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Pferdehändler die im Auftrag verkaufen , sind diese Haftbar?

| 16.10.2019 17:12 |
Preis: 50,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Hallo,
Ich kaufte im Juni 2019 ein Pferd bei einer Pferdevermittlung (also im Kundenauftrag).

Durch etliche Probleme wie Z.B. Lahmen, Sattelzwand, Treten, Steigen etc, zog Ich einen Tierazt hinzu.

Bei Röntgenaufnahmen des Rückens kam raus, dass 4 Engstände der Wirbel mit max. 1mm platz zu sehen ist.

Ich schrieb diese Vermittlung an mit dem Befund. Diese schrieb mir dann, dass Sie damit nichts zutun hätten und die auch keine Adresse von dem "Kunden" hätten.

Kaufvertrag ist der Verkäufergenannt aber unterschrieben i.A. von der Vermittlerin.
Wie ist jetzt die Rechtslage?

Über eine Rückmeldung würde Ich mich sehr freuen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Die Vermittlerin hat in Ihrem Fall eine sogenannte Sachwalterstellung eingenommen. In solchen Fällen hat der BGH entschieden, dass die Vermittlerin haftet, auch wenn sie nicht Verkäuferin ist (BGH, VIII ZR 101/73). Sie haben da Anspruch auf den Ersatz des sogenannten Vertrauensschadens, also insbesondere des Minderwertes des Pferdes. Der besteht in der Differenz zwischen dem tatsächlichen Marktwert des Pferdes und dem von Ihnen gezahlten Preis. Hierbei müssen Sie den tatsächlichen Marktwert bzw. die Höhe des Vertrauensschadens nachweisen.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 16.10.2019 | 19:41

Super, vielen lieben Dank :-)

Sie gibt auch an, dass Sie keine Adresse von dem Kunden hätte....
Dies dürfte ja auch nicht der Fall sein oder?

Zumal die hat die Stute wieder zum Verkauf "Im Kundenauftrag" im Interent stehen. Ich habe keinen Auftrag erteilt. Sie gibt da an, dass Pferd sei völlig gesund etc. Damit macht Sie sich strafbar oder?

Sollte die jetzt nicht nachgeben, kann Ich mich dann persönlich nochmal an Sie wenden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.10.2019 | 15:27

Sehr geehrter Ratsuchender,

eine Adresse des Kunden muß der Vermittler nicht zwingend haben, allerdings wäre es in seinem Interesse, eine zu haben, alleine schon um die Kommunikation zu ermöglichen.

In der Tat ist diese Internetanzeige mit dem Inhalt, dass das Pferd völlig gesund sei, zumindest versuchter Eingehungsbetrug (§ 263 StGB ).

Mit freundlichen Grüßen,
Robert Weber
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 16.10.2019 | 20:40

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