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Pflichtteil oder nicht

| 16.05.2017 16:27 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Guten Tag, mein Vater ist im Juli 16 versorben.
Meine Mutter ist noch am Leben. Ich habe noch eine 5 Jahre jüngere Schwester.
Nach dem Tod des Vaters, hat meine Mutter ein handschriftliches Testament beim Notariat abgegeben. In diesem steht, dass nach dem Tot des letzten überlebenden, also wenn beide Eltern verstorben sind, meine Schwester und ich zu gleichen Teilen das vorhandene Haus erben sollen.
Mir kam das ganze ein bisschen komisch vor, weil ein paar Tage nach dem Tod des Vaters meine Mutter etwas anderes gesagt hatte. Von wegen Wohnrecht und meine Schwester hätte das Haus schon im Vorfeld bekommen.
Deshalb habe ich meinen Pflichtteil geltend gemacht.
Jetzt hat mir der Anwalt meiner Mutter ein Erbverzeichnis geschickt. In diesem steht, dass das Haus schon im Jahr 2013 von einem Gutachter auf 150 000 Euro geschätzt wurde und das Haus im August 2014 an meine Schwester für 110 000 Euro in monatlichen Raten in Höhe von 400 € verkauft wurde.
Meine Mutter habe das Wohnrecht.
Was soll das jetzt heißen? Gehe ich jetzt leer aus?
Was hat es mit dem zuvor abgegebenen Testament auf sich?
Bin gerade ziemlich ratlos.
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Nach Ihrer Schilderung gehe ich davon aus, dass Ihre Eltern vermutlich ein gemeinschaftliches Testament errichet haben in dem sie sich gegenseitig zu Alleinerben eingesetzt und als Erben des letztverstorbenen die beiden Kinder bestimmt haben.

2.
Ungeachtet dieses Testaments stand es den Eltern frei, über das Hausgrundstück zu Lebzeiten zu verfügen und es zu veräußern.

Hier war es wohl so, dass die Eltern das Hausgrundstück nach Einholung eines Wertgutachtens 2013 an Ihre Schwester verkauf haben.

Ein solcher Verkauf war rechtlich möglich und wirkam. Ihre Zustimmung war nicht erforderlich.

3.
Wenn es sich bei dem Hausgrundstück um einen wesentlichen Vermögenswert der Eltern gehandelt hat, ist denkbar, ´dass kein nennenswerter Nachlass vorhanden ist.

Es ist ebenso denkbar, dass kein nennenswerter Pflichtteilsanspruch besteht.

Auch der Nachlass Ihrer Mutter wird das Hausgrundstück nicht mehr umfassen. Sie hätten es auch nicht mehr geerbt.

Ich bedauere Ihnen keine günstigerere Nachricht geben zu können.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 16.05.2017 | 17:32

Vielen Dank für die Antwort.
Eine Frage habe ich noch...
Was wäre gewesen, wenn meine Eltern das Haus meiner Schwester geschenkt hätten?

Aus welchem Grund haben meine Eltern dann im Jahr 2015 ein Testament verfasst in dem steht, dass nach deren Tod meine Schwester und ich jeweils die Hälfte des Hauses erben?

Wenn meine Schwester schon 2014 im Besitz des Hauses war?

Freundliche Grüße

Rückfrage vom Fragesteller 16.05.2017 | 17:44

Vielen Dank für die Antwort.
Eine Frage habe ich noch...
Was wäre gewesen, wenn meine Eltern das Haus meiner Schwester geschenkt hätten?

Aus welchem Grund haben meine Eltern dann im Jahr 2015 ein Testament verfasst in dem steht, dass nach deren Tod meine Schwester und ich jeweils die Hälfte des Hauses erben?

Wenn meine Schwester schon 2014 im Besitz des Hauses war?

Freundliche Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 16.05.2017 | 18:08

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Nachfrage:

1.
Wenn Ihre Eltern dasb Hausgrundstück an Ihre Schwester geschenkt hätten, hätten Sie einen Pflichtteilsanspruch nach §B 2325 Abs. 1 BGB:

"Hat der Erblasser einem Dritten eine Schenkung gemacht, sokann der Pflichtteilsberechtigte als Ergänzung des Pflichtteils den Betrag verlangen, um den sich der Pflichtteil erhöht, wenn der verschenkte Gegenstand dem Nachlass hinzugerechnet wird".

2.
Das Testament ist hinsichtlich des Hausgrundstücks, das nicht mehr Eigentum der Eltern war, unsinnig und wirkungslos. Die Eltern konnten im Testament wirkame Verfügungen über ihr damals VORHANDENE Vermögen treffen. Möglicherweise hatten sie vergessen, das sie nicht mehr Eigentümer des Grundstücks waren.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Moosmann

Bewertung des Fragestellers 16.05.2017 | 18:13

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