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Pflichtteil und Nachlassverzeichnis anfordern

| 12.08.2018 16:15 |
Preis: 52,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Guten Tag,

wir wurden vom Nachlassgericht informiert das unsere Mutter am 10.05.2018 verstorben ist. Das Schreiben ist auf dem 12.07.2018 datiert und enthält „Die Bekanntgabe gilt mit Ablauf von 3 Tagen nach der am 03.08.2018 erfolgten Aufgabe der Sendung zur Post als bewirkt". Dem Schreiben ist das Notar-Testament vom 22.03.2012 der Mutter beigefügt in dem ein Enkel als Alleinerbe eingesetzt ist. Weiterhin ist dem Schreiben das gemeinschaftliche Notar-Testament der Eltern vom 20.10.2000 beigefügt in dem der Längstlebende Alleinerbe ist und er das Recht hat, dieses Testament zu ändern oder zu widerrufen. Laut dem gemeinschaftlichen Testament sollten wir drei leiblichen Kinder erben, wenn beide Elternteile versterben.

Keiner von uns drei Kindern wurde über den Tod des Vaters am 20.05.2005 informiert.

Unsere Fragen:

1. Wie bekommen wir raus ob der Enkel das Erbe angenommen hat? Was passiert wenn er das Erbe ablehnt?

2. Wann können wir ein Nachlassverzeichnis vom Haupterben fordern und mit welchen Fristen?

3. Warum wurden wir nicht zeitnah über den Tot des Vaters informiert um eventuell unseren Pflichtteil zu bekommen? Wer hätte uns informieren müssen? Kann hier noch etwas unternommen werden?

4. Welchen prozentualen Pflichtteil hätte jeder von uns drei Kindern wenn der Haupterbe das Erbe antritt?

Danke & Gruß
12.08.2018 | 19:43

Antwort

von


(160)
Saalestraße 20
63667 Nidda
Tel: 06043 801 59 60
Web: http://ra-krueckemeyer.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

1. Sie können dies beim Nachlassgericht erfragen. Warten Sie dazu die Ausschlagungsfrist (6Wochen) ab. Das Erbe muss nämlich nicht angenommen sondern muss ausgeschlagen werden. Da Sie im Falle einer Ausschlagung gesetzliche Erben würden, haben Sie ein berechtigtes Interesse.
Wenn der testamentarische Erbe das Erbe ausschlägt, tritt die gesetzliche Erbfolge ein.

2. Vom Haubterben können Sie sofort Auskunft über die Höhe des Erbes fördern. Die Frist ist hier Einzelfall abhängig. Sollte der Erbe nicht reagieren oder Sie immer wieder vertrösten, empfehle ich die Beauftragung eines Rechtsanwaltes der Sie auch bei der gerichtlichen Durchsetzung Ihrer Interessen vertreten wird.

3. Da kann ich nur spekulieren. Das wahrscheinlichste ist, dass Ihre Mutter bei Beantragung eines Erbscheins angegeben hat, dass keine weiteren Erben vorhanden sind. Anderenfalls hätte das Nachlassgericht sie informieren müssen. Da Sie erst jetzt vom Tod Ihres Vaters erfahren haben, können Sie hier noch Ihre Pflichtteilsansprüche geltend machen.

4. Der Pflichtteil ist die Hälfte des gesetzlichen Erbteils. Bei drei Kindern würde jedes Kind 1/3 erben, der Pflichtteil liegt somit bei 1/6 pro Kind.

Ich hoffe Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 14.08.2018 | 21:23

Sehr geehrter Herr Krueckemeyer,

besten Dank für Ihre Antworten. Wir hoffen Sie können uns noch Antworten auf diese beiden Rückfragen geben:

Frage zu 2:
Wir habe uns eine aktuelle Melderegisterauskunft besorgt und lassen dem Haupterben per Gerichtsvollzieher unsere Auskunftsansprüche per Standardanschreiben überbringen. Als Frist halten wir 6 Wochen als ausreichend. Ist das so OK?

Frage zu 3:
Hier hat sich durch Nachfragen beim Standesamt ergeben, dass zwar die Sterbeurkunde 2005 eingegangen ist, aber dadurch das der Vater 1944 in Österreich geboren wurde, dass Nachlassgericht nicht informiert wurde. Hat hier schon 2000 der Notar eventuell schon beim Testament einen Fehler gemacht? Im Testament sind die Geburtsdaten des Vaters richtig mit Österreich angegeben.

Danke & Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.08.2018 | 21:39

Sehr geehrter Fragesteller,

Vielen Dank für ihre Nachfrage.

2. 6 Wochen halte ich für großzügig bemessen.

3. Ich sehe den Fehler des Notars nicht. Vielleicht können wir diese Nachfrage klären wenn Sie mir via E-Mail erläutern wie Sie es meinen.
In jedem Fall ist die Fehlerursache aber unbeachtlich. Wenn dadurch Ihre Kenntnis vom Tode nicht stattgefunden hat, können Sie jetzt noch Pflichtteilansprüche geltend machen. Nur falls dies scheitern kommt ein Regress beim "Schuldigen" in Betracht.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


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Bewertung des Fragestellers 16.08.2018 | 06:42

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