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Pflicht zur Übernahme einer Einbauküche, Regelung des Rückkaufswert

29.09.2009 16:18 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Ich habe eine Wohnung gefunden (Neubau, Erstbezug), welche mir gerade wegen des ungewöhnlichen Schnittes sehr gut gefällt. Jedoch gibt es ein Problem:

Ursprünglich sollten die Eltern des Besitzers dort einziehen, was jetzt wegen Krankheit nicht möglich ist.
Die Küche ist jedoch schon komplett und hochwertig eingerichtet. Diese ist so speziell, dass schon von einer Spezialanfertigung geredet werden kann. Das rechtfertigt auch den hohen Neupreis von über 9000EUR.

Der Vermieter möchte nun, dass ich diese Küche zum Neupreis übernehme und macht es zur Bedienung für den Mietvertrag. Prinzipiell habe ich da nichts gegen, möchte mich jedoch für die Zukunft absichern. Die Küche ist nicht in anderen Wohnungen zu gebrauchen. Wie kann ich vorgehen, dass ich bei einem Auszug nicht auf den Kosten sitzen bleibe. (z.B. bei eventueller Eigenbedarfsmeldung)

Wie könnte ein Vertragstext für einen verpflichtenden Rückkauf bei Auszug aussehen? Ist sowas überhaupt möglich oder ist von der Anmietung des Objektes abzuraten?

Sehr geehrter Ratsuchender,


Sie könnten allenfalls eine Rückkaufsverpflichtung der Küche vereinbaren, wobei es dann allerdings immer ein Problem mit der Höhe des Rückkaufpreises geben wird. Wenn sie nun 9.000,00 EUR zahlen und z.B. dort mehrere Jahre wohnen, werden Sie kaum den vollen Betrag zurückverlangen können. Es müsste dann also eine Staffelung der Höhe, angelehnt an die Mietzeit erfolgen, wobei man bei einer Einbauküche - je nach Qualität - von einer Lebenserwartung von 15-20 Jahren ausgehen sollte.

Eine Vereinbarung, wonach also ein prozentualer Abschlag vom Rückkaufspreis vorzunehmen ist (hier würde ich 5% pro Mietjahr vorschlagen), wäre dem Grunde nach machbar, sofern die Küche dann auch nur normale Abnutzungserscheinungen hat. Bei Beschädigungen wären diese Kosten gesondert auszurechnen.

Ein genauer Vertragstext bedarf hingegen der Kenntnis aller Gesamtumstände und des Mietvertrages, also einer weitergehenden individuellen Prüfung.

Ob der Vermieter sich aber darauf einlässt, wage ich angesichts der von ihm gestellten Bedingungen zu bezweifeln.


Weigert der Vermieter sich überhaupt zu einer solchen Rückkaufsklausel, würde ich von einer Anmietung abraten, da Sie dann in der Tat mit einem Verlust von 9.000,00 EUR zu rechnen hätten, was bei dem heutigen Wohnungsangebot nicht marktgerecht wäre.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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