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Pflichteilentzug-Berliner Testament


| 12.06.2007 18:12 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Meine Frage:
>
> 1.Meine Mutter ist 2001 verstorben.Mein Vater lebt noch
> Bis dahin hatten wir "normalen" familiären Kontakt.
> Habe eine 3 Jahr jüngere Schwester
> 2.Nach der Beisetzung wurde ich von meinem Vater mündlich
> informiert,das die Testamentseröffnung bevorstehe und ich
> mich, "mit seinen Worten" nicht verrückt machen soll,
> wenn dort die Pflichteilenterbung vermerkt sei und das alles
> nur Pro Forma sei,weil ich ergänzende Sozialilfe als Darlehen
> bekam und um Forderungen des Sozialamtes zu umgehen.
>
> 3. musste ich mich über den
> Wortlaut doch sehr sehr wundern!
>
> 4.Nach Zustellung des Testamentes hat mich mein Vater mit
> diversen Aussagen bis zur Verjährung des Widerspruchs
> hingehalten .
>
> 5.Die erste anwältliche Beratung besagte das es nach 1 Jahr
> verjährt wäre und ich nichts mehr tun könne.
>
> 6. Vor 1 Jahr habe ich erfahren das nicht nur 1 Jahr sondern 3
> Jahre Widerspruchsmöglichkeiten bestanden hätten,
> diese aber nun entgültig verjährt seien.
>
> 7. Frage: Habe ich nach dem Tod meines noch lebenden Vaters
> bei einer erneuten Testamentseröffnung die
> Möglichkeit,meinen Pflicherbteil wieder zu bekommen.
>
> Testament hat folgenden Inhalt:
> Wir wollen ein gemeinschaftliches,wechselbezügliches Testament
> errichten .....
>
> 1. Wir setzen uns gegenseitig der Erststerbende den Längstlebenden als
> alleinigen und unbeschränkten Erben ein.
>
> 2.Jeder von uns beruft,sowohl für den Fall daß er der Längstlebende
> ist,zu seinem alleinigen Erben unsere gemeinsame Tochter B (meine Schwester)
>
> Sollte der Erbe vor dem Erbfall versterben,so treten seine Abkömmlinge
> über die gesetzliche Erbfolge an seine Stelle
> (meine Schwester hat 2 Kinder),mehrere zu gleichen Anteilen.
>
> Wir haben noch eine weitere Tochter(mich)
> Sie hat zu uns kein Verhältnis mehr und ist in die Drogenscene
> gerutscht.Sie hat eine 8 monatige U-Haft hinter sich bringen müssenund lebt von
> Sozialhilfe.Das Sozialamt ist soweit an uns herangetretendaß wir leistungen
> für unsere Tochter erbringen müssen.Sie ist uns gegenüber aufdringlich,sa
> daß wir Angst um unser Leben haben.Dieser Tochter entziehen wir ihren
> Pflichteil.
>
> 3.Weitere Verfügungen von Todes wegen wolen wir nicht treffen.
>
> 4. Sämtliche in unserem gemeinschaftlichen testament getroffenen
> Verfügungen sind wechselbezüglich.
> Auf das Anfechtungsrecht wegen Übergehung eines Pflichteilberechtigten
> verzichten wir.
>
> 5. Belehrungen
>
> Wir wurden weiter darüber belhrt,daß wir gemeinsam dieses testament
> insgesamt aufheben oder in einzelnen Punkten ändern können und ein jeder
> berechtigt ist,zu Lebzeiten seine letzwillige Verfügung zu ändern.
> Das Recht zum Wideruf erlischt mit dem Tod des Ehegatten.
> Das gilt insbesondere für die Einsetzung unserer Kinder,
> auch bei erneuten Heirat und/oder der geburt/Adoption eines Kindes die
> Erbeinsetzung unserer Kinder nicht ändern kann.
>
> Als Wert unseres Vermögens geben wir an mit ca. 250.000 DM
>
>
> Was habe ich noch für Rechte nachdem ich durch anfängliche falsche
> anwältliche Beratung die Widerspruchfrist verfallen lassen habe.
>
> Mein Lebenswandel hat sich geändert.
> Zum Zeitpunkt der Testamenterstellung war das familiäre verhältnis trotz
> meiner damaligen drogensucht okay und es gab nicht Bedrohungen oder
> körperliche Auseinandersetzungen.
> Im Gegenteil,meine Mutter hat noch im Jahr 1999/2000 Blumenbeete mit mir
> eingepflanzt,Geburtstage wurde gefeiert.
> Das wissen alle Verwandten und Bekannten.
> Wir wohnen auf dem Dorf da könnten eventuelle Zeugen dafür gefunden
> werden,die bezeugen können das es kein totales Zerwürfnis gab und
> regelmäßige Kontakte bestanden.
Eingrenzung vom Fragesteller
12.06.2007 | 18:15
Eingrenzung vom Fragesteller
12.06.2007 | 18:16

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Sehr geehrte Rechtsratssuchende,
sehr geehrter Rechtsratssuchender,

gerne nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen im Zusammenhang mit dem im Berliner Testament angeführten Pflichtteilsentzug Stellung und beantworte diese wie folgt:

Dabei möchte ich zunächst darauf hinweisen, dass die von Ihnen genannten bzw. im Testament angesprochenen Umstände nicht dazu führen, dass Ihnen Ihr Pflichtteil begrenzt oder entzogen werden kann. Vielmehr steht Ihnen sowohl nach dem Erbfall Ihrer Mutter als auch nach dem Tode Ihres Vaters ein Pflichtteilsanspruch zu.

Hierbei sind beide Erbanfälle gesondert zu betrachten. Dies führt leider dazu, dass die Frist des § 2332 Abs. 1 BGB von 3 Jahren für die Geltendmachung des Pflichtteils hinsichtlich des Erbanfalls nach Ihrer Mutter offenbar nach Ihrer Sachverhaltsschilderung verstrichen ist.

Auf Ihre Frage, ob Sie nach dem Tod Ihres noch lebenden Vaters bei einer erneuten Testamentseröffnung die Möglichkeit haben, Ihren Pflichterbteil wieder zu bekommen, ist daher zu antworten, dass Sie bzgl. des Erbanfalls nach Ihrem Vater diesbzgl. Ihren Pflichtteil innerhalb der 3-Jahresfrist geltend machen können. Lediglich bzgl. des Erbanfalls nach Ihrer Mutter scheidet aufgrund Verjährung eine erfolgsaussichtsreiche Geltendmachung aus.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Anmerkungen weitergeholfen zu haben, wünsche Ihnen viel Erfolg und stehe Ihnen für etwaige Rückfragen und weitere Auskünfte gerne zur Verfügung.

Für das mir entgegengebrachte Vertrauen darf ich mich bei Ihnen bedanken und verbleibe
mit freundlichen Grüßen

Andrea Fey
Rechtsanwältin und Notarin

Nachfrage vom Fragesteller 12.06.2007 | 19:23

Liebe Frau Fey!
Erst einmal Vielen Dank für diese gute Nachricht.
Eine letzte kurze Frage habe ich noch dazu!
Ist es richtig,das mein Vater erst einmal alleiniger Erbe des gemeinsamen Vermögens ist,mit allen Verfügungsrechten?
Habe gehört,das er Probleme mit meinen Schwager hat, welcher sich bereits im Haus meines Vaters als Hausbesitzer fühlt.

Wenn er das Haus etc. verkaufen oder verschenken möchte,
könnte er dies problemlos tun ?

Eine einfache Ja oder Nein Antwort würde reichen.
Danke sehr
Liebe Grüße aus Hessen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.06.2007 | 20:39

Sehr geehrte Rechtsratssuchende,
sehr geehrter Rechtsratssuchender,

ja, aufgrund des Berliner Testaments wurde Ihr Vater zum Alleinerben nach Ihrer Mutter mit allen Verfügungsrechten. Er ist somit auch berechtigt, das Vermögen zu verkaufen, verschenken etc.

Mit freundlichen Grüßen
Andrea Fey
Rechtsanwältin und Notarin

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