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Pflichten aus einem Angebot

13.07.2008 19:28 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Ich habe mir nachträglich einen Partikelfilter einbauen lassen.
Vor der Auftragserteilung habe ich mir eine Aufstellung der zu
erwartenden Kosten auflisten lassen. Dazu wurde mir eine Kunden-
information von BMW übergeben, die die voraussichtlichen (!)Kosten
auflistete. Auf Basis dieser Kundeninformation erteilte ich den
Auftrag. Jetzt erhielt ich eine Rechnung, die den ursprünglichen
Wert um rd. 400,-Euro übersteigt.
Die Werkstatt hat mich nicht darüber informiert, dass der Einbau
sich um 30% verteuern wird.
Muß ich nun diesen Preis zahlen, obwohl mir ein billigeres
Angebot gemacht wurde?

Sehr geehrter Fragensteller,

die Beantwortung Ihrer Frage erfolgt auf Grundlage der von Ihnen bereitgestellten Informationen. Meine Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Orientierung, da das Weglassen oder Hinzufügen von Details zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen kann. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich. Die Beantwortung Ihrer Frage im Rahmen dieser Plattform kann daher nicht die Beratung durch einen Rechtsanwalt vor Ort ersetzen.

Zur Sache:
Nach Ihrer Schilderung dürfte die Kundeninformation als unverbindlicher Kostenvoranschlag zu behandeln sein. Ein solcher listet die voraussichtlich anfallenden Kosten für die Werkleistung auf. Grundsätzlich darf der anschließende Rechnungsbetrag die im Kostenvoranschlag ausgewiesenen Kosten nicht wesentlich überschreiten. Von einer wesentlichen Überschreitung ist nach der Rechtsprechung auszugehen, wenn der Rechnungsbetrag die im Kostenvoranschlag ausgewiesenen Kosten um mindestens 10% bis 20% überschreitet. Die Rechtsprechung ist hierzu nicht eindeutig. Die Werkstatt hat den Kunden über die zu erwartenden wesentlichen Mehrkosten zu informieren, um dem Kunden die Wahl zwischen der Kündigung und der weiteren Ausführung des Werkvertrags zu ermöglichen. Erfolgt -wie in Ihrem Fall- keine Information durch die Werkstatt, macht diese sich regelmäßig schadensersatzpflichtig. In Ihrem Fall dürfte die Werkstatt daher lediglich einen Anspruch auf die im Kostenvoranschlag angegebene Summe zuzüglich der zulässigen Überschreitung in Höhe von ca. 20% haben. Ich empfehle, dies der Werkstatt schriftlich mitzuteilen und die Rechnung in Höhe der oben angebenen Summe zu begleichen.

Für eine abschließende Beurteilung des Sachverhalts empfehle ich, die Rechtslage mit einem Rechtsanwalt Ihres Vertrauens konkreter zu erörtern. Bitte beachten Sie, dass hierbei weitere Kosten entstehen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort eine erste Orientierung gegeben zu haben.

Für eine Nachfrage stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Maurice Moranc
Rechtsanwalt

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