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Pflegekind vom JA entzogen wegen anonymen Brief


20.11.2009 22:31 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto



Hallo,
meine Freundin in Thüringen hat seit 4 Monaten eine 4jährige Pflegetochter, die sie zunächst bis August 2010 behalten sollte. Die Sachbearbeiterin, die auch Vormund für die Kleine ist, war mit der "Arbeit" meiner Freundin sehr zufrieden, meinte, dass sich ganz wenige so engagieren. Alle Arztbesuche wurden erledigt, mit dem Kind wurde in den Urlaub gefahren, etc.
Vor einigen Wochen ging beim JA ein anonymes Schreiben ein (wahrscheinlich vom Nachbarn, der für solche Aktionen bekannt ist und ein richtiger Störenfried ist). Das JA hat Erkundigungen beim Bürgermeister über meine Freundin eingeholt, damit war die Sache erledigt.
Am Mittwoch ging ein weiteres anonymes Schreiben ein, Inhalt ist nicht bekannt. Heute morgen rief der Leiter des JAs (die Sachbearbeiterin war krank) bei meiner Freundin an, sie solle mit den persönlichen Sachen der Kleinen ins JA kommen. Dort wurde ihr das Kind weggenommen. Der Leiter sagte, er wolle nicht irgendwann morgens in die Bild Zeitung schauen und dann lesen "Jugendamt hat versagt". Die Kleine hat geschrien, sich an die Pflegeeltern gekrallt, furchtbar. Kein Wort darüber, was in dem Brief gestanden hat.
In meinen Augen ist das unverhältnismäßig. Es wurde immer Kontak zum JA gehalten, dem Kind ging es gut, es hat am Mittwoch Geburtstag und schon Gäste eingeladen, grausam!!!! Wie kann das sein, dass ein Kind ohne konkrete Verdachtsmomente aus der intakten Umgebung herausgerissen wird. Das JA konnte doch jederzeit unangemeldet vorbeischauen oder die Kleine befragen, ich verstehe das nicht.
Was kann man unternehmen?
Danke für Ihre Antwort.

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Guten Abend,

ich möchte Ihre Anfrage auf der Basis der mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Nach § 42 SGB VIII hat das Jugendamt die Pflicht zur Inobhutnahme eines Kindes unter bestimmten Voraussetzungen, u.a. wenn

"eine dringende Gefahr für das Wohl des Kindes oder des Jugendlichen die Inobhutnahme erfordert und ... eine familiengerichtliche Entscheidung nicht rechtzeitig eingeholt werden kann".

Nach der Dramatik, mit der der Vorgang stattgefunden hat, muss aus der subjektiven Sicht des Jugendamtes also aufgrund des Inhaltes des Schreibens eine solche Situation gegeben gewesen sein.

Was letztlich ausschlaggebend für das Handeln des JA war, kann sicher erst beurteilt werden, wenn das Schreiben und damit die Beweggründe inhaltlich bekannt geworden sind.

Ihre Bekannte sollte daher umgehend mit dem Jugendamt Kontakt aufnehmen, zweckmäßigerweise über einen Anwalt und ggf. beim zuständigen Familiengericht eine Überprüfung dieser Maßnahme veranlassen.


Mit freundlichen Grüßen

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