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Pflichterbteilberechnung, Ermittlung des Nachlass-Werts

| 14.04.2009 23:47 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


Ein Ehepaar lebt in notariell beglaubigter Gütergemeinschaft.
Der Ehemann hat aus 1. Ehe eine leibliche Tochter.

Ca. 1 Woche vor dem Ableben des Ehemannes hebt die Ehefrau mit schriftlichem Einverständnis ihres Ehemanns von einem gemeinsamen Sparbuch den hierauf befindlichen Restbetrag von 24.000.- € in bar ab, läßt das Sparbuch löschen und zahlt den Betrag bei einer anderen Bank auf ein Konto ein, über das nur sie allein verfügungsberechtigt ist.

Die leibliche Tochter wurde in einem notariell verfassten Testament enterbt, hat jedoch Anspruch auf das Pflichterbteil.
Ist die Hälfte des abgehobenen Barbetrags, also 12.000.- € bei der Ermittlung des Nachlass- Vermögens zu berücksichtigen, aus dem sich der Pflichterbteil der Stieftochter berechnet?

Sehr geehrter Fragesteller,

1.
die mögliche Zuordnung des Geldes zum Nachlass richtet sich zunächst danach, wer Eigentümer des Geldes ist. Gemäß § 430 BGB wird bei einem gemeinsamen Konto vermutet, dass jeder der Ehepartner Eigentümer der Hälfte des Vermögens ist, Allerdings kann auch mittels einer internen Absprache zwischen den Ehepartnern eine andere Eigentumsverteilung vereinbart worden sein.

Wenn ein Teil des abgehobenen Vermögens des gemeinsamen Kontos im Eigentum des Erblassers gestanden haben sollte, ist zu prüfen, wie das schriftliche Einverständnis zum Abheben des Geldes und Löschung des Kontos zu interpretieren ist. Möglich wäre z. Bsp. eine Schenkung an die Ehefrau.

Selbst dann hätte jedoch die leibliche Tochter einen Anspruch auf den Pflichtteilsergänzungsanspruch; § 2325 BGB. Dies würde nicht den Nachlass erhöhen aber den Pflichtteilsanspruch gegen die Erben.

2.
Sie sollten daher in Ihrer Forderung hinsichtlich des Pflichtteils zunächst die Hälfte des abgehobenen Betrages in Ihre Pflichteilsforderung berücksichtigen. Sollte sich die Ehefrau auf eine andere interne Abrede über das Eigentum des Geldes berufen, hätte diese die interne Abrede zu beweisen.

3.
Ich weise daraufhin, dass die Stieftochter des Erblassers keinen Pflichtteilsanspruch gegen die Erben hat; §2303 BGB.


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Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
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Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

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