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Pflichten eines Erben


11.09.2005 18:02 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Hallo,

mein Vater ist vor zwei Jahren verstorben und hat
mich als Alleinerbin eingesetzt.
Nun bekam ich vor einigen Tagen einen Brief per
Einschreiben einer Rechtsanwältin der wie folgt
lautete:

In obiger Angelegenheit hat Ihr Vater einen Rechtsstreit
geführt, der nachdem Tode des Vaters unterbrochen wurde.
Ich darf Sie bitten, den Rechtsstreit wieder aufzunehmen und
entsende Ihnen zu Ihrer Information des Beschluss des Landgerichtes
bezgl. der Aussetzung des Verfahrens vom 02.08.2003 zu.

Übrigens geht aus dem Schreiben hervor, das mein Vater wohl der Beklagte ist.

Nun meine Frage:

Bin ich dazu verpflichtet den Rechtsstreit fortzuführen ?
Zumal ich gar keine Ahnung habe um was es geht.

Da mein Vater schon zwei Jahre tot ist, hat mich dies doch
sehr aufgewühlt und ich frage mich, wie lang da noch etwas
kommen kann. Muß ich jetzt mein Leben lang Angst haben das
irgendwelche Gläubiger (mir sind bis jetzt keine bekannt),
oder andere Leute kommen können und versuchen mich zu belangen.
Gibt es in solchen Fällen nicht auch irgendwelche verjährungsfristen ?

Besten Dank für Ihre Antwort !!!!

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Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Rechtsfragen beantworte ich anhand der von Ihnen übermittelten Informationen wie folgt:

1.
Mit dem Anfall der Erbschaft sind Sie als alleinige Rechtsnachfolgerin Ihres verstorbenen Vaters kraft Gesetzes als beklagte Partei in den Rechtsstreit eingetreten.

Offenbar verhält es sich so, dass Ihr Vater in dem Rechtsstreit anwaltlich vertreten war und sein Anwalt nach dem Tod Ihres Vaters die Aussetzung des Verfahrens beantragt hat.

2.
Sie haben daher jederzeit das Recht, durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Gericht, die der Gegenseite zuzustellen ist, die Fortführung des Prozesses zu bewirken.

Da Sie die Erbschaft wohl bereits angenommen haben, sind Sie hierzu leider auch verpflichtet!

Wenn Sie die Aufnahme des Verfahrens verzögern, kann die Gegenseite diese auch ohne Ihr Zutun erzwingen. Sie müssen dann zwar nicht vor Gericht erscheinen, riskieren dann aber ein Versäumnisurteil, das Sie zur Erfüllung der geltend gemachten Ansprüche verpflichtet.

Da Ihr Vater Beklagter gewesen ist, besteht für Sie auch die Möglichkeit, den geltend gemachten Anspruch anzuerkennen, wenn Sie von der Angelegenheit nichts mehr wissen und diese schnellstmöglich abschließen wollen.

Diese Vorgehensweise ist aber natürlich nur ratsam, wenn der Anspruch gegenüber Ihrem Vater auch begründet ist.

Deshalb sollten Sie unbedingt umgehend mit dem Rechtsanwalt Ihres verstorbenen Vaters in Kontakt treten. Dieser wird Sie umfassend zur Rechtslage und zum weiteren Vorgehen beraten.

3.
Während der Aussetzung des Verfahrens ist der Lauf von Verjährungsfristen bezogen auf die geltend gemachten Ansprüche unterbrochen.

Dies gilt auch für andere mögliche laufende Verfahren, an denen Ihr Vater beteiligt war.

Allerdings halte ich es für unwahrscheinlich, dass noch Anderweitiges auf Sie zukommen wird.
Denn es ist schon ungewöhnlich, dass in diesem Fall eine Benachrichtigung erst nach so langem Zeitablauf erfolgt ist.


Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen Klarheit verschafft zu haben.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt
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