversicherung der verstorbenen Mutter

| 03.09.2010 13:36 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


Sehr geehrte(r) Rechtsanwältin/Rechtsanwalt,

nach dem Tode meiner Mutter (Witwe) fielen mir Dokumente in die Hand, dass eine bestehende Lebensversicherung im Todesfall als Bezugsberechtigter mein Bruder diese erhalten soll. Dies wurde bereits Anfang der neunziger Jahre nach dem Ableben unseres Vaters geändert.

Ein vorhandenes Testament (welches uns zwischenzeitlich vom Nachlassgericht zugestellt wurde) sagt aus, dass wir, also die beiden Söhne nach Abzug der Bestattungskosten und eines Geldbetrages an das Patenkind, den baren Geldbetrag zu gleicher Massen geteilt werden solle.

Nachdem es sich mit Sicherheit bei der Summe der Lebensversicherung um eine höhere Summe handelt, möchte ich wissen, ob ich ggfs. Ansprüche wie Pflichtteil etc. gerichtlich geltend machen kann.

Für eine kurze Rückantwort und ggfs. Hinweis über das weitere Vorgehen wäre ich sehr dankbar.

Gruss
jui1

Sehr geehrte Fragestellerin,

1.
Zunächst sollten Sie den Umfang des Nachlasses bewerten und von Ihrem Bruder Auskunft verlangen, wie hoch die ausgezahlte Versicherungssumme war. Die Auskunft können Sie auch gegebenenfalls einklagen.
Erst dann können Sie rechnerisch feststellen, ob und in welcher Höhe Sie einen Pflichtteiilsergänzungsanspruch nach § 2325 BGB haben.

Sodann sollten Sie den Bruder zur Zahlung des Pflichtteilsergänzungsanspruchs auffordern und ihm eine angemessene Frist, idR sind 14 Tage ausreichend, setzen.

Läßt Ihr Bruder die Frist erfolglos verstreichen, können Sie Klage erheben. Bei einem Anspruch von mehr als EUR 5.000,00 müssen Sie beim Landgericht klagen und sich von einem Rechtsanwalt vertreten lassen.

2.
Ich rate Ihnen jedoch bereits bei der Berechnung des Pflichtteilsergänzungsanspruchs und der außergerichtlichen Aufforderung gegenüber Ihrem Bruder einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl zu Rate zu ziehen und diesen gegebenenfalls mit Ihrer Vertretung zu beauftragen.

Gerne steht Ihnen unsere Kanzlei dazu zur Verfügung, wobei die von Ihnen hier gezahlte Erstberatungsgebühr angerechnet wird. Auch eine größere örtliche Entfernung steht einer Mandatsübernahme nicht im Wege, da die Kommunikation auch gut über Telefon, EMail, Post und Fax erfolgen kann.

Der Pflichtteilsergänzungsanspruch verjährt nach 3 Jahren; § 195 BGB.


Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

PS.: Wenn Sie diese Antwort bewerten, helfen Sie mit, diesen Service transparenter und verständlicher zu gestalten.

Nachfrage vom Fragesteller 06.09.2010 | 07:50

Guten Morgen Herr Rechtsanwalt,

ich hätte gerne noch gewusst wie sich der Pflichteilsergänzungsanspruch berechnet bzw. ob man diesen prozentual sagen kann. Geht man z.B. von einer Versicherungssumme von 100 000 € aus.

Besten Dank. Wir werden auf jedenfall dann in den nächsten Tagen auf Sie zukommen.

Freundliche Grüße
jui1

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.09.2010 | 08:11

Sehr geehrte Fragestellerin,

der Pflichtteilsergänzungsanspruch ist die Differenz aus dem fiktiv errechneten Pflichtteilsanspruch unter Berücksichtigung der Schenkungen und dem realen Pflichtteilsanspruch ohne Berücksichtigung der Schenkungen.

Der Pflichtteil besteht in der Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils; § 2303 BGB.

Daher kann eine bestimmte Prozentzahl nicht pauschal genannt werden. Dies richtet sich, wie bereits oben beschrieben, in erster Linie nach dem Gesamtwert des Nachlass.

Ohne Kenntnis des Wertes des realen Nachlass kann daher eine Berechnung leider nicht vorgenommen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
- Rechtsanwalt -

Bewertung des Fragestellers 08.09.2010 | 06:24

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