Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Pferdeeinstellvertrag


06.07.2007 21:00 |
Preis: ***,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Mein Problem lautet wie folgt:
Ich habe von Okt 06 - 02.06.2007 meine beiden Pferde in einer Privatanlage mit 30 Boxen eingestellt. Bei Einzug gab es neben mir 2 weitere Einsteller. Laut Vertrag beträgt die monatliche Miete 380 € bei Fütterung, Stall- u. Hallennutzung, Paddock. Während der Weidesaison sollte die Leerboxenmiete je Pferd 50,00 € betragen.
Bei Beginn der Weidezeit war von 50,00 € keine Rede mehr, sondern die volle Boxenmiete wäre weiter fällig.
Die Weiden sind allerdings mit Stacheldraht eingezäunt.
Weiterhin wurde der Hallenboden tglmit einem Rasensprenger gewässert. Mein Pferd ist auf glitschigem Boden ausgerutscht und ist seitdem nicht mehr reitbar. Der Vermieter hat sich bis heute nicht nach der Gesundheit des Tieres erkundigt.
Am 04.06.2007 hat die einzige Einstellerin die noch da war den Stall unangekündigt verlassen, so das ich ganz alleine war. Da ich am kommenden Tag in den Urlaub wollte, sah ich meine Pferde nicht versorgt. Ich hatte Angst um die weitere Gesundheit meiner Tiere. Somit habe ich mündlich gekündigt und habe meine 2 auf eine Sommerweide umgestallt. Nun möchte der Stallbesitzer von mir weiter die Boxenmiete, da er meine Kündigung nicht akzeptiert hat.
Was kann auf mich zukommen ?
06.07.2007 | 21:50

Antwort

von


11 Bewertungen
Isenbütteler Weg 12
38518 Gifhorn
Tel: 05371 819 200
Web: www.rechtsanwalt-sommer-gf.de
E-Mail:
Sehr geehrter Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben und unter Würdigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte. Ich habe jedoch darauf hinzuweisen, dass durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits die rechtliche Beurteilung anders ausfallen kann, sodass die Bearbeitung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird folgendes ausgeführt:

Sicherlich haben Sie einen schriftlichen Vertrag, aus dem sich die Einzelheiten der Pflichten des Vertragspartners ergeben, so auch die Miete und die Form und der Umfang der Pflege Ihres Pferdes wie auch Kündigungsfristen.

Sollte eine schriftliche Vereinbarung nicht bestehen, so kann ich nur allgemein anraten, in Zukunft Verträge schriftlich abzufassen. Bei komplexen Werken ist sogar eine anwaltliche Überprüfung vor Unterzeichnung anzuraten. Die Kosten hierfür lohnen sich allemal, wie man in Ihrem Fall leider wieder einmal sieht.

Besteht also keine schriftliche Vereinbarung, so hätten Sie die Reduzierung der Miete während der Weidezeit zu beweisen. Ob Sie das werden machen können, kann ich aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung nicht beurteilen. Möglicherweise ließe sich ein Richter von der Argumentation überzeugen, dass es üblich ist, während der Weidezeit die Miete entsprechend zu reduzieren. Hier käme es dann, wenn der Richter dieser Argumentation folgt, auf eine Beweisaufnahme an. Hier wird ein Sachverständiger etwas zu sagen können.

Sie haben den Vertrag fristlos gekündigt. Wenn Sie hierzu keinen Grund hatten, haben Sie die Miete weiter zu zahlen, bis der Vertrag ausläuft oder die vereinbarte oder gesetzliche Kündigungsfrist ausläuft. Sicherheitshalber sollten Sie den Vertrag nochmals "hilfsweise fristgemäß zum nächstmöglichen Zeitpunkt" kündigen.

Bei der Beantwortung der Frage, ob Sie einen Grund zur Kündigung hatten, kommt es auf alle Umstände und Einzelheiten an. Hierzu reichen Ihre Angaben leider noch nicht aus. Insbesondere sind hier weitere Einzelheiten zu den Pflichten des Vertragspartners noch erforderlich.

Grundsätzlich läßt sich jedoch sagen, dass die fristlose Kündigung das äußerste und letzte Mittel in einer Vertragsbeziehung ist. Zuvor sind alle Möglichkeiten zu versuchen, den Vertrag doch noch aufrecht zu erhalten und durchzuführen. Hierzu gehören unter anderem auch Abmahnung, Androhung der Kürzung der Miete, Kürzung der Miete und ähnliches. Erst wenn diese Versuche scheitern oder von vorn herein aussichtslos sind, kann gekündigt werden.

Schlimmstenfalls haben Sie also die Miete bis zum Auslauf des Vertrages weiter zu zahlen.

Möglicherweise besteht dann aber eine Möglichkeit der Aufrechnung mit Schadensersatzansprüchen, falls der Vermieter an dem Sturz Ihres Pferdes die Schuld trägt.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick habe geben zu können.


Mit freundlichen Grüßen

Torsten Sommer
Rechtsanwalt
www.Rechtsanwalt-Sommer-Gf.de
05371 819200

Gifhorn, den 06 Juli 2007.














ANTWORT VON

11 Bewertungen

Isenbütteler Weg 12
38518 Gifhorn
Tel: 05371 819 200
Web: www.rechtsanwalt-sommer-gf.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Erbrecht, Familienrecht, Gesellschaftsrecht, Vertragsrecht, Schadensersatzrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER