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Pflegestufe beantragt und vom Gutachter abgelehnt

| 04.08.2014 17:07 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Daniela Weise-Ettingshausen


Sehr geehrte Damen und Herren

Ich hatte am 23.4.14 einen Unfall. Mich hat ein 3,5 t die linke Seite getroffen und ich wurde geschleudert. Dg. Schultersteife links mit Taubheit der linken Hand, rechts Kapaltunnelsyndrom, (kann nicht greifen) posttraumatische blockierungen der unteren Wirbelsäule, der 3. LW ist gebrochen, Hyftdysplasie mit geringe Dysplasiepfanne und Coxarthrose und Artitis der linken Hüfte, passagere sehstörrungen, starke Depressionen - bipolare Psychose mit starken depressionen, Adipositas mit einem wert von 39,6 und Atemnot, Schwindel und Kopfschmerzen sowie Kiefergelenksfunktionsstörungen. Auch Anfälle habe ich und Panikattacken sowie Belastungsschmerzen und Ruheschmerzen. Jetzt meine Frage.

1. Der Gutachter (bin privat versichert) meinte es kommt keine Pflegestufe in Betracht, da die amb. Reha noch läuft.Aber er sagte, dass ich pflegebedürftig bin. Er meinte, dass ich dies verordnen könnte über meinen Hausarzt. Aber ich möchte keinen Pflegedienst, da mich meine Familie pflegt und mein Mann, sodass die Pflege abgesichert ist.
2. Ich lehne Krankenhäuser und Rehas komplett ab, aufgrund Traumas, da ich selbst Krankenpfleger bin und eine Narkose fast nicht überstanden habe: Kann man mich dazu zwingen.

MFG

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zu 1)
Es ist nicht ganz nachvollziehbar, dass der Gutachter erklärt, dass Sie pflegebedürftig sind, aber keine Pflegestufe zuzuerkennen ist.

Bei Pflegebedürftigkeit, die auf Dauer besteht, ist Ihnen auch eine Pflegestufe zuzuerkennen. Offensichtlich geht der Gutachter davon aus, dass aufgrund der laufenden Reha derzeit nicht absehbar ist, ob die Pflegebedürftigkeit auf Dauer (voraussichtlich mindestens sechs Monate) besteht. Derzeit wird aufgrund der Reha davon ausgegangen, dass eine Verbesserung Ihres Gesundheitszustandes erreicht werden kann.

Falls am Ende der Rehabilitation abzusehen ist, dass keine Verbesserung des Gesundheitszustandes erfolgt ist oder trotz Verbesserung weiterhin eine Unterstützung im Sinne der Pflegebedürftigkeit vorliegt, ist die Pflegestufe zu gewähren.

Wenn Sie derzeit ausreichend Unterstützung durch Ihre Familie haben, brauchen Sie auch keinen Pflegedienst beauftragen.

Zu 2)

Man kann Sie zu keiner Behandlung zwingen. Lehnen Sie aber eine Rehamaßnahme ohne Grund ab, müssen Sie bereits geleistete Zahlungen, wie insbesondere Krankengeld zurückzahlen.

Sofern Sie traumatisiert sind, können Sie allenfalls durch einen Gutachter bestätigen, dass die Traumatisierung einen wichtigen Grund zur Ablehnung der Reha berechtigt. Das bloße Mitteilen reicht nicht aus.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 04.08.2014 | 18:27

Danke für die umfassende erste Antwort. Wenn ich meinen Arzt (Psychiater und Orthopäden darüber in Kentniss setze, dass ich keine Reha in Anspruch nehmen möchte, aufgrund meiner Krankheit. Ich habe nicht nur ein Trauma durch die überdosis an Narkotika sondern auch eine Angst vor Therapien, Untersuchungen und OP's. Aßerdem bin ich so stark depressiv das ich panisch werde bei Menschengruppen, fremden Menschen (Isolation, Abkapslung). Ich möchte mit gar keinen Menschen mehr zu tun haben. Ich möchte mich liebend gerne zurück ziehen, am besten im Wald und dort in Frieden und Ruhe leben. Die Menschen haben mich sehr sehr krank gemacht. Der Unfall ist noch durch Fahrerflucht, unterlassene Hilfeleistung, durchfahrtsverbotsstrasse mit Durchfahrtsverbotsschild gekennzeichnet. Ich habe noch in der Firma angerufen (DPD) und den Unfall gemeldet, aber er kam nicht zurück. Wenn ich das so meinen Arzt schildere, brauche ich mein Krankentagegeld nicht zurück zahlen? MFG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.08.2014 | 18:37

Gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Es reicht leider nicht aus, dass Sie dies Ihrem Arzt so schreiben. Vielmehr muss dies durch einen medizinischen Gutachter belegt werden können. Selbst ein Schreiben des Hausarztes reicht in der Regel nicht aus. Da bei Ihnen viele Erkrankungen zusammentreffen, ist ein Gutachten, dass Sie aufgrund dieser nicht an einer Rehamaßnahme teilnehmen können, unerlässlich.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Weise-Ettingshausen
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 04.08.2014 | 18:43

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