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Pflichten beim Umgangsrecht


16.06.2007 10:27 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Hallo,

Meine Situation ist folgende. Ich lebe seit über 5 Jahren von der Kindesmutter getrennt. Wir waren nicht verheiratet und sie hat das alleinige Sorgerecht. Unser Sohn ist 7 Jahre alt und kommt diesen Sommer in die Schule. Unterhalt wird von mir immer regelmäßig und pünktlich bezahlt.

Bisher habe ich mein Kind min. alle 14 Tage am Wochenende bei mir gehabt. Meistens nach kurzfristiger Absprache auch öfter. Hier meine erste Frage: wie sieht die gesetzliche Regelung aus? Wie oft bin ich dazu verpflichtet mein Kind zu mir zu holen?

Da die Kindesmutter jetzt wieder ab August arbeiten geht verlangt sie nun zusätzlich von mir, dass ich meine Urlaubsplanung mit ihr abspreche. Sie hat mich nämlich darauf hingewiesen, dass es meine Pflicht ist, unseren Sohn 3 Wochen in den Sommerferien sowie 2 Wochen in den Herbst oder Osterferien zu mir zu nehmen. Ich bin berufstätig und habe nur 6 Wochen im Jahr Urlaub.

Die Frage ist nun, ob ich wirklich dazu verpflichtet bin 5 Wochen meines Urlaubs nach ihr zu planen? Muss ich lt. Gesetz meinen fast ganzen Urlaub in den Ferien planen auch wenn ich dazu nicht bereit bin?
Außerdem hat sie damit gedroht das sie mir im Falle der Zuwiderhandlung die Betreuungskosten für eine Private Kinderbetreuung in Rechnung stellen will.
Was sagt das Gesetz dazu aus? Welche „einklagbaren“ Pflichten habe ich zu dem Thema Ferien konkret zu erfüllen und welche Konsequenzen können auf mich zukommen?

vielen Dank für Ihre Hilfe

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Sehr geehrter Ratsuchender,


Sie haben in der Tat nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten gegenüber dem minderjährigen Kind.

Das Gesetz legt beiden Elternteilen gemeinsame Verantwortung und Sorge auf, aus der die Kindesmutter diese Pflichten ableitet.

Allerdings sind diese Pflichten so nicht "einklagbar", da sie dann, wenn der Vater das Kind offensichtlich nicht will, auch nicht umsetzbar wären, zumal es dann auch sicherlich dem Kindeswohl nicht förderlich wäre, gegen den Willen des Vaters bei ihm zu sein.

Hier können Sie also einer angedrohten Klage gelassen entgegensehen.


Die weitergehenden Konsequenzen liegen eher außerhalb des rechtlichen Rahmens:

Das Kind wird sich sicherlich "freuen", wenn der Vater nicht einmal die Ferien mit ihm verbringen will und die Distanz wird vermutlich vergrößert werden.

Die Kindesmutter wird sich "freuen", dass sie in der Ferien auch die Betreuung mit nicht unerheblichem Aufwand und ggfs. Kosten sicherstellen muss. An diesen Kosten werden Sie sich dann teilweise beteiligen müssen, sie stellen einen sogenannten Sonderbedarf dar.

Das Verhalten der Mutter stellt sicherlich keine Drohung dar. Die Problematik ist bei berufstätigen Eltern die, dass in den Ferien die Betreuuung der Kinder geregelt werden muss. Bekanntermaßen haben die Kinder weit aus mehr Ferien, als die Eltern Urlaub.

Insoweit wird in der Regel, die von der Kindesmutter angesprochene Regelung im Rahmen des Umgangsrechtes getroffen. Sie ist keine Pflicht. Es obliegt Ihnen allein, zu entscheiden, was Sie möchten; allerdings haben Sie dann auch mit den angesprochenen Konsequenzen zu rechnen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle




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