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Pflichteil - Kann ein neues Testament das alte aushebeln?


| 14.10.2006 09:31 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes



Es besteht notariell hinterlegtes Testament.
Die Eltern setzen sich gegenseitig als Alleinerben ein.
Der Überlebende kann über das Ererbte und sein eigenes Vermögen unter Lebenden und von Todes wegen frei verfügen.
Danach Erben die 2 Kinder zu gleichen Teilen.
Wenn der Pflichteil beansprucht wird dann auch beim letztverstorbenen nur Pflichteilanspruch.
Habe mein Pflichteil bei dem Erstverstorbenen geltend gemacht.
Jetzt ist auch das andere Elternteil verstorben.
Der letztverstorbene hat vor 2 Jahren mit 94 jahren dann ein neues notariell hinterlegtes Testament gemacht, in dem er meinen Bruder als Alleinerben einsetzt,Ersatzerbe der Sohn meines Bruders.Mein Bruder ist ist vor einem Jahr verstorben.
In der Vermögensaufstellung behauptet nun die Gegenseite das mein Bruder auch beim Erstverstorbenen Tod vor 4 jahren sein Pflichteil beansprucht hat.
Wiederspricht denn dies nicht dem Ehegattentestament,der Wille war doch von beiden, einmal Pflichteil immer Pflichteil.
Kann ein solches neues Testament denn einfach das alte aushebeln? Mein Bruder wäre doch sowieso Erbe geworden.

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Sehr geehrter Fragesteller,

wird ein neues Testament errichtet, das mit einem früheren Testament in Widerspruch steht, gilt das frühere Testament als konkludent widerrufen.

Ob dies in Ihrem Fall möglich war, ist fraglich, da hier ein Ehegattentestament einseitig durch den Längerlebenden widerrufen wurde. Ein einseitiger Widerruf ist nur dann möglich, wenn die Wechselbezüglichkeit des Ehegattentestamentes ausgeschlossen war. Dies ist durch Auslegung des Ehegattentestmantes zu ermitteln.

Wechselbezüglich sind solche Verfügungen, von denen anzunehmen ist, dass die Verfügung des einen Ehegatten nicht ohne die Verfügung des anderen Gatten getroffen sein würde.Sofern sich aus dem Ehegattentestament kein Wille der Erblasser ermitteln lässt, greift die Auslegungsregel des § 2270 II BGB.

Sollten die im Ehegattentestament getroffenen Verfügungen wechselbezüglich gewollt sein, hat der Überlebende nach dem Tod des Erstversterbenden kein Widerrufsrecht mehr.

Die Beantwortung Ihrer Frage hängt letztlich von der Auslegung des ursprünglichen Ehegattentestamentes und des Willens der Erblasser ab. Dies kann im Rahmen der Online-Anfrage nach Ihren Angaben nicht erbracht werden. Ich hoffe aber, Ihnen bei einer ersten Orientierung behilflich gewesen zu sein.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 14.10.2006 | 12:17

Sorry, es steht auch drinn wenn er keine Verfügung von Todes wegen trifft sollen seinen Erben die gemeinsamen Kinder sein.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.10.2006 | 12:57

Ihre Nachfrage ist mir leider nicht verständlich, so dass ich keine weitere Auskunft geben kann. Eine Verfügung von Todes wegen liegt in dem ursprünglichen Testament der Ehegatten, sowie dem geänderten Testament des Überlebenden vor.

Sie sollten die Testamente im kompletten Wortlaut überprüfen lassen. Dabei sollten Sie aber bedenken, dass Sie sowohl bei Wirksamkeit des ursprünglichen Testamentes, als auch bei Wirksamkeit des geänderten Testamentes -vorbehaltlich der weiteren Prüfung und der Wirksamkeit der Strafklausel im Ursprungstestament- jeweils nur Ihren Pflichtteil werden fordern können.

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"Das ich nur mein Pflichteil beanspruchen kann ist klar.
Wenn mein Bruder sein Pflichteil beim erstverorbenen beanspruchte,dann müßte er doch auch aus der Erbfolge ausgeschlossen sein.Er wurde aber wieder eingesetzt "
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