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Pferdekauf/ Rückgabe?/ Pferderecht

15.02.2016 13:59 |
Preis: ***,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht


Beantwortet von


Guten Tag,

ich habe aktuell einen Fall, den ich mir leider nicht selbst beantworten kann und hoffe Sie können mir helfen.
Ich habe ein (noch) dreijähriges Sportpony gekauft (im Mai wird er vier). Bei der Besichtigung erzählte die Verkäuferin noch wie gut er erzogen sei. Der Vertrag wurde Ende November/Anfang Dezember unterschrieben. Die Verkäufer sind eine Zuchtgemeinschaft (nach meinen Recherchen gilt es somit schon als gewerblich), haben jedoch einen Kaufvertrag für Privatpersonen genutzt mit der üblichen Klausel, dass Gewährleistungen ausgeschlossen sind. In diesem Vertrag ist das Pony noch Hengst. Im Kaufpreis ist ein Anteil für die Kastration enthalten jedoch wurde im Vertrag die Kastration mit keinem Wort erwähnt. Ich habe eine Anzahlung in Höhe von 1500 € geleistet (gesamter Kaufpreis liegt bei 2550 €). Das Pony blieb noch bei den Verkäufern und wurde dort am 19.12.2015 kastriert. Welcher Tierarzt es macht und welche Art der Kastration gewählt wird haben allein die Verkäufer entschieden. Ich wurde hier über nichts unterrichtet, aufgeklärt o. ä. Eine Info zu Risiken habe ich ebenfalls nicht erhalten. Hätte ich die Kastration in Auftrag gegeben, hätte ich die Variante mit den geringsten Risiken gewählt, und wenn es dann in einer Klinik hätte sein müssen.
Drei Wochen später sollte ich das Pony abholen oder Miete zahlen dafür, dass er dort steht. Da ich es nicht eingesehen habe für etwas zu zahlen wovon ich nichts habe, habe ich das Pony abgeholt und den Restbetrag von 1050 € bezahlt.
Zu Hause habe ich mir die Kastrationswunde nochmal genauer angesehen und musste feststellen, dass diese alles andere als gut aussah. Somit habe ich den Tierarzt kommen lassen.
Resultat: Samenstrangfistel.
Mit Glück soll das Ganze zuwachsen, jedoch war ein spülen schon nicht mehr machbar. Somit kann zur Zeit niemand genau sagen, wie das ganze innerlich aussieht. Seitdem behandle ich die Wunde täglich mit Jodspray und äußerlich sieht es auch schon sehr gut aus. Allerdings ist mir das Risiko zu groß, dass das Pony doch nochmal operiert werden muss und ich auf den Kosten hängen bleibe.
Ich bin mit den Verkäufern in Kontakt getreten und wollte mich dort erkundigen 1. von welchem Tierarzt das Pony kastriert wurde 2. wie und wo es gemacht wurde und 3. wie die Wunde die Wochen danach bei denen behandelt wurde.
Die Verkäuferin weigert sich mir Auskunft zu geben. Das einzige, was sie mir gesagt hat ist, dass das Pony bei denen auf der Weide im liegen kastriert wurde und die Wunde auch nicht genäht wurde. Hätte ich eine Methode wählen dürfen dann mit Sicherheit nicht diese nur weil es vielleicht die kostengünstigste ist.
Hinzu kommt noch, dass das Pony alles andere als erzogen ist. Hätten wir zur Zeit nicht Winter und ich keine dicke Jacke an wäre mein Rücken schon komplett zerbissen, denn jedes Mal bein Hufe auskratzen (was die ersten Tage nicht einmal möglich war, da das Pony sich geweigert hat) beißt er mir in den Rücken.
Bei diesem bescheidenen Start bin ich mittlerweile so weit, dass ich weiß, dass ich mit diesem Pony nicht mehr glücklich werde.
Ich möchte weder eine OP zahlen an deren Grund ich ja nun definitiv nicht Schuld sein kann, noch möchte ich mir ständig in den Rücken beißen lassen.
Was für Möglichkeiten habe ich?
Kann ich das Pony zurück geben?
Habe ich bezüglich der Kastration bzw. unter Umständen noch kommenden OP Ansprüche bei den Verkäufern?
Wie kann ich weiter vorgehen?
Ich hoffe Sie können mir helfen, denn ich bin schon fast am verzweifeln.

Mit freundlichen Grüßen

15.02.2016 | 15:36

Antwort

von


(2985)
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30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
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Sehr geehrte Fragestellerin,

sollte sich herausstellen, dass die Operation nicht ordnungsgemäß ausgeführt worden ist und eine Nachbehandlung erforderlich sein sollte, ist die Verkäuferin dafür voll verantwortlich, da die Kaufsache sodann mit einem Mangel behaftet gewesen ist, der aufgrund der Kastration zustande gekommen war, die auch nicht unter den Gewährleistungsausschluss fallen kann, wenn die Operation nach dem Kauf durchgeführt worden ist.

Der andere Umstand wäre zudem, dass diese als gewerbliche Verkäuferin einzustufen wäre mit der Folge, dass auch hier eine Gewährleistung gegeben werden muss.

Im Hinblick auf die "gute Erziehung" allerdings sehe ich wenig Chancen, da dies nicht im Kaufvertrag vermerkt worden ist und diese Definition nicht dahingehend greifbar ist, dass hier ein Mangel vorliegt. Anders wäre es, wenn sich das Pony gar nicht zähmen ließe und auch sonst beispielsweise medizinisch nachweisbare Verhaltensstörungen besitzt.

Die Wunde sollten Sie daher kontrollieren und die Verkäuferin per Einwurfeinschreiben schriftlich auffordern, den Namen des Arztes zu benennen. Zudem sollten Sie erwähnen, dass sie die Haftung übernimmt, wenn die Operation auf ihr Geheiß nicht ordnungsgemäß durchgeführt worden sein sollte.

Ein Rücktritt ist daher derzeit nicht möglich, wohl aber die Schadloshaltung eventueller Folgekosten durch eine nicht sachgemäß durchgeführte Operation.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 16.02.2016 | 06:47

Sehr geehrter Herr Hoffmeyer,

wie lange kann/muss ich der Verkäuferin für die Auskunft Zeit geben? Was ist, wenn diese auch dann noch die Aussage verweigert oder gar die Übernahme der Kosten verweigert?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 16.02.2016 | 11:07

Sehr geehrte Fragestellerin,

als Frist reichen hierbei 10 Tage aus. Wenn sie dann die Auskunft oder auch die Übernahme der Kostenverweigern sollte, könnte man die notwendigen Kosten von ihr gerichtlich erstattet bekommen. Die Verkäuferin selbst könnte sich an dem Arzt schadlos halten, der Sie aber nicht betrifft, wenn Sie keine Auskunft über diesen bekommen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

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