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Pflichtteil Hofübergabe in Bayern


27.02.2007 10:31 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Schweizer



Hallo,

meine Eltern bewirtschafteten einen Hof in Bayern. Lt. meinem Bruder wurde ihm der Hof vor ca. 25 Jahren übergeben. Ich selbst habe keine Unterlagen darüber und habe auch keine Pflichtteisansprüche gestellt. Mein Bruder hatte zu dieser Zeit bereits einen Ganztages-Job und bewirtschaftete den Hof als Nebenerwerb. Nach und nach verpachtete er allerdings die Felder und stellte auch die Schweinezucht ein. Auch die Maschinen, Traktor usw. wurden verkauft und der Getreidespeicher wurde zu einem Partysaal umgebaut.

Nachdem mein Vater vor 4 Jahren verstorben ist, erhielt ich vom Nachlassgericht eine Kopie eines Ehe- und Erbvertrages meiner Eltern, in dem steht, dass ich von der Erbfolge ausgenommen bin. Letztes Jahr verstarb auch meine Mutter.

Da ich momentan in einer finanziellen Notlage bin, möchte ich gerne wissen, welche Ansprüche ich gegen meinen Bruder habe.

Mit freunlichen Grüßen

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Sehr geehrter Herr,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben und Einsatzes beantworten möchte:

Da Sie von der Erbfolge ausgenommen sind, können Sie von Ihrem Bruder den Pflichtteil verlangen. Dieser besteht in der Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils (§ 2303 Abs. 1 BGB).

Zu diesem Zweck hat Ihnen Ihr Bruder über den Bestand des Nachlasses Auskunft zu erteilen, z. B. durch Vorlage eines Nachlassverzeichnisses (§ 2314 BGB).

Bei der Berechnung des Pflichtteils wird der Bestand und der Wert des Nachlasses zurzeit des Erbfalls zugrunde gelegt (§ 2311 BGB).
Eine Schenkung bleibt dabei unberücksichtigt, wenn zurzeit des Erbfalls zehn Jahre verstrichen sind (§ 2325 Abs. 3 BGB), sodass der Hof nicht mit in die Berechnung einzubeziehen ist, da er bereits vor ca. 25 Jahren auf Ihren Bruder übergegangen ist. Unerheblich ist in diesem Zusammenhang, was Ihr Bruder in der Zwischenzeit mit dem Hof gemacht hat.

Bitte beachten Sie, dass der Pflichtteilsanspruch grundsätzlich innerhalb von drei Jahren geltend gemacht werden muss (§ 2332 Abs. 1 BGB).

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte und weise bei Unklarheiten auf die kostenlose Nachfragefunktion hin.
Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit besten Grüßen
RA, Dipl.-Fw. Schweizer

E-Mail: reinhard.schweizer@gmx.net

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, sodass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.
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