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Pflichteilberechtigter - anteilige Bestattungskosten etc.


| 30.07.2007 11:37 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von



Die Erblasserin hat 2 Söhne ( Vater schon verstorben ).
1 Sohn ist alleiniger Vollerbe, ich ( 2. Sohn ) bin Pflichtteilberechtigter.
Hier handelt es sich nur um Barvermögen ( Sparbücher ).

Mein Pflichtanteil somit beträgt 25 %.

Frage : Muss ich folgende Kosten mitübernehmen, wenn ja, zu wieviel % ?
Bestattungsinstitut, Steinmetz ( Grabstein ), Bestattungsgeb.-Bescheid der Gemeinde?
Mutter wurde am ins Krankenhaus eingeliefert, wo sie noch am selben Tag starb.
Kosten des krankenhauses ( 1300,00 €), Kosten des Hausarztes ( 260,00 €), der die Einlieferung veranlasste, Kosten d. Krankentransports( 550,00 € ),
Kosten einer Apotheke ( Bezug v. Medikamenten vor dem Tod )375,00 €,
Kosten der Hauskrankenpflege ( 2000,00 € ).

Mit freundlichen Gruessen

30.07.2007 | 14:09

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

der Pflichtteil ergibt sich aus dem Nachlass. In § 1967 Abs. 2 BGB sind die Nachlassverbindlichkeiten geregelt. Der Pflichtteil wird nach Abzug der Nachlassverbindlichkeiten ermittelt.

Zu den Nachlassverbindlichkeiten gehören auch die Verbindlichkeiten, die der Erbe aus Anlass des Erbfalls eingeht. Hierzu gehören unter anderem die Bestattungskosten. Insofern ergibt sich der Pflichtteilsanspruch nach Abzug der diesbezüglichen Kosten.

Zu den Nachlassverbindlichkeiten gehören auch die Verbindlichkeiten, die der Erblasser noch zu Lebzeiten begründet hat und mit den zumindest der Nachlass haftet. Grundsätzlich würden demnach auch die weiteren Kosten vom Nachlass abzuziehen sein.

Hier stellt sich für mich aber folgende Frage: Hat Ihre Mutter eine Kranken- bzw. Pflegeversicherung unterhalten? Für diese Kosten müsste nämlich in diesem Fall die Krankenversicherung der Mutter eintreten. Da hier Rechnungen geschickt worden sind, scheint es so zu sein, dass keine gesetzliche, sondern eine private Krankenversicherung bestanden hat. Hier werden zunächst die Rechnungen geschickt deren Erstattung dann bei der privaten Krankenversicherung beantragt werden muss.

Sofern für diese Kosten allerdings keine Kranken- oder Pflegeversicherung eintreten sollte, würde es sich tatsächlich um Nachlassverbindlichkeiten handeln, die vom Nachlass abzuziehen sind, bevor Ihr Pflichtteil zur Auszahlung gelangt.

Grundsätzlich haftet jedoch zunächst der Erbe - also Ihr Bruder - mit dem Nachlass für diese Kosten. Sie selbst müssen diese Kosten nicht übernehmen, natürlich werden die Kosten aber den Nachlass und damit auch Ihren Pflichtteil entsprechend schmälern.

Mit freundlichen Grüßen

Eckart Johlige, Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 30.07.2007 | 14:24

vater ( verstorben ) war pensinär- privatversichert.
diese kosten(pflege-Krankenhs.-Arzt-Apotheke)werden bestimmt von der beihilfestelee, bzw. v.d. privatvers. übernommen ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.07.2007 | 14:55

In diesem Fall müssten zwei Abrechnungen vorgenommen werden:

Zum einen müsste eine Abrechnung über die Beihilfestelle erfolgen und zum anderen eine Abrechnung über die private Kranken- bzw. Pflegekasse.

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