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Pflichtteil Entzug


22.12.2006 01:00 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Hallo!
hab schon alle Fragen durchsucht und keinen vergleichbaren Fall finden können.

1.Meine Mutter ist 2001 verstorben.Mein Vater lebt noch
Bis dahin hatten wir "normalen" familiären Kontakt.
Habe eine 3 Jahr jüngere Schwester
2.Nach der Beisetzung wurde ich von meinem Vater mündlich
informiert,das die Testamentseröffnung bevorstehe und ich
mich, "mit seinen Worten" nicht verrückt machen soll,
wenn dort die Pflichteilenterbung vermerkt sei und das alles
nur Pro Forma sei,weil ich ergänzende Sozialilfe als Darlehen
bekam und um Forderungen des Sozialamtes zu umgehen.

3. musste ich mich über den
Wortlaut doch sehr sehr wundern!

4.Nach Zustellung des Testamentes hat mich mein Vater mit
diversen Aussagen bis zur Verjährung des Widerspruchs
hingehalten .

5.Die erste anwältliche Beratung besagte das es nach 1 Jahr
verjährt wäre und ich nichts mehr tun könne.

6. Vor 1 Jahr habe ich erfahren das nicht nur 1 Jahr sondern 3
Jahre Widerspruchsmöglichkeiten bestanden hätten,
diese aber nun entgültig verjährt seien.

7. Frage: Habe ich nach dem Tod meines noch lebenden Vaters
bei einer erneuten Testamentseröffnung die
Möglichkeit,meinen Pflicherbteil wieder zu bekommen.

Testament hat folgenden Inhalt:
Wir wollen ein gemeinschaftliches,wechselbezügliches Testament
errichten .....

1. Wir setzen uns gegenseitig der Erststerbende den Längstlebenden als alleinigen und unbeschränkten Erben ein.

2.Jeder von uns beruft,sowohl für den Fall daß er der Längstlebende ist,zu seinem alleinigen Erben unsere gemeinsame Tochter B (meine Schwester)

Sollte der Erbe vor dem Erbfall versterben,so treten seine Abkömmlinge über die gesetzliche Erbfolge an seine Stelle
(meine Schwester hat 2 Kinder),mehrere zu gleichen Anteilen.

Wir haben noch eine weitere Tochter(mich)
Sie hat zu uns kein Verhältnis mehr und ist in die Drogenscene gerutscht.Sie hat eine 8 monatige U-Haft hinter sich bringen müssenund lebt von Sozialhilfe.Das Sozialamt ist soweit an uns herangetretendaß wir leistungen für unsere Tochter erbringen müssen.Sie ist uns gegenüber aufdringlich,sa daß wir Angst um unser Leben haben.Dieser Tochter entziehen wir ihren Pflichteil.

3.Weitere Verfügungen von Todes wegen wolen wir nicht treffen.

4. Sämtliche in unserem gemeinschaftlichen testament getroffenen Verfügungen sind wechselbezüglich.
Auf das Anfechtungsrecht wegen Übergehung eines Pflichteilberechtigten verzichten wir.

5. Belehrungen

Wir wurden weiter darüber belhrt,daß wir gemeinsam dieses testament insgesamt aufheben oder in einzelnen Punkten ändern können und ein jeder berechtigt ist,zu Lebzeiten seine letzwillige Verfügung zu ändern.
Das Recht zum Wideruf erlischt mit dem Tod des Ehegatten.
Das gilt insbesondere für die Einsetzung unserer Kinder,
auch bei erneuten Heirat und/oder der geburt/Adoption eines Kindes die Erbeinsetzung unserer Kinder nicht ändern kann.

Als Wert unseres Vermögens geben wir an mit ca. 250.000 DM


Was habe ich noch für Rechte nachdem ich durch anfängliche falsche anwältliche Beratung die Widerspruchfrist verfallen lassen habe.

Mein Lebenswandel hat sich geändert.
Zum Zeitpunkt der Testamenterstellung war das familiäre verhältnis trotz meiner damaligen drogensucht okay und es gab nicht Bedrohungen oder körperliche Auseinandersetzungen.
Im Gegenteil,meine Mutter hat noch im Jahr 1999/2000 Blumenbeete mit mir eingepflanzt,Geburtstage wurde gefeiert.
Das wissen alle Verwanten und Bekannten.
Wir wohnen auf dem Dorf da könnten eventuelle Zeugen dafür gefunden werden,die bezeugen können das es kein totales Zerwürfnis gab und regelmäßige Kontakte bestanden.

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sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Eltern haben nach dem von Ihnen zitierten Wortlaut ein sogenanntes "Berliner"Testament geschlossen.
Danach ist nach dem Tode Ihrer Mutter Ihr Vater Alleinerbe geworden.
Ihre Schwester soll erst Alleinerbin werden,wenn auch Ihr Vater verstirbt.
Von dem,was Ihr Vater einmal an etwaigem Aktivnachlass hinerlassen wird,steht Ihnen dann der Pflichtteil(also die Hälfte Ihres gesetzlichen Erbteis )zu.
Diesen Pflichtteil können Sie dann nach dem Tode Ihres Vaters innerhalb der drei-Jahresfrist verlangen.

Sofern im zukünftigen Nachlassfall Ihres Vaters noch etwas vom Aktiv-Erbe der vorverstorbenen Mutter (wie gesagt,hat dies der Vater allein als überlebender Ehemann geerbt)vorhanden ist,erstreckt sich Ihr zukünftiger Pflichtteil auch auf diesen Vermögenswert.


Mit freundlichen Grüßen

Dorothee Mertens
Rechtsanwältin
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