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Pflegen und Erben


16.02.2006 16:35 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Unser Fall:
Meine Mutter hat 3 Kinder und ein eigenes Haus. Das Testament, das
damals meine Eltern machten, besagt lediglich, dass der überlebende
Elternteil das Haus erbt und beim Tod beider Elternteile das Erbe auf
die Kinder gleichmäßig aufgeteilt wird.
Alle 3 Kinder haben von meiner Mutter eine Generalvollmacht. Meine
Mutter ist seit 6 Jahren ans Bett gefesselt und durch eine Altersdemenz
nicht mehr in der Lage selbst Entscheidungen zu treffen. Sie hat
Pflegestufe 3 und wird von meiner Frau und mir rund um die Uhr versorgt.
Meine Geschwister lassen sich nur zwei Mal jährlich blicken. Meine Frau
und ich wohnen im Haus meiner Mutter.
Meine Fragen: Wird das Haus im Erbfalle gleichmäßig durch 3 geteilt oder
wird das pflegende Kind bevorzugt.
Da meine Frau und ich jetzt ein Kind haben, wollen wir unseren
Lebensmittelpunkt fest legen, d.h. wir wollen auch aus meinem Elternhaus
nicht mehr heraus und wollen auch das Recht haben bauliche Veränderungen
durch zu führen. Habe ich als pflegendes Kind ein Vorzugsrecht im Haus
zu bleiben oder können meine Geschwister durch ihre Mehrheit auf einen
Verkauf bestehen?
Wenn ich meine Geschwister im Erbfalle auszahlen würde, wie wird der zu
zahlende Betrag berechnet? Handelt es sich dabei um den Verkehrswert
oder gilt unter Geschwistern ein reduzierter Betrag?
Habe ich ein Recht meine Geschwister vorzeitig aus zu zahlen?
Was passiert mit dem Mehrwert, der durch jetzt von mir finanzierten
baulichen Veränderungen, z.B. Isolierungen, dem Haus zugefügt wird? Muß
ich dadurch im Erbfalle meinen Geschwistern mehr zahlen?

_
16.02.2006 | 17:39

Antwort

von


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82234 Weßling
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Web: www.anwaeltin-heussen.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,

bitte beachten Sie, dass eine Antwort nur auf den von Ihnen gegebenen Informationen basiert. Sollten die Tatsachen anders sein, ist auch die Einschätzung möglicherweise eine Andere.

1. Nach Ihrer Schilderung erben die drei Kinder zu gleichen Teilen, unabhängig von der Pflegeleistung. Diesbezüglich hätten Sie mit Ihre Mutter zu einem früheren Zeitpunkt eine Ausgleichszahlung o.ä. vereinbaren sollen.

2. Maßgeblich ist der Wert des Hauses zum Zeitpunkt des Erbfalls. Bestimmt wird der Wert durch Verkehrswert ohne Reduktion – es sei denn, die Erben einigen sich auf einen Teil. Notfalls müssen Sie Ihre Geschwister auszahlen. Wenn Sie die Summe nicht aufbringen können, können Ihre Geschwister die Zahlung im Wege der Teilungsversteigerung erreichen. Die Auseinandersetzung kann jeder Erbe verlangen, selbst wenn Sie ein Geschwister „auf Ihre Seite ziehen“, kann der dritte Auseinandersetzung verlangen.

3. Für Ihre Aufwendungen können Sie eventuell Ersatzzahlung verlangen, allerdings ist die Prüfung dieser Ansprüche für den geringen Einsatz nicht möglich.



Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen. Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

Weiler Rechtsanwälte
Sonnenstr. 2
80331 München

Tel: (089) 20604130
kanzlei@weiler-rechtsanwaelte.de


Nachfrage vom Fragesteller 16.02.2006 | 18:42

Vielen Dank! Eine Nachfrage habe ich aber noch. Wenn wir voraus setzen, ich hätte die finanziellen Mittel, um meine beiden Geschwister mit jeweils 1/3 des Verkehrswertes aus zu zahlen. Können meine Geschwister trotzdem auf meinen Auszug bestehen, oder habe ich Bleiberecht (Vorkaufsrecht), wenn ich den korrekten Preis zahle?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.02.2006 | 19:51

Wenn Sie Ihre Geschwister auszahlen können, können Sie das Haus behalten und müssen nicht ausziehen.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

ANTWORT VON

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