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Pferdeverkauf durch einen Mittler

| 05.05.2015 20:18 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Einer meiner Kunden wollte sein Pferde verkaufen. Er beauftragte mich mit dem Verkauf. Ich stellte das Pferd auf diverse Verkaufsportale incl. Videos und mich als Ansprechpartner. Nach einem Monat und 100 Anrufern wollte eine Reitschule das Pferd kaufen. Wir vereinbarten mündlich, dass sie das Pferd für eine Woche zur Probe zu sich nehmen könnten. Aus dieser einen Woche wurden 2 Wochen. Die Vorstände des Reitvereines riefen mich an und wollten das Pferd behalten. Ich schickte einen Kaufvertrag an den Eigentümer. Dieser unterschrieb den Kaufvertrag. Mittlerweile war das Pferd schon drei Wochen in der Reitschule zur Probe. Ich fuhr mit dem unterschriebenen Kaufvertrag zu der Reitschule. Sie zeichneten gegen und übergaben mir das Geld. Ich schickte das Geld per Bankeinzahlung unmittelbar an den Eigentümer. Der Eigentümer bezahlte meine Rechnung (Verkaufsportale, Videos, Kundengespräche, etc.) . Jetzt, nach beinahe 8 Wochen ruft mich die Reitschule an, das Pferd wäre nicht für sie geeignet. Sie wollen mit mir ein Gespräch.
Meine Frage: Ich war nur der Mittler. Bin ich überhaupt haftbar für irgendetwas? Ich bin nicht der Eigentümer und meine Unterschrift ist auf keinem Schriftstück.
Die Reitschule behauptet jetzt sogar, das Pferd wäre schon vor dem Kaufabschluß untauglich gewesen. Ich hätte es ja wieder mitgenommen, doch sie hatten mir erklärt das Pferd wäre toll. Was soll ich machen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Der Kaufvertrag ist zwischen dem Verkäufer und der Reitschule zustande gekommen.
Eine Haftungs des Vertreters, z.B. über die etwas unglücklich formulierte Vorschrift des § 166 BGB , eventuell über Regress, käme in Betracht, wenn Sie etwa unwahre angaben gemacht hätten, den Käufer arglistig getäuscht hätten o.ä.- dies ist aber vorliegend nicht der Fall.

Wenn das Pferd schon bei Gefahrenübergang mangelhaft i.S.d. §§ 434 ff. BGB gewesen wäre, wäre auch dies nur eine Sache zwischen dem Verkäufer und dem Käufer. Sie als sein Stellvertreter würde nur haften, wenn Sie selbst Vertragspartei geworden wären. Daran wäre im Fall der verdeckten Stellvertretung zu denken - wenn Sie etwa nicht offenbart hätten, dass Sie in fremden Auftrag handeln. Aber auch das ist auszuschliessen, da aufgrund Ihrer Beschreibung in dem Kaufvertrag -mehr als eindeutig- der wahre Verkäufer benannt gewesen ist. Der Käufer wusste also, mit wem er den vertrag schliesst. Der Käufer haftet auch im Rahmen des Kaufvertragsrechts , ein Rückgaberecht gibt es zunächst- insb. im Tierkaufrecht- nicht.

Letztlich kämen Sie also nur im Fall eines arglistigen Handelns in irgendeine Gefahr - wenn Sie also bewußt falsche Angaben über das Pferd gemacht hätten, oder Krankheiten verschwiegen hätten, die sie selbst positiv kannten.

Haben Sie das Pferd so angeboten wie Sie es kannten, ohne deliktische Verantwortung, haften Sie auf keinem Fall für etwaige Mängel. Dazu muss sich der Käufer an den Verkäufer halten. Sie können beruhigt sein.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 05.05.2015 | 21:26

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