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Pferd nicht reitbar Mangel?


22.04.2007 13:06 |
Preis: ***,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Hallo,

ich habe mir vor ca. 7 Monaten ein 6 jähriges Pferd von privat gekauft. Ich konnte es damals nicht Probereiten da die Besitzerin keinen Sattel zur Verfügung hatte. Mir wurde aber gesagt, dass das Pferd bei einem Profi in Beritt war, aber seit ca. einem 3/4 Jahr nicht mehr geritten wurde und bräuchte ein wenig Geduld. Ich habe mir das Pferd angeschaut und es war lieb und zeigte für mich keine Auffälligkeiten. Der Preis war für das Pferd auch OK. Als ich dann öfter mit dem Pferd gearbeitet habe hat sich gezeigt, dass das Pferd Scheu und Panikattacken bekommt, wenn man mit ihm arbeiten will. In den vergangenen Monaten habe ich u.a. auch zusammen mit einer Profi-Trainerin an diesem Pferd gearbeitet und wir sind nicht viel weiter als vorher (Aussage: nicht normal reitbar). Ich hatte u.a. auch schon einmal versucht dieses Pferd zu reiten, mit dem Ergebnis abgeworfen zu werden und zum Glück nur eine Prellung bekommen zu haben. Nach 7 Monaten ist es immer noch nicht möglich dieses Pferd zu reiten! Daraufhin habe ich letzte Woche bei dem Bereiter (lt. Verkäüferin) angerufen und er erzählte mir, dass diese Pferd ein Problem/Korrekturpferd war/ist. Ich sollte bloß aufpassen und bloß keine Kinder drausetzen. Dieses habe ich natürlich der Verkäuferin gemeldet und sie sagte natürlich, dass sie davon nichts wüsste und würde gleich mal den Bereiter anrufen, was solch eine Aussage soll. Nachdem ich nichts mehr von Ihr gehört habe, habe ich eine weitere Mail an die Dame geschickt mit dem Inhalt, dass sie doch bitte das Pferd in den nächsten 14 Tagen hier abholen soll mit der Rückzahlung des Kaufbetrags. Ihre Antwort war, dass sie auf Erfüllung des Kaufvertrag besteht und zitierte mir auch gleich die Klausel "Laut Vertrag sind von meiner Seite keinerlei Garantie auf bestimmte Eigenschaften oder Verwendungsmöglichkeiten des Pferdes zugesagt worden". Da das Pferd aber in Profiberitt war, habe ich die Reitbarkeit natürlich angenommen.

Da der Bereiter mir 2x telefonisch die Aussagen des Problempferds bestätigte, ist das doch ein bekannter Mangel, oder?

mfg
T.Herter

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Sehr geehrter Ratsuchender,


zwar hat die Verkäuferin Recht, wenn Sie sich auf den Gewährleistungsausschluss und die fehlene Zusicherung beruht.

Nur wird Ihr dieses nichts nützen, wenn sie von den Umstand, den der Bereiter Ihnen gegenüber telefonisch mitgeteilt hat, Kenntins gehabt hat und Sie dieses auch nachweisen können.

Denn mit dieser Kenntnis liegt in der Tat eine arglistige Täuschung vor, so dass die fehlende Zusicherung bzw. der Gewährleistungsausschluss gar keine Rolle mehr spielt. Denn nach Ihrer Aussage haben die das Pferd als Reitpferd erworden, so dass die Verkäuferin dann ihrerseits auf die Auffälligkeiten, die der Bereiter festgestellt hat, von sich aus hätte hinsweisen müssen.

Sie sollten nun diese Angaben des Bereiters SCHRIFTLICH anfordern. Wichtig wäre dabei auch, dass der Bereiter auch schriftlich erklärt, dass er die Vorbesitzerin/Verkäuferin darüber aufgeklärt hat - denn diese Kenntnis werden Sie nachweisen müssen.

Liegt Ihnen dieses vor, sollten Sie mit dem Hinweis auf die Täuschung den Vertrag anfechten, die Rücknahme des Pferdes fordern und den Kaufpreis (nebst Zinsen und eventuelle Aufwendungen!) fordern. Dieses sollte auch schriftlich mit Einschreiben und Rückschein mit einer Frist von 14 Tagen erfolgen. DANN sollten Sie - falls die Verkäuferin sich noch sperrt - sofort einen Anwalt beauftragen; selbstverständlich können wir dieses machen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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