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Pflichtteil uneheliche Kinder?

01.07.2008 13:22 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Der verstorbene Vater hat 3 voreheliche Kinder
Mit seiner „neuen“ Frau hat er 6 Kinder
Seine „neue“ Frau hat 2 voreheliche Kinder

d.h. nach allgemeinem Verständnis, es sind 9 Kinder erbberechtigt.

1) Ist es notwendig, zu klären, ob ein Testament beim Notar hinterlegt ist (Fristenwahrung?) oder kommt der Notar automatisch auf alle Kinder zu bzw. können die Erben (aus der ehelichen Gemeinschaft) die vorehelichen Kinder „unter den Tisch fallen lassen“ und die „vorehelichen“ Kinder werden nicht informiert?

2) Vom „hören sagen“ wurde einem der vorehelichen Kinder mitgeteilt, dass es nichts zu erben gäbe, da der Vater das Haus (welches ca. 500.000 Euro Wert sein dürfte) für 160.000 Euro 3 seiner ehelichen Kinder verkauft hätte (innerhalb der letzten 10 Jahre), um die Insolvenz seiner ehemaligen Firma zu verhindern. Außerdem ist bekannt, dass der Vater Münzen hat, verschiedene Fahrzeuge auf ihn zugelassen waren usw. Eine Aufstellung des Vermögens ist mit Sicherheit „friedlich“ nicht machbar, denn es wird bereits jetzt von der „Familie“ „gemauert“. Wie können die vorehelichen Kinder ohne Information der „Familie“ Auskünfte über die tatsächlichen Vermögenswerte erhalten? Ist dies über einen Anwalt oder das Amtsgericht möglich?

1. Die Fristen beginnen erst zu laufen, wenn die Kinder davon Kenntnis erlangen, dass sie nicht Erbe geworden sind.
Es schadet aber sicher nichts nachzufragen, ob es ein notarielles Testament gibt, wenn Sie den Notar kennen oder dies irgendwo hinterlegt ist.

2. Die Kinder haben sowohl als Erben als auch als Pflichtteilsberechtigte einen Auskunftsanspruch gegen die anderen Erben bzw. Erbschaftsbesitzer. Dieser Anspruch ist gerichtlich einklagbar und kann daher problemlos von einem Rechtsanwalt geltend gemacht werden.

Rückfrage vom Fragesteller 01.07.2008 | 14:16

Sehr geehrte Frau RA Hülsemann,

zu 1) Ihre Antwort hierzu ist mir leider nicht ganz verständlich - wie kann eines der Kinder erfahren, dass es nicht Erbe geworden ist, wenn man davon ausgeht, dass das Kind kaum Kontakt zur Familie hat? Der Notar ist dem Kind nicht bekannt - wo kann man sich sonst hinwenden, wenn man nicht sofort den Rechtsweg einschlagen möchte?

Zu 2) - vielen Dank, das ist sehr verständlich.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.07.2008 | 16:17

Wenn die Kinder aus der ehelichen Gemeinschaft einen Erbschein aufgrund einer Erbeneinsetzung von Testaments wegen beantragen, müssen sie auch die anderen gesetzlichen Erben mitteilen. Dies sind die vorehelichen Kinder. Diese bekommen den Erbscheinsantrag zugestellt und erfahren somit, dass sie nicht Erbe geworden sind. Die ehelichen Kinder können die vorehelichen Kinder damit nicht einfach unter den Tisch fallen lassen.

Um zu klären, ob nur Schulden da sind (Überschuldung des Nachlasses) oder ob es etwas zu erben gibt, sollten die Kinder in jedem Fall die Ehefrau zur Auskunft über den Nachlass auffordern. Damit kann auch gleichzeitig geklärt werden, ob die Erbschaft auszuschlagen ist. Solange noch nichts Gegenteiliges bekannt ist, dass es kein Testamnt gibt, sollten die Kinder davon ausgehen, dass sie Erbe geworden sind. Die Aufforderung hat auch den Vorteil, dass auf diesem WEge herausbekommen werden kann, ob es ein Testamen gibt. Dies wird den Kindern voraussichtlich dann als Antwort schon mitgeteilt werden.


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