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Pflichtteil - Schenkung - Kann ich nach 2 Jahren noch meinen Anspruch geltend machen?


| 31.07.2006 18:03 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stephan Bartels



Sehr geehrte Damen und Herren,
nach dem Tode meines Vaters im Mai 2004 habe ich einen Teil meines Pflichtteils durch die Erbin ohne Probleme ausgezahlt bekommen.
Mein Vaters besaß eine FEWO in der Türkei, in die nach seinem Tode eingebrochen wurde. Die Wohnung wurde angeblich total verwüstet. Sie ist anscheinend unverkäuflich.
Die Hälfte der Wohnung wurde innerhalb der letzten 10 Jahre vor seinem Tode der damaligen Lebensgefährtin geschenkt. Diese wird jetzt betreut und lebt von Sozialhilfe.
Ich wollte die Erbin nicht in finanzielle Schwierigkeiten bringen und habe daher bis heute darauf verzichtet, Ansprüche, die die Wohnung betreffen, geltend zu machen. Allerdings brauchen wir jetzt selbst das Geld...
Meine Fragen: Kann ich auch nach gut 2 Jahren noch den Anspruch geltend machen? An wen muss ich mich wenden: an die Erbin oder an die damalige Lebensgefährtin bzw. das Sozialamt??? Wie wird der Wert der Wohnung berechnet? Wert zum Zeitpunkt des Todes? Muss dieser durch einen Gutachter ermittelt werden?
Vielen Dank für die Beantwortung und einen schönen Abend!

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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich vor dem Hintergrund Ihres Einsatzes und aufgrund der von Ihnen mitgeteilten Informationen im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworte:

1. Der Anspruch auf den Pflichtteil verjährt innerhalb von 3 Jahren ab dem Zeitpunkt in dem Sie Kenntnis vom Tode Ihres Vaters und von Ihrer Enterbung erlangt haben. Eine Verjährung Ihres Pflichtteilsanspruchs käme somit frühestens im Mai (dem Todestag Ihres Vaters) 2007 in Betracht. Einer Geltendmachung bis zu diesem Tag steht somit nichts entgegen.

2. Ihren Pflichtteil können Sie ausschließlich gegenüber den Erben Ihres Vaters geltend machen. Nach Ihren Schilderungen gab es nur eine Erbin. Die vormalige Lebensgefährtin ist zwar durch die Schenkung Miteigentümerin der Wohnung geworden, kommt aber, mangels Erbenstellung, als Anspruchsgegnerin für Sie nicht in Betracht. Eben so wenig das Sozialamt, da auch insoweit kein Eintritt in die Erbenstellung vorliegt, auch dann nicht, wenn Miteigentümerin Leistungen vom Sozialamt erhält.

3. Den Wert der Wohnung können Erben und Pflichtteilsberechtigte entweder einvernehmlich festlegen (z.B. auf der Grundlage des Marktpreises vergleichbarer Wohnungen) oder aber, falls eine Einigung nicht möglich ist, durch ein Gutachten ermitteln lassen. Die Kosten für das Gutachten gehen zu Lasten des Nachlasses, mindern also auch den Pflichtteil. Es kommt auf den Wert im Zeitpunkt des Erbfalls an.

Ich hoffe die Frage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Stephan Bartels
Rechtsanwalt, Hamburg

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