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Pferdekauf auf Treu und Glauben


30.04.2005 18:54 |
Preis: ***,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Guten Tag,
vor zwei wochen hatte ich ein Verkaufsgespräch mit einer Frau, die interesse hatte an meinem Pferd, Wir beantworteten alle Fragen, liesen Sie probe reiten und vereinbarten am nächsten Tag, das Sie sich bei uns melden sollte. Dies geschar auch , und Sie gesicherte mir, das Sie das Pferd kauft. Nach mehreren Gesprächen wurden die Vereinbarungen über Preis und Tag der übergabe besprochen. Immer wieder bestätigte Sie mir den verkauf ( Hand drauf). Einen Tag vor Abholung erschien die Frau am Stall und lies das Pferd,von Ihrere Cousine probe reiten. Nach den Ritt klärten wir wie spät das Pferd, zu Ihr gebracht werden sollte. Da wir Ihr entgegen kommen wollten boten wir Ihr an das Pferd zu bringen. Doch am nächsten morgen , der Tag der Übergage, rief der Ehemann bei uns an und teilt uns mit, das Sie doch nicht das Pferd kaufen will. Nun meine Frage wir hatten Aufgrung der mündlichen zusage die Pferdebox gekündigt und uns ein neues Pferd gekauf. In wie weit kann ich die nun doppelten Belastungen , muß mich ja jetzt um eine zweite Box bemühen, und evlt. das Pferd unter Preis verkaufen, da ich mir zwei nicht leisten kann, in Rechnung stellen?
30.04.2005 | 19:13

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

nach Ihren Schilderungen haben Sie einen mündlichen Kaufvertrag abgeschlossen. Dieser ist insoweit wie ein schriftlicher Vertrag mit allen Rechten und Pflichten wirksam. Deswegen können Sie grundsätzlich auf Abnahme des Pferdes und Zahlung des Kaufpreises klagen. Sie müssen aber Ihren Anspruch beweisen, also den Abschluss des Kaufvertrages. Dies erscheint hier insoweit problematisch, da Sie keinen schriftlichen Vertrag geschlossen haben.

Deshalb benötigen Sie Zeugen für den Vertragsabschluss. Das Prozessrisiko besteht dahingehend, dass der Käufer den Vertragsschluss schlimmstenfalls bestreiten kann. Grundsätzlich wird der Richter einem unabhängigen Zeugen eher Glauben schenken als z.B. einem Familienangehörigen. Dies ist jedoch einzelfallabhängig.

Die obigen Ausführungen gelten entsprechend für Schadensersatzansprüche. Denn auch hier müssen Sie einen Vertragsbruch von Seiten der Käufer nachweisen. D.h. Sie müssen beweisen, dass der Vertrag geschlossen worden ist. Ferner müssen Sie dem Käufer eine Frist zur Zahlung des Kaufpreises setzen und wenn der Käufer nach Ablauf der Frist nicht zahlt, können Sie von dem Vertrag zurück treten und Schadensersatz verlangen.

Insgesamt können Sie entweder im Rahmen einer Schadensersatzklage die doppelten Belastungen geltend machen oder die Abnahme des Pferdes verlangen.

Wenn Sie keinen Einigung mit dem Käufer erzielen können, rate ich Ihnen einen Anwalt zu beauftragen.


Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

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