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Pflegeheim/Wohnungsauflösung


| 29.09.2006 09:49 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



bitte um hilfestellung.
mit schwerem herzen muss ich meine mutti nach 8 jähriger pflege jetzt nach einem schlaganfall ins pflegeheim bringen. glücklicher weise habe ich einen platz in meiner nähe gefunden und habe ihr dort ein neues zuhause eingerichtet. ich habe mit meiner letzten kraft versucht ihre wohnung aufzulösen, aber durch einen erneuten bandscheibenschaden kann ich nicht weitermachen.
darin liegt jetzt mein problem.

da die rente und pflegestufe von meiner mutti nicht ausreicht um den heimplatz zu bezahlen, zahlt einen geringen teil das sozialamt dazu. wie sieht es jetzt mit der restlichen auflösung der wohnung aus? ich kann durch krankheit leider nicht weitermachen. die kosten für eine restliche auflösung durch die wohnungsverwaltung kann man meine mutti doch nicht in rechnung stellen, da sie alle ihre abgaben ans heim zahlen muss. ich als tochter habe eine erwerbsminderungsrente die sehr gering ist. eine spätere erbschaft schlage ich aus.

was kann auf uns zu kommen wenn ich die wohnung nur teilgeräumt übergebe. wer ist dann für die restliche räumung haftbar? muss sie auch 3 monate weiterhin miete zahlen?
wenn ja, aber wo von!!!!

ich bedanke mich für ihre antwort im voraus und hoffe das dadurch meine sorgen und nöte geringer werden.
Sehr geehrte Fragestellerin,

Zunächst einmal bedauere ich den Schlaganfall Ihrer Mutter.

Das Mietverhältnis sollte unter Hinweis auf den vorgenannten
Gesundheitszustand Ihrer Mutter fristlos,d.h.mit Sofortwirkung,
gekündigt werden.
Darüberhinaus sollte in dem wie vorwerwähnt zu formulierenden
Kündigungsschreiben auch stehen,dass die Mieterin vorsichts-
halber und zusätzlich auch mit der von Ihnen erwähnten 3-Monats-
Frist kündigt.
Sodann gehört in ein solches Kündigungsschreiben,dass man dem
Vermieter unabhhängig von den ausgesprochenen Kündigungen(s.o.) und unter Hinweis auf die finanzielle Situation Ihrer Mutter (=
Rente wird für das Heim benötigt und reicht nicht einmal))vorschlägt,das Mietverhältnis
einvernehmlich so schnell wie möglich aufzuheben.
Hierdurch würde der Vermieter in die Lage versetzt,die Wohnung
zügig -und evtl.zu einer attraktiveren Miete als bisher-weiterzuvermieten.


Sofern Ihre Mutter aufgrund Ihrer derzeitigen gesundheitlichen
Situation nicht mehr handlungsfähig (=Kündigung)sein sollte,
braucht sie für die o.angesprochenen Kündigungen einen
sogenannten (vom Gericht zu bestellenden) Amtsbetreuer,wobei
Sie als Tochter dieses Amt auf Antrag beim örtlich zuständigen Gericht voraussichtlich selbst übernehmen können.

In diesem Fall(=mangelnde Handlungsfähigkeit der Mutter) kann nur durch den Amtsbetreuer wirksam gekündigt werden.


Sie haften als Tochter für etwaige Mietrückstände nicht.
Dasselbe gilt hier im etwaigen Nachlassfall schon deswegen,
weil eine Erbschaft ausgeschlagen würde.


Wird die Mietwohnung von Dritten geräumt,so entstehen Kosten,
für die Ihre Mutter(nicht Sie als Tochter)- haftet.Letztendlich müsste aber auch insoweit das Sozialamt wirtschaftlich einspringen,da das Einkommen Ihrer Mutter nicht reicht.
Sofern das im Mietobjekt derzeit noch befindliche Inventar von
Ihrer Mutter nicht mehr benötigt wird,rate ich dazu ,dieses
mit tatkräftiger Unterstützung von Freunden /Bekannten z.B.
über den regionalen Sperrmüll zu entsorgen.

Damit würden sich die Aussichten einer einvernehmlichen
Mietaufhebung mit dem Vermieter voraussichtlich erhöhen.






Nachfrage vom Fragesteller 06.10.2006 | 21:31

sorry, das ich heute erst die nachfrage stelle, aber leider war ich wegen meiner krankheit verhindert an den pc zu gehen.
vielen dank für ihre erste antwort.

nachfrage
ich habe gehört, das man wenn das sozialamt geldleistungen übrnimmt die wohnung nicht einfach räumen kann. da das sozialamt nach dem inventar mich befragt und ich dann rede und antwort stehen muss. ich möchte nichts falsch machen !! ich habe mit aller kraft meiner mutti ein neues heim hergerichtet aber ich kann aus gesundheitlichen gründen keine anderen verpflichtungen übernehmen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.10.2006 | 20:57

Sehr geehrte Fragestellerin,

das Sozialamtwürde allenfalls äußerst wertvolles Inventar
interessieren,.soweit man dies einnahmenserhöhend für Ihre
Mutter(wegen der Heimkosten) verkäufen könnte .



Mit freundlichen Grüßen

Dorothee Mertens

Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers |


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