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Pflichteilbetrag in Grundbuch eingetragen, wann wird bezahlt ?

09.06.2009 13:47 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Versuche hier eine Kurzversion zu geben :
Meine Mutter verstarb vor 10 Jahren , hatte ein Haus und 5 Kinder.
Dann stellte sich heraus, das meine Mutter das Haus einige Jahre zuvor (ca.5 Jahre) einer Schwester überschrieben hatte.
Es gab eine Menge Ärger....
Knapp 3 Jahre nach dem Tod meiner Mutter gab es eine Einigung aller 5 Geschwister beim Notar :
Die Schwester, die im Haus wohnte, blieb Eigentümerin, erkannte einen festesetzen Betrag als Schuld an, an ihre 4 Geschwister.
Diese Schuld wurde ins Grundbuch eingetragen und die Beträge sind "fällig und zahlbar" "spätestens beim Tod der Eigentümerin".

Meine Schwester verstarb im Februar und ihre 2 Kinder sind als neue Eigentümer des Hauses im Grundbuch eingetragen. Sie wollen das Haus verkaufen, lassen sich Zeit damit.

Jetzt meine Frage : Wann und wie kann ich meinen Betrag bekommen von den jetztigen Eigentümern, muss ich zum Anwalt, gib es da Fristen, wenn das Haus verkauft wird, muss ich dann Fremden hinterherlufen, um an dieses Geld zu kommen ?



Sehr geehrter Ratsuchender,

die Antwort auf Ihre Frage erfolgt ohne nährere Kenntniss der von Ihnen beschriebenen notariellen Einigung der Erben und kann daher nur als grober Anhaltspunkt dienen:

Nach Ihrer Schilderung gehe ich davon aus, dass die Angelegenheit selber nichts mehr mit dem ursprünglichen Erbe zu tun hat.

Die Einigung vor dem Notar dürfte eine Erbauseinandersetzung gewesen sein, in welcher sich die Erben geeinigt haben wer, was aus der Erbschaft bekommt.

Nach Ihrer Schilderung gehe ich ferner davon aus, dass zu Ihren Gunsten eine Grundschuld im Grundbuch eingetragen ist, welche zwischenzeitlich fällig ist.

Demnach können Sie von den jetzigen Eigentümern auch den in der Grundschuld festgelegten Betrag verlangen. Dies hängt nicht von einem Verkauf durch die Eigentümer ab. Notfalls müssen diese einen Kredit aufnehmen, um Ihre Forderung begleichen zu können, wenn sie sich nicht anders einigen.

Können Sie sich nicht einigen wann gezahlt wird und wird tatsächlich nicht gezahlt, können Sie auch jederzeit die Zwangsversteigerung des Grundstücks beantragen. In diesem Fall sollten Sie sich aber an einen Rechtsanwalt wenden.

Wenn auf die Grundschuld vollständig gezahlt wird, müssen Sie allerdings den Grundschuldbrief (sofern einer vorhanden ist) heraus geben oder eine Löschungsbewilligung zur Löschung der Grundschuld im Grundbuch erteilen.

Sie sollten zunächst einmal unter Hinweis auf die Grundschuld schriftlich die Zahlung von dem Eigentümern verlangen. Dazu benötigen Sie keinen Anwalt.

Sollten die Eigentümer kurzfristig einen Käufer finden, müssten Sie in den Vorgang ohnehin einbezogen werden, da vermutlich kein Käufer das Grundstück mit der Grundschuld erwerben wird.

Grundsätzlich macht es wegen der rechtlichen Komplexität einer solchen Angelegenheit, insbesondere wenn es um einen größeren Geldbetrag geht, Sinn einen Rechtsanwalt mit der Interessenvertretung zu beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Keller
Rechtsanwalt

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