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Pflichtteil, Zuwendungen

| 09.02.2009 22:59 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Wolfram Geyer


Sehr geehrte Damen und Herren !

Es gibt laut Testament einen Alleinerben, ich bin einziger Pflichtteil-
berechtigter.
Ich habe in den letzten 10 Jahren vor dem Tod des Erblassers und
auch früher von ihm Zuwendungen (Geld) erhalten.
Sind diese Zuwendungen für den Pflichtteil ( ohne dass ein Ergän-
zungsanspruch gestellt wird ) von Bedeutung ?
Gilt für die Pflichtteilberechnung nur der beim Tod vorhandene Nach- lass ?
Zuwendungen nach § 2315 BGB gab es nicht.
Bei der Antwort bitte ich Angabe der relevanten §§.

Freundliche Grüße unde besten Dank !

Sehr geehrter Ratsuchender,

grundsätzlich können Sie als Pflichtteilsberechtigter nach § 2303 Abs. 1 BGB die Hälfte des gesetzlichen Erbteils beanspruchen, ohne dass die von dem/der Erblasser(in) an Sie geleisteten unentgeltlichen Zuwendungen „automatisch“ zugunsten des Alleinerben berücksichtigt werden.
Denn ein Fall des § 2315 BGB liegt nach Ihren Angaben nicht vor, der/die Erblasser(in) hat demnach keine Anrechnungsverfügung getroffen.

Nur wenn der Alleinerbe zu dem Kreis der nach § 2303 Abs. 1 BGB Pflichtteilsberechtigten zählt (nach Ihren Angaben anscheinend nicht), kann dieser Pflichtteilsergänzungsansprüche
gemäß §§ 2325, 2329 BGB geltend machen und so Ihren Pflichtteil schmälern.

Für die Pflichtteilsberechnung ist somit auch nur der im Todeszeitpunkt vorhandene Nachlass maßgeblich, da es hier nicht zu einer fiktiven Zurechnung von Schenkungen im Rahmen von Ergänzungs- oder Ausgleichsansprüchen (vgl. §§ 2050 ff BGB) kommen kann.

Ich hoffe, ich konnte Ihre erbrechtlichen Fragen in der gebotenen Kürze verständlich beantworten. Wenn noch Etwas unklar oder offen geblieben ist, können Sie gerne
nachfragen.

Bitte beachten Sie, dass im Rahmen einer Erstberatung nicht immer eine absolut verbindliche rechtliche Einschätzung möglich ist, insbesondere soweit unbekannte Details des Einzelfalles nicht berücksichtigt werden können.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 16.02.2009 | 12:15

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