Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Pferderecht / Vertagsrecht -- Einbehaltung PferdePass - Pferd als 'Pfand'

08.05.2020 09:33 |
Preis: 45,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Fehlender Pass beim Tierkauf, hier Pferd.

Ich hatte ein Pferd online ohne Sichtung gekauft - von einem Pferdehändler... der Händler transportierte das Pferd zu mir - ich überwies den Betrag / Kaufpreis auf das Konto des Händlers - und schickte ihm da der Betrag noch nicht verbucht war (kam von einem EU/Auslandskonto) den Beleg / Überweisungsquittung via WhatsApp per PDF.

Das Pferd kam, wurde abgeladen - den Kaufvertrag hatte der Händler dabei (ich bekam diesen NICHT zum "in Ruhe durchlesen" vorab) - ich unterschrieb den Kaufvertrag - in dem Stand dass der PferdePass NACH Zahlung an mich als Käufer via Post nachgesendet würde.

Ich hatte also NUR das Pferd.

Fatalerweise war es schlussendlich so dass der Pass durch die Post VERLOREN ging (der Händler schickte ein EINWURF-Einschreiben) und NICHT an MICH als Pferdebesitzer ausgehändigt wurde -
so dass das Pferd NICHT transportiert werden konnte - es sollte von seinem Standort Deutschland ins EU Ausland - was Ohne Traces und somit Ohnen PFERDE-PASS definitiv NICHT möglich war - ich brauchte solange eine Einstellmöglichkeit die "per Pedes" zu erreichen war bis der PASS neu ausgestellt wurde vom Zuchtverband - dies bedurfte u.a. einer notariellen Beglaubigung - also eines TERMINES bei einem NOTAR -- und entsprechendem Honorar - alles zeitaufreibend und extra kostenpflichtig - natürlich auch was die Neuausstellung des Passes und der Eigentumsurkunde betrifft -- ALLE Impfungen die das junge Pferd bis dato erhalten hatte waren nicht erkenntlich da im Pferdepass vermerkt - also alles notwendige NEU impfen lassen -- zudem der Transport ins EU Ausland - der von mir selber ausgeführt worden wäre - nun musste ich VORREISEN aus beruflichen Gründen und das Pferd in Deutschland unterstellen und per professionellem Pferdetransport nachkommen lassen - wieder unnötige Extrakosten.

Wie stellt sich das rechtlich dar - wenn der Pass zunächst (wie vertraglich vereinbart) NICHT ausgehändigt wird

Wäre es nicht so RICHTIG gewesen - das derHändler NUR das REHT gehabt hätte die Eigentumsurkunde einzubehalten bis die Buchung der Kaufpreises auf seinem Konto erfolgt und aufgebucht ist - ??? Da er das Pferd gebracht und ABGELADEN hat - hätte ZWINGEND der PASS beim Pferd verbleiben MÜSSEN??? _ Für Transport / Kontrolle durch das VET-Amt / (Ausland) etc.???

Zusatzfage ...
darf ein Transporteur ein Pferd einfach verkaufen wenn ihm Transportkosten geschuldet sind oder darf ein Stallbetreiben ein Pferd einfach NICHT herausgeben (wodurch ja dann vorteilhafterweise für den Stallbetreiber) weitere EINSTELLKOSTEN entstehen(???) und darf der Stallbetreiber darauf hin wenn die Kosten für das betreffende Pferd so hoch gewachsen sind diesePferd dann einfach ERKAUFEN -- oder ist dies Selbstjustiz und NICHT rechtens???

Zumal ja auch die Frage gestellt werden müsste wieviel ist das Pferd WERT - also WER schätzt den Wert des Pferdes im vergleich zu den angehäuften "Einstellschulden" und dürfte das Pferd auch z.B. an den Schlachter verkauft werden???
08.05.2020 | 11:29

Antwort

von


(128)
Hohenzollernring 57
50672 Köln
Tel: 0221 - 95819261
Web: http://www.wuebbe-rechtsanwalt.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Soweit der Pass nicht wie vertraglich vor Ort, sondern später postalisch nachgesendet wird, trägt der Versender die Gefahr des Untergangs und hat den daraus entstandenen Schaden zu ersetzen.
Was Sie miteinander vereinbaren unterliegt der Privatautonomie. Es ist nicht vorgeschrieben, was sofort Order später übergeben werden muss. Das regelt der Vertrag. Richtig ist lediglich, dass Sie einen Herausgabeanspruch an dem Pass haben, wie auch an allen weiteren Urkunden, das Pferd betreffend, die zum Eigentumsnachweis gehören, wie auch die medizinischen Unterlagen (Impfpass, etc.).

Je nach Vertragslage und vereinbarten Bedingungen, kann sich ein Vertragspartner ein sog. Zurückbehaltungsrecht vereinbaren, was auch dahingehend ausgelegt werden kann, dass ihm ein Verwertungsrecht zusteht.

Der Preis des Pferdes wird im Streitfall nach durchschnittlichen Kriterien bemessen, hilfsweise durch ein Gutachter eingeholt.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Wübbe

ANTWORT VON

(128)

Hohenzollernring 57
50672 Köln
Tel: 0221 - 95819261
Web: http://www.wuebbe-rechtsanwalt.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Insolvenzrecht, Strafrecht, Zivilrecht, Tierrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 76351 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank Ich kann nur empfehlen! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super schnelle und kompetente Antwort! Vielen lieben Dank dafür! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr schnelle und kompetente Antwort. Hat mir sehr geholfen. Vielen dank ...
FRAGESTELLER