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Pferdetausch- Rücktausch- wegen Gewährsmangel


29.05.2007 11:29 |
Preis: ***,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht



Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,
Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin,

Durch einen Unfall entschlossen wir uns unseren sehr Temperamentvollen Araber in Gute Hände abzugeben. Auf unser Inserat hin meldete sich jemand, der uns zum Tausch, ein Liebes Pony anbot, das "derzeit" aufgrund eines Muskelanriss, als Beistellpferd nutzbar sei.
Wir berieten uns, riefen unseren Tierarzt an, und durchsuchten das Internet, um zu sehen wie schwerwiegend diese Verletzung ist, und kamen dann zu dem Entschluss, das nach ausreichender Heilung dieses Pferd für den Freizeitbereich (Gelände) wieder nutzbar wird. Also haben wir den Tausch getätigt, und gleichzeitig noch einen 3 Jährigen Wallach erworben.
Der tausch wurde im Dezember 2006 Getätigt. Im Vertrag sowie bei der Besprechung, wurde nur der Muskelanriss erwähnt, und das er derzeit nur als Beistellpferd nutzbar ist. Diesem Stimmten wir zu. Unter Zeugen wurde dieses Pony als Auserordentlich Brav im Umgang sowie beim Reiten beschrieben.
2 Std. nach der Ankunft hustete das Neue Pony. Da die Leute ohne Decke die Pferde transportierten, dachten wir das dieses Pony sich aufgrund von Schwitzen vielleicht Verkühlt hat.
Nach 1 Woche, haben wir dann den Tierarzt her gebten, für eine Ankaufsuntersuchung, und um nach dem Husten schauen zu lassen da er auch Massiv Hustete und Pumpte wie verrückt.
Resultat, das Pony hatte da schon Massiv die Lunge zu und die Chancen einer Heilung war kaum vorhanden-.
Er bekam immer und immer wieder Medikamente. Der Tierarzt besucht mich seitdem in Regelmässigen Abständen, da das Pony so Massive Atemwegsprobleme hat bzw. eine Dämpfigkeit vorliegt, die trotz Medikamente, Spritzen,Spezialfutter und Kräuterkuren, einfach nicht in den Griff zu bekommen ist. Auf der Suche nach weitere Methoden habe ich eine Leidensgenossin getroffen, die mir nun auch versicherte das die Krankheit (Dämpfigkeit) so Massiv fortgeschritten ist, das dies nicht innerhalb 1 Woche (Mittlerweile 6 monate) bei mir auftreten könne, nach langen Gesprächen ist es nun Tatsache das dieses Pony den Sommer nicht überleben wird. Da er schon 2 Anfälle kurz vor der Erstickung hatte, trotz Starker Medikamente, Cordition, und Spezialfutter.
Auf unsere Fragen hin, wurden wir von der Dame beschimpft. Das wir dieses Pony krank gemacht hätten.
Zu einem Rücktausch ist sie anscheinend nicht bereit.
Desweiteren, hatte das Pony einen Massiven Parasitenbefall, den Husten, den Muskelanriss, sehr schlechte Hufe und war Verwurmt.
Da ich noch weitere Pferde habe, bin ich nicht weiter gewillt, die Behandlung fortzufüren, desweiteren, möchte ich einen Rücktausch, da unser eingetauschtes Pferd gesund war.
Dämpfigkeit zählt unter einen Gewährsmangel, da dies Chronisch ist, und defentiv Nicht von heute auf morgen auftritt, sondern sich über Monate bis Jahre entwickelt, war die Krankheit zum Zeitpunktes des Tausches Bekannt, und wurde uns Verschwiegen.
Desweiteren wurde mir ein Halbwegs Gesundes Pony angeboten aber nicht ein schwer Chronisch Krankes.
Nun möchte ich wissen, welche Chancen ich habe, mein Eingetauschtes Pferd zurück zu holen. Im Vertrag steht nichts von Husten/Dämpfigkeit etc. drinne, sondern nur das die Pferde eingetauscht wurden.
Die Kosten sind für mich bereits ein kleines Vermögen, damit ich dem Pony noch ein Leben ermöglichen kann, ohne das es kurz vor dem Ersticken ist.
Die Eigenschaften wie z.b Brav beim Reiten, stimmen u.a. absolut nicht! Dieses Tier ist absolut Unreitbar. 1) Aufgrund der Krankheit 2) ist es defenetiv nicht richtig eingeritten, wie es behauptet wurde, da er mich bei einem Reitversuch als es ihm Besser ging herunter warf.
Ein Tierärztliches Gutachten wird derzeit Angefertigt. Dort soll die Schwere der Krankheiten weiter ermittelt werden.
Eine Heilung des Ponys ist leider Ausgeschlossen.
Und ich bin aufgrund des Betruges und der Arglistigen Täuschung bzw. der Täuschung falscher Tatsachen nicht mehr gewillt, weiterhin ein Schwer krankes Pony am Leben zu halten.
Da es mir Leid tut mit anzusehen wie es dem Tier zunehmend Schlechter geht.
Ich möchte den Vertrag Rückgängig machen, und mein Ehemaliges Pferd zurück haben. Desweitere möchte ich zumindest einen Teil meiner Kosten zurückerstattet bekommen.
Zeugen stehen mir zur Seite die mich nunmehr seit 6 Monaten unterstützen.

Ich möchte nun vor Gericht gehen, und mein Pferd zurück fordern sowie einen Anteil meiner Intensiven Kosten!
Kennen sie einen Anwalt, in meiner Nähe mit Tierrecht der mich u.a. unterstützen könnte?
Ansonsten freue ich mich über eine Antwort ihrerseits.
Mit freundlichem Gruß Sandra

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Sehr geehrte Fragestellerin,


vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich - die Richtigkeit Ihrer Angaben vorausgesetzt - anhand der von Ihnen gemachten Angaben gerne wie folgt summarisch beantworten möchte:


Nach § 480 BGB sind beim Tausch die Vorschriften über den Kauf entsprechend anwendbar.

Die „Verkäuferin“ (so nenne ich die Dame jetzt mal, auch wenn es sich um einen Tausch handelt) haftet daher auch bei einem Tausch für Mängel an dem Pony nach den §§ 433ff. BGB für die Freiheit von Sachmängeln (soweit ich das Pony in Folgenden als „Sache“ bezeichne, dürfen Sie sich bitte nicht wundern, rechtlich wird auch ein Tier zumeist wie eine Sache behandelt).

Die Kaufsache ist nach § 434 Abs. 1 BGB dann frei von Sachmängeln, wenn sie die vereinbarte Beschaffenheit hat oder sich für die nach dem Vertrag vorausgesetzte Verwendung eignet oder wenn sie sich für die gewöhnliche Verwendung eignet und eine Beschaffenheit aufweist, die bei Sachen der gleichen Art üblich ist und die der Käufer nach der Art der Sache erwarten kann. Diese Voraussetzungen liegen bei der Fülle an Krankheiten, die das Pony hat, nicht vor, so dass das Pony einen Sachmangel aufweist.

Nach § 437 Nr. 2 BGB können Sie grundsätzlich von dem Kauf zurücktreten, wenn Sie der Verkäuferin zuvor eine angemessene Frist zur Nachbesserung (Lieferung eines neuen Pony gleicher Art und Güte bzw. Beseitigung des Mangels) gegeben haben. Eine Beseitigung des Mangels (= Heilung des Ponys) ist nach Ihren Angaben unmöglich. Jedoch ist eine „Neulieferung“ durchaus möglich, wenn die Verkäuferin ein gleichwertiges Pony beschaffen kann, welches Ihrem Leistungsinteresse gerecht wird. Daher sollten Sie die Verkäuferin zunächst nachweisbar dazu auffordern, Ihnen ein neues Pony von der vereinbarten Güte zu liefern. Setzen Sie ihr hierzu eine angemessene Frist (ca. 10 bis 14 Tage). Achten Sie darauf, dass der Verkäuferin das Schreiben sicher zugeht (am besten: Einschreiben mit Rückschein).

Soweit die Verkäuferin Ihrem Nacherfüllungsverlangen nicht nachkommt, können Sie vom Tauschvertrag zurücktreten und zusätzlich Schadensersatz oder Ersatz Ihrer vergeblichen Aufwendungen verlangen (vgl. § 437 Nr. 3 BGB). Hiervon sind auch Ihre Aufwendungen für das Tier ersetzt.

Etwas anderes gilt nur, soweit die Verkäuferin die Gewährleistung wirksam ausgeschlossen hat. Hierzu müsste man aber einmal einen Blick in den Tauschvertrag werfen.


Ich hoffe, Ihnen mit meiner Prüfung der Rechtslage eine erste rechtliche Orientierung vermittelt zu haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems von einem Rechtsanwalt zu erhalten.

Sofern Sie eine abschließende Beurteilung Ihres Sachverhaltes wünschen, empfehle ich, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu kontaktieren und die Sachlage mit diesem konkret zu erörtern. Bitte beachten Sie, dass bei dieser Vorgehensweise weitere Kosten für die Beratung anfallen.

Gerne bin ich auch bereit, die weitere Vertretung und Beratung in der Angelegenheit für Sie zu übernehmen. Sie können mich jederzeit für eine weitere Beauftragung kontaktieren.



Mit freundlichen Grüßen


Jorma Hein
Rechtsanwalt, Mediator

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Gisselberger Straße 31
35037 Marburg

Telefon: 06421 - 167131
Fax: 06421 - 167132

hein@haftungsrecht.com
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