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Pflichtteil für Sohn und Vater?


| 19.11.2007 18:49 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling



Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin,
sehr geehrter herr Rechtsanwalt!

Ich bin alleinige Eigentümerin eines Wohnhauses, habe Ersparnisse, zwei Lebensversicherungen + eine Unfallversicherung.

Aus Gründen, auf die ich hier nicht näher eingehen will, möchte ich, dass mein einziger Sohn im Falle meines Todes zunächst nur den Pflichtteil erhält, mein Vater (über 80 Jahre alt) nichts. Meine Mutter ist bereits verstorben.

Alleinerbe meines Vermögens soll mein zukünftiger Ehemann (wir heiraten im Frühjahr 2008) sein. Nach dessen Ableben sollen meine Schwester C. und mein Sohn je die Hälfte des ursprünglichen, dann noch vorhandnen Vemögens erben.

Fragen:
1. Kann ich ein solches Testament machen?
2. Bleiben Lebensversicherungen + Unfallvers. dabei außen vor?

Vielen Dank für Ihren Rat.

Freundliche Grüße

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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Ihr Vater hat keinen Erbanspruch, auch kein Pflichtteilsanspruch, so lange noch Abkömmlinge von Ihnen (Ihr Sohn) leben.

Ihrem Sohn steht der Pflichtteilsanspruch zu, wie Sie zutreffend verfügen möchten.

Sie können für Ihre Testamentsgestaltung zwei Varianten wählen.

In einem alleinigen Testament können Sie Ihren zukünftigen Ehemann als Vorerbe einsetzen und nach seinem Ableben Ihren Sohn und Ihre Schwester als Nacherbe gem. §§ 2100 ff BGB (sh.: www.gesetze-im-internet.de/bgb/index.html). Ihr Ehemann wäre dann im Rahmen des § 2113 BGB bzgl. Verfügungen über das Grundstück/Haus beschränkt, sofern eine Verfügung das Recht der Nacherben beeinträchtigen würde. Diese Beschränkung kann allerdings im Testament ausgeschlossen werden.

Eine weitere Möglichkeit wäre, nach Ihrer Hochzeit mit Ihrem Ehemann ein gemeinschaftliches Testament zu erstellen. Sie können darin sich gegenseitig als Erben einsetzen und als letzten Erben dann Ihren Sohn und Schwester. Es besteht auch hier die Variante der Vor- und Nacherbschaft.

Ob die Leistungen aus der Lebens- bzw. Unfallversicherung zur Erbmasse gehören oder direkt auf den Berechtigten übergehen, lässt sich ohne genaue Kenntnis der Verträge nicht genau sagen. Meist ist es jedoch so geregelt, dass Leistungen aus der Unfallversicherung zur Erbmasse gehören und die aus der Lebensversicherung dem Berechtigen zufallen. Ich empfehle Ihnen hierzu Ihre Versicherung zu kontaktieren, da diese Ihre Vertragsgestaltung am besten kennt.

Ich hoffe meine Antwort genügt Ihnen für eine erste Orientierung im Rahmen der Erstberatung und ich darf darauf hinweisen, dass meine Ausführungen auf Ihrer Sachverhaltsdarstellung beruhen.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen oder den Entwurf eines Testamentes übernehme ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung. Eine Mandatsausführung kann unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc..


Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin

Enderstr. 59
01277 Dresden
Tel.: 0351/2 69 93 94
Fax: 0351/2 69 93 95
e-mail: sperling@anwaltskanzlei-sperling.de
www.anwaltskanzlei-sperling.de


Nachfrage vom Fragesteller 19.11.2007 | 20:49

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin!

Ich danke Ihnen für die prompte und aufschlussreiche Antwort, bitte Sie aber noch um Beanrtwortung folgender Nachfrage:

Kann ich das Erbe oder dessen Höhe an eine Bedingung knüpfen, z.B. dass der Erbe / die Erbin sich persönlich verpflichtet, für meine Katze zu sorgen, solange das Tier lebt.
Danke!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.11.2007 | 11:41

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie können diesen Wunsch als Auflage gestalten. Jedoch sollte dann auch aufgenommen werden, wer für den Fall das der Auflage nicht nachgekommen wird, Erbe werden soll.

Ohne eine solche Regelung würden Ihr Mann und Ihr Sohn als gesetzliche Erben den Nachlass dennoch erhalten.

Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin

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